Lesung und Gespräch in der Flohburg
Das Prinzip Verrat
Dienstag, 16. Februar 2016, 12:17 Uhr
Manfred "Ibrahim" Böhme galt 1989 in der DDR als neuer sozialdemokratischer Hoffnungsträger. Das Leben des "politischen Heiratsschwindlers" zeichnet die Journalistin Christiane Baumann demnächst in einer Lesung in der Nordhäuser Flohburg nach...
Die wesentlichen Stationen im Leben des Manfred "Ibrahim" Böhme (1944-1999), der zum Ende der DDR für kurze Zeit Prominenz erlangte und in Ost und West als charismatisches Polittalent galt, werden von der Berliner Journalistin Christiane Baumann nachgezeichnet.
Der SPD-Spitzenkandidat zur Volkskammerwahl 1990 wurde damals nicht nur von den Medien als zukünftiger DDR-Regierungschef betrachtet. Dass Böhme eigentlich ein "politischer Heiratsschwindler" war, der sich vom einstigen Sympathisanten des Prager Frühlings zum gut getarnten und übereifrigen Stasi-Zuträger gewandelt hatte, belegen die hier präsentierten Dokumente und Berichte.
Der von Christiane Baumann rekonstruierte Lebenslauf widerlegt die unzähligen Fälschungen seiner Biografie, die Böhme selbst verbreitet hatte - und erzählt gleichzeitig aus dem ostdeutschen Kontext: von engagierten Menschen, kulturellen Milieus und alternativen Gruppierungen, zu denen er Kontakt hielt, um sie irgendwann zu verraten. Eine extreme Lebensgeschichte, die von zeitlosen menschlichen Konflikten geprägt ist, vor allem aber von der geistigen Enge und Beschränktheit der Verhältnisse.
Die für diesen Tag angekündigte Lesung mit Ruth Hoffmann aus dem Buch "Stasi-Kinder. Aufwachsen im Überwachungsstaat" muss aus persönlichen Gründen abgesagt werden.
3. März 2016, 19:00 Uhr, Flohburg Nordhausen
Autor: redDie wesentlichen Stationen im Leben des Manfred "Ibrahim" Böhme (1944-1999), der zum Ende der DDR für kurze Zeit Prominenz erlangte und in Ost und West als charismatisches Polittalent galt, werden von der Berliner Journalistin Christiane Baumann nachgezeichnet.
Der SPD-Spitzenkandidat zur Volkskammerwahl 1990 wurde damals nicht nur von den Medien als zukünftiger DDR-Regierungschef betrachtet. Dass Böhme eigentlich ein "politischer Heiratsschwindler" war, der sich vom einstigen Sympathisanten des Prager Frühlings zum gut getarnten und übereifrigen Stasi-Zuträger gewandelt hatte, belegen die hier präsentierten Dokumente und Berichte.
Der von Christiane Baumann rekonstruierte Lebenslauf widerlegt die unzähligen Fälschungen seiner Biografie, die Böhme selbst verbreitet hatte - und erzählt gleichzeitig aus dem ostdeutschen Kontext: von engagierten Menschen, kulturellen Milieus und alternativen Gruppierungen, zu denen er Kontakt hielt, um sie irgendwann zu verraten. Eine extreme Lebensgeschichte, die von zeitlosen menschlichen Konflikten geprägt ist, vor allem aber von der geistigen Enge und Beschränktheit der Verhältnisse.
Die für diesen Tag angekündigte Lesung mit Ruth Hoffmann aus dem Buch "Stasi-Kinder. Aufwachsen im Überwachungsstaat" muss aus persönlichen Gründen abgesagt werden.
3. März 2016, 19:00 Uhr, Flohburg Nordhausen
