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Deutsche Hallenmeisterschaften

Bachmann wieder Deutscher Doppelsprintmeister

Montag, 15. Februar 2016, 19:47 Uhr
Sprint-Ass Marco Bachmann von der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen hat es wieder geschafft, er hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren am Wochenende in Erfurt in der M40 erneut das Doppel geschafft und ist wieder Deutscher Meister über 60 und 200 Meter...

Bachmann (Foto: privat) Bachmann (Foto: privat)
Zwar blieb er etwas hinter seinen Siegerzeiten aus dem Vorjahr zurück und war damit auch nicht ganz zufrieden, dennoch reichte es zweimal sicher zu Gold. Über die kurze Sprintstrecke musste man sich zunächst über Vorläufe fürs Finale qualifizieren. Das schaffte Marco Bachmann locker als Erster in 7,34s.

„Im Finale habe ich den Start etwas verschlafen, bin dann für eine richtig gute Zeit zu verkrampft gelaufen“, so sein Kommentar nach dem Meistersprint. In 7,32s lag er im Ziel dennoch deutlich vor Matthias Rotzler von der LG Leutkirch (7,41s) und Christian Lück von der LG Kreuztal (7,45s), die sich Silber und Bronze sicherten. Über 200 Meter kam es zum wieder zum erwarteten Duell mit Daniele Biffi von TopFit Berlin. Der Berliner mit bekannt schnellem Start lag bis eingangs der letzten Kurve in Führung, doch Marco Bachmann hatte das bessere Stehvermögen und lief auf den letzten 50 Metern wie schon bei seinem Freilauft-Goldlauf im letzten Jahr in Zittau in 23,66s noch zum Sieg. Mit Daniele Biffi (23,85s) und Matthias Rotzler (24,19s) als Zweiten und Dritten gab es den gleichen Einlauf wie bei den Deutschen Freilauftmeisterschaften 2015.

Das Treppchen zwar wie auch erwartet deutlich verpasst, aber mit Platz Vier über 400 Meter vollauf zufrieden war Thomas Biedermann (M50). Vor allem die Zeit von 56,04s ließ ihn strahlen. Einen Platz zwischen vier und sechs hatte er sich als Ziel gesteckt, und es sollte eine Zeit im 56er-Sekundenbereich werden. „Nach meinen sehr mäßigen 58,19s bei den Landestitelkämpfen wäre eine 56,99s schon in Ordnung. Weniger sollte es aber nicht sein“, so der Nordhäuser, der nach langer Verletzungspause noch viel Traningsrückstand hat und nach eigener Einschätzung derzeit noch keine Chance hat in den Medaillenkampf einzugreifen.

Aber dass er in seinem ersten ernsthaften Wettkampf, wie er das Meisterschaftsrennen bezeichnete, schon so schnell sein kann, das hat ihn selber höchst freudig erstaunt. Zu den Medaillen fehlte zwar immerhin noch mehr als eine Sekunde (Sieger Roland Gröger TopFit Berlin in 54,53s, Brone für 54,99s), doch es macht wieder großen Spaß und viel Mut für den Sommer.

Weniger Freude beim dritten HSG-Senior Jörg Ziegler (M55). Zwar hatte er nach ebenfalls großem Trainingsrückstand und derzeit berufsbedingt ohne richtige Vorbereitung ohnehin keine großen Erwartungen, doch zumindest wollte er bei seinen drei Starts etwas schneller als bei den Landesmeisterschaften vor drei Wochen an gleicher Stätte sein. Das gelang aber nicht. Nur 8,72s über 60 Meter gegenüber 8,66s bei den Landestitelkämpfen.

Damit Vorlauffünfter und Gesamtdreizehnter. 28,62s gegenüber 28,54s über 200 Meter und 15. Und schließlich in 66,49s über die 400 Meter und Platz Elf um über zwei Sekunden langsamer als zur Landesmeisterschaft.
Uwe Tittel
Autor: red

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