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Ellricher Stadtrat

Weniger Flüchtlinge in Sülzhayn

Dienstag, 26. Januar 2016, 08:50 Uhr
Die Themen Flüchtlinge und Stadtfinanzen standen in der ersten Sitzung des Ellricher Stadtrates in diesem Jahr auf der Tagesordnung. Darüber hinaus wurde über eine "farbige Zahl" informiert...


Ellrich. Die Flüchtlingsunterkunft in Sülzhayn ist aktuell nicht voll belegt. 91 Kriegsflüchtlinge leben momentan in der umgebauten früheren Förderschule. „Der überwiegende Teil sind Familien“, sagte Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) am Montagabend im Stadtrat.

Die geringere Belegung sei damit zu erklären, so Ehrhold, dass einige Flüchtlinge in letzter Zeit als Asylsuchende anerkannt wurden und deshalb die Gemeinschaftsunterkunft verlassen mussten. Darüber hinaus habe es auch Abschiebungen gegeben. Der Stadtchef rechnet allerdings in den nächsten Wochen wieder mit neuen Flüchtlingen.

Derweil wird die untere Etage der früheren Schule weiter umgebaut. Es entstehen Appartements. Laut Ehrhold bietet die Unterkunft nach Fertigstellung im dritten Quartal dieses Jahres dann Platz für 180 Menschen. In Rothesütte leben aktuell 35 jugendliche Flüchtlinge im Alter zwischen 13 und 17 Jahren in zwei Wohngemeinschaften. Platz gibt es in dem früheren Gästehaus am Ortsausgang für maximal 60 Jugendliche und Kinder. Weil man für die Betreuung der Flüchtlingskinder derzeit aber keine weiteren Sozialarbeiter finde, so der Stadtchef, wird die Unterkunft vorerst auch nicht voll belegt.

Darüber hinaus leben weitere Flüchtlingsfamilien in Gudersleben im Lindenhof und in Sülzhayn in privaten Wohnungen. Der Stadtchef selbst will auch eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen. Das sei bisher aber aus familiären Gründen noch nicht geschehen, so Ehrhold.

Schwarze null in Jahresrechnung


Gute Nachrichten hatte Ehrhold in Sachen Finanzen: Mit der Jahresrechnung 2015 sei die schwarze Null gelungen. Das heißt, es gibt keinen Soll-Fehlbetrag. Mehr noch: „Alle Fehlbeträge aus den vergangenen Jahren wurden abgebaut“, so der Stadtchef. Und auch für das laufende Haushaltsjahr konnte Ehrhold fast nur Gutes berichten: Laut aktuellem Haushaltsentwurf ist zumindest schon der Verwaltungshaushalt ausgeglichen.

400 000 Euro im Minus sei man gegenwärtig noch im Vermögenshaushalt. Allerdings seien in diesem Entwurf noch alle Baumaßnahmen inklusive. Darüber müssen in den kommenden Wochen noch die Ausschüsse befinden. „Sollte es uns gelingen für 2016 einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, dann ist Ellrich nicht mehr in der Haushaltskonsolidierung“, unterstrich Ehrhold.

Aktuell befindet sich die Stadt noch in vorläufiger Haushaltsführung. Deshalb wurde auch ein Beschluss nötig, um den Ausbau der Alten Poststraße in Rothesütte in die Wege zu leiten. Einstimmig beschloss der Rat die außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 337 000 Euro. Der Großteil für die Baumaßnahme wird gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 29 500 Euro.
Susanne Schedwill
Autor: red

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