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Stadt weist Vorwürfe zurück

Wacker soll konkreten Vorschlag machen

Mittwoch, 10. Februar 2016, 16:01 Uhr
Immer wieder wird in den unterschiedlichen Gremien über die Zukunft des Albert-Kuntz-Sportparks diskutiert. Spätestens seit bekannt wurde, dass es Investoren zum Umbau des Stadion gibt, ist nun vor allem die Stadt gefragt...


So hatte Wacker-Präsident Nico Kleofas vor dem Punktspiel in Bad Langensalza gesagt, dass sich nun die Stadt Nordhausen zum Umbau bekennen solle. Wir wollten von der Stadtverwaltung wissen, welche Lösungen es seitens der Rathaus-Verantwortlichen gebe?

"Dazu ist man im Gespräch mit Wacker. Die verständliche und - aufgrund der Top-Leistungen auch gerechtfertigte – aktuelle Interessenbekundung seitens Wacker für die 3. Liga schuf allerdings eine völlig neue Situation", sagt Pressesprecher Patrick Grabe.

Da dies den Eintritt in den Profibereich bedeute, haben sich eventuell die Rahmenbedingungen für die Förderung durch den Bund und/oder das Land komplett geändert, da die Förderung des Profisports ausgeschlossen sei. "Aus Sicht der Stadt ist deshalb die vom damaligen Wacker-Trainer entworfene Vision eines hochqualitativen Trainings- und Nachwuchszentrums für den Ballsport auf dem Wacker-Gelände optimal, da mehr als 20 Nachwuchsmannschaften der Region davon profitieren könnten." Diese Vision bildete auch die Grundlage für die Freigabe von 80.000 Euro für die Planung eines solchen Zentrums durch den Stadtrat – damals allerdings noch mit Blick auf den Betrieb in der Regionalliga.

So könnte es aussehen (Foto: privat) So könnte es aussehen (Foto: privat)
Seit der Beantragung habe das Wacker-Präsidium seine Pläne für das Stadion allerdings mehrmals geändert. Die Basisvariante (Baukosten 2 Millionen Euro) sei einmal zu einer 5 Millionen-Euro-Variante modifiziert worden, die anschließend in einem weiteren Schritt zu einer ambitionierten 6-Millionen-Euro Variante (mit einem privaten Partner) ausgebaut wurde. "Diese Vorschläge werden bis heute in der gemeinsamen Arbeitsgruppe von Stadtverwaltung, Stadtrat und Verein diskutiert", so das Rathaus. Wünschenswert sei seitens der Stadt die Einigung auf einen abschließenden Entwurf.

Die Goslarsche Vision des Leistungszentrums für eine gesamte Region kam auch der berechtigten Forderung andere Vereine nach, nicht zu deren Ungunsten ausschließlich die 1. Mannschaft von Wacker zu fördern. Insofern sei das Leistungszentrum die optimale Lösung, die auch von der Stadt unterstützt werde und die sich sicher auch in einen Stadionneubau integrieren ließe.  

Zur Kritik an einem angeblichen Desinteresse äußerte sich die Nordhäuser Stadtverwaltung ebenfalls. "Die Nordhäuser Stadträte hatten im Jahr 2014 trotz extrem kritischer Haushaltslage nach langer und schwieriger Diskussion 80.000 Euro eine Neuplanung des Albert-Kuntz-Sportparks in Auftrag gegeben. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren jährlich rund 100.000 Euro aus der Stadtkasse für Unterhaltung und Betrieb des AKS fließen.

Darüber hinaus sind noch Summen in sechsstelliger Höhe zu addieren, die durch das Engagement der Stadtwerke-Gruppe zugunsten des FSV Wacker 90 Nordhausen bereitgestellt werden. Diese Zahlen sind mehr als ein Bekenntnis. Sie sind der konkrete Ausdruck eines erheblichen Engagements", heißt es in der Antwort an die nnz-Redaktion.

Ach ja, da ist ja auch noch die Bewerbung für eine Bundesprogramm, bei dem es Fördermittel geben könnte. Da allerdings wird hinter vorgehaltener Hand souffliert, dass die Rathausspitze nicht die volle Summe beantragt habe. Grund: dann wäre der Eigenanteil zu hoch.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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