Europa live beim CSC Nordhausen
Montag, 02. Juli 2001, 18:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Reges Interesse war zu spüren bei den Auszubildenden für Europasachbearbeiter" im Bildungsträger CSC, als der Thüringer Europaabgeordnete Rolf Berend über seine Arbeit berichtete. Die Arbeit und Aufgaben eines Europaabgeordneten war dabei ebenso Neuland für die Teilnehmerinnen als auch die aktuellen Probleme, um die es derzeit in der EU geht.
Von montags bis donnerstags drei Wochen in Brüssel, eine Woche in Straßburg und am Wochenende in Thüringen unterwegs, das sind die Stationen im Laufe eines Monats. Dabei ist Präsens in den beiden europäischen Arbeitsorten oberstes Gebot. Denn nur dadurch kann aus der Sicht Thüringens, aus der Sicht der neuen deutschen Bundesländer oder Deutschlands an der Entscheidungsfindung auf europäischer Ebene mitgewirkt werden", so der christdemokratische Europapolitiker.
Rolf Berend ist als Vertreter Thüringens seit nunmehr zehn Jahren im Europäischen Parlament und dort Experte für Regionalpolitik und Strukturförderung. Seit zwei Jahren ist er Vizepräsident seiner Fraktion für diesen Bereich und damit wesentlich verantwortlich für Fördermittel der EU in die entwicklungsbedürftigen Regionen. Thüringen und die neuen deutschen Länder gehören zusammen mit Spanien, Portugal, Griechenland und Irland zu den sogenannten 'Ziel-1-Gebieten'. Sie erhalten die höchsten Fördergelder. Thüringen erhält z. B. 5,8 Milliarden DM im Zeitraum 2000-2006. Davon fließen 50 Prozent in den Fond für regionale Entwicklung EFRE, 30 Prozent in den Sozialfond ESF und 20 Prozent in den Fond für den ländlichen Raum EAGFL. Während von EFRE Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden (Straßen, Wege, Gewerbegebiete etc. auch im Bereich Nordthüringen), mit dem ESF soziale Maßnahmen, Weiterbildung und Umschulung wie z. B. im CSC Nordhausen, fließen die Mittel für den ländlichen Raum u.a. in Dorferneuerungsprogramme", so Berend nicht ganz ohne Stolz, denn er wesentlich mit trug wesentlich zu diesem Mittelfluß in Richtung Nordthüringen bei.
Ob dieser Geldsegen auch dann noch fließt, wenn Länder Osteuropas Mitglied der EU werden, ist allerdings noch nicht geklärt. Berend gab sich jedoch optimistisch, dass bis 2013 eine Förderung der neuen deutschen Länder wahrscheinlich sei, wenn auch nicht in gleichbleibender Höhe. Zumindest werden wir darum kämpfen, dass wir nicht schlechter gestellt werden als die anderen 'alten' Mitgliedstaaten mit gleichen durchschnittlichen europäischen Bruttoinlandsprodukt wie Griechenland, Portugal und Spanien", versprach der Thüringer Europaparlamentarier.
Bei den sich anschließenden zahlreichen Fragen kamen vor allem Probleme auf dem Arbeitsmarkt im europäischen Binnenmarkt zur Sprache, Fragen nach der neuen Währung, dem Euro sowie Integrationsprobleme im Zuge der EU-Osterweiterung und deren Folgen. Lehrer wie Auszubildende und nicht zuletzt Geschäftsführer Thomas Bähring waren sich einig darüber, Europa einmal life zu hören, ist eine wertvolle Ergänzung zu dem, was im Unterricht geboten wird. So kam der Dank an Rolf Berend, trotz seines angespannten Terminkalenders auch für sie Zeit gefunden zu haben, aus ehrlichem Herzen. Verbunden dies allerdings mit der Bitte, die Interessen des Freistaates Thüringen auch weiterhin engagiert in Straßburg und Brüssel zu vertreten.
Autor: nnzVon montags bis donnerstags drei Wochen in Brüssel, eine Woche in Straßburg und am Wochenende in Thüringen unterwegs, das sind die Stationen im Laufe eines Monats. Dabei ist Präsens in den beiden europäischen Arbeitsorten oberstes Gebot. Denn nur dadurch kann aus der Sicht Thüringens, aus der Sicht der neuen deutschen Bundesländer oder Deutschlands an der Entscheidungsfindung auf europäischer Ebene mitgewirkt werden", so der christdemokratische Europapolitiker.
Rolf Berend ist als Vertreter Thüringens seit nunmehr zehn Jahren im Europäischen Parlament und dort Experte für Regionalpolitik und Strukturförderung. Seit zwei Jahren ist er Vizepräsident seiner Fraktion für diesen Bereich und damit wesentlich verantwortlich für Fördermittel der EU in die entwicklungsbedürftigen Regionen. Thüringen und die neuen deutschen Länder gehören zusammen mit Spanien, Portugal, Griechenland und Irland zu den sogenannten 'Ziel-1-Gebieten'. Sie erhalten die höchsten Fördergelder. Thüringen erhält z. B. 5,8 Milliarden DM im Zeitraum 2000-2006. Davon fließen 50 Prozent in den Fond für regionale Entwicklung EFRE, 30 Prozent in den Sozialfond ESF und 20 Prozent in den Fond für den ländlichen Raum EAGFL. Während von EFRE Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden (Straßen, Wege, Gewerbegebiete etc. auch im Bereich Nordthüringen), mit dem ESF soziale Maßnahmen, Weiterbildung und Umschulung wie z. B. im CSC Nordhausen, fließen die Mittel für den ländlichen Raum u.a. in Dorferneuerungsprogramme", so Berend nicht ganz ohne Stolz, denn er wesentlich mit trug wesentlich zu diesem Mittelfluß in Richtung Nordthüringen bei.
Ob dieser Geldsegen auch dann noch fließt, wenn Länder Osteuropas Mitglied der EU werden, ist allerdings noch nicht geklärt. Berend gab sich jedoch optimistisch, dass bis 2013 eine Förderung der neuen deutschen Länder wahrscheinlich sei, wenn auch nicht in gleichbleibender Höhe. Zumindest werden wir darum kämpfen, dass wir nicht schlechter gestellt werden als die anderen 'alten' Mitgliedstaaten mit gleichen durchschnittlichen europäischen Bruttoinlandsprodukt wie Griechenland, Portugal und Spanien", versprach der Thüringer Europaparlamentarier.
Bei den sich anschließenden zahlreichen Fragen kamen vor allem Probleme auf dem Arbeitsmarkt im europäischen Binnenmarkt zur Sprache, Fragen nach der neuen Währung, dem Euro sowie Integrationsprobleme im Zuge der EU-Osterweiterung und deren Folgen. Lehrer wie Auszubildende und nicht zuletzt Geschäftsführer Thomas Bähring waren sich einig darüber, Europa einmal life zu hören, ist eine wertvolle Ergänzung zu dem, was im Unterricht geboten wird. So kam der Dank an Rolf Berend, trotz seines angespannten Terminkalenders auch für sie Zeit gefunden zu haben, aus ehrlichem Herzen. Verbunden dies allerdings mit der Bitte, die Interessen des Freistaates Thüringen auch weiterhin engagiert in Straßburg und Brüssel zu vertreten.
