Ermittlungen laufen
Silvesternacht in Ellrich
Montag, 25. Januar 2016, 15:35 Uhr
Silvester wird bekanntlich hierzulande friedlich das neue Jahr gefeiert. Dies tat auch eine Bürgerin aus Ellrich. Nach der Heimkehr von einer solchen Feier, kam es auf dem eigenen Grundstück zu einem Überfall auf die Frau. Mehrere Familien aus Ellrich schildern den Hergang. Wir haben bei der Polizei nachgefragt...
Nachdem ein Mann gegen 4 Uhr mehrmals an ihre Haustür klingelte, gelang es ihm die Frau zu überwältigen. Der Angreifer würgte sie mehrere Minuten lebensbedrohlich, bis zufällig vorbeikommende Passanten die Situation bemerkten und beherzt eingriffen. Das war ein großes Glück, denn nur so konnte das Schlimmste verhindert werden. Die Polizei wurde sofort alarmiert.
Nach Aufnahme des Tatbestands und der Aussagen der beteiligten Personen, wurde das Opfer in die Notaufnahme des Krankenhauses Nordhausen gebracht. Der Täter wurde identifiziert. Ein Ellricher.
Man möchte annehmen, dass der Täter nach einer solchen Tat zunächst festgenommen und zur weiteren Vernehmung und zum Schutz seines Opfers in das Polizeirevier gebracht wird. Doch nicht so in diesem Fall. Nach der Befragung durch die Beamten wurde der Mann zu Hause abgesetzt! Während das Opfer mit seinen physischen und vor allem seelischen Verletzungen zu kämpfen hat, befindet sich der Tatverdächtige seit dem auf freien Fuß.
Diese Tatsache und das Wissen darum beeinträchtigen das Sicherheitsempfinden in der Stadt Ellrich empfindlich. Weder das Motiv, noch die Verfassung des Täters ist bisher geklärt. Und so schwingt in diesen Tagen Unsicherheit mit, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegen möchte. Bleibt nun zu hoffen, dass die Polizei die Ermittlungen zügig weiterverfolgt und die potenzielle Gefahr gebannt wird. Das Opfer hat Strafanzeige erstattet.
Autor der Redaktion bekannt
Soweit die Schilderung der nnz-Leser. Was aber sagte die Nordhäuser Polizei dazu? Pressesprecher Thomas Soszynski bestätigt gegenüber nnz den Vorfall aus der Neujahrsnacht. "Eine Anzeige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und unter diesem Straftatverdacht läuft auch das Ermittlungsverfahren", so der Beamte.
Dass der mutmaßliche Täter nach Feststellung seiner Identität wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, erklärt Soszynski: "Es fehlte an der rechtlichen Grundlage. Die Identität des Mannes war vor Ort geklärt und Haftgründe lagen nicht vor. Ohne rechtliche Grundlage ist es nicht möglich, jemanden einfach mit auf die Dienststelle zu nehmen." Auch sei das Motiv der Tat noch nicht geklärt.
Ellricher fragen auch, wie generell mit einer solchen Situation umzugehen ist? "Jemanden vorläufig festzunehmen, wenn er auf frischer Tat angetroffen wird, ist ein Recht, das jedermann zusteht. Im Übrigen sind alle Maßnahmen im Rahmen der Notwehr oder Nothilfe möglich. Die Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei geführt. Dort wurden die Beteiligten auch über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert, als sie in der vergangenen Woche zur Vernehmung waren. Damit dürfte ihnen auch deutlich geworden sein, dass die Sache zügig bearbeitet wird", berichtet der Polizeisprecher.
Im Übrigen ist geplant, die Frau, die den "Angreifer" von der Frau weggezogen hat und somit die Tat beendete, zu belobigen und ihr in angemessenem Rahmen für ihr entschlossenes Einschreiten zu danken. Dazu laufen die Vorbereitungen.
Autor: redNachdem ein Mann gegen 4 Uhr mehrmals an ihre Haustür klingelte, gelang es ihm die Frau zu überwältigen. Der Angreifer würgte sie mehrere Minuten lebensbedrohlich, bis zufällig vorbeikommende Passanten die Situation bemerkten und beherzt eingriffen. Das war ein großes Glück, denn nur so konnte das Schlimmste verhindert werden. Die Polizei wurde sofort alarmiert.
Nach Aufnahme des Tatbestands und der Aussagen der beteiligten Personen, wurde das Opfer in die Notaufnahme des Krankenhauses Nordhausen gebracht. Der Täter wurde identifiziert. Ein Ellricher.
Man möchte annehmen, dass der Täter nach einer solchen Tat zunächst festgenommen und zur weiteren Vernehmung und zum Schutz seines Opfers in das Polizeirevier gebracht wird. Doch nicht so in diesem Fall. Nach der Befragung durch die Beamten wurde der Mann zu Hause abgesetzt! Während das Opfer mit seinen physischen und vor allem seelischen Verletzungen zu kämpfen hat, befindet sich der Tatverdächtige seit dem auf freien Fuß.
Diese Tatsache und das Wissen darum beeinträchtigen das Sicherheitsempfinden in der Stadt Ellrich empfindlich. Weder das Motiv, noch die Verfassung des Täters ist bisher geklärt. Und so schwingt in diesen Tagen Unsicherheit mit, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegen möchte. Bleibt nun zu hoffen, dass die Polizei die Ermittlungen zügig weiterverfolgt und die potenzielle Gefahr gebannt wird. Das Opfer hat Strafanzeige erstattet.
Autor der Redaktion bekannt
Soweit die Schilderung der nnz-Leser. Was aber sagte die Nordhäuser Polizei dazu? Pressesprecher Thomas Soszynski bestätigt gegenüber nnz den Vorfall aus der Neujahrsnacht. "Eine Anzeige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und unter diesem Straftatverdacht läuft auch das Ermittlungsverfahren", so der Beamte.
Dass der mutmaßliche Täter nach Feststellung seiner Identität wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, erklärt Soszynski: "Es fehlte an der rechtlichen Grundlage. Die Identität des Mannes war vor Ort geklärt und Haftgründe lagen nicht vor. Ohne rechtliche Grundlage ist es nicht möglich, jemanden einfach mit auf die Dienststelle zu nehmen." Auch sei das Motiv der Tat noch nicht geklärt.
Ellricher fragen auch, wie generell mit einer solchen Situation umzugehen ist? "Jemanden vorläufig festzunehmen, wenn er auf frischer Tat angetroffen wird, ist ein Recht, das jedermann zusteht. Im Übrigen sind alle Maßnahmen im Rahmen der Notwehr oder Nothilfe möglich. Die Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei geführt. Dort wurden die Beteiligten auch über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert, als sie in der vergangenen Woche zur Vernehmung waren. Damit dürfte ihnen auch deutlich geworden sein, dass die Sache zügig bearbeitet wird", berichtet der Polizeisprecher.
Im Übrigen ist geplant, die Frau, die den "Angreifer" von der Frau weggezogen hat und somit die Tat beendete, zu belobigen und ihr in angemessenem Rahmen für ihr entschlossenes Einschreiten zu danken. Dazu laufen die Vorbereitungen.
