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Von der Handballthüringenliga der Frauen

Klarer NSV-Sieg, aber ohne großen Glanz

Montag, 25. Januar 2016, 12:44 Uhr
Mit einem am Ende standesgemäß deutlichen 23:14-Sieg über den Tabellenletzten HSV Apolda haben die Handballfrauen des Nordhäuser SV für die in Apolda erlittene 28:29-Niederlage revanchiert und ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte der Thüringenliga gefestigt. Uwe Tittel berichtet...


Die Anhänger der Mannschaft auf den Rängen der Ballspielhalle wurden aber zunächst auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Denn in der ersten Halbzeit boten die Gastgeberinnen wenig Erbauliches. Da merkte man zum einen die fehlende Spielpraxis nach sechs Wochen ohne Spiel. Zum anderen war es wohl auch ein wenig Unterschätzung des Gegners.

Der Beginn war jedenfalls sehr, sehr zäh. Zwar wurde gleich der erste Angriff durch Anna Schneider erfolgreich abgeschlossen, doch dann folgten unkonzentrierte Würfe und viel Ungenauigkeit im Angriffsspiel. Und da auch die Abwehr gegen die eifrigen Apoldaerinnen häufig nicht gut aussah sah man sich sogar mit 1:2 und 2:3 in Rückstand.

Erst nach dem 4:4 schon Mitte der ersten Halbzeit schien man sich und das Spiel endlich besser in den Griff zu bekommen. Über 7:4 konnte sich der NSV auf 9:5 absetzen. Apolda nahm eine Auszeit und brachte damit die Gastgeberinnen wieder völlig aus dem Tritt. In den verbleibenden neun Minuten bis zur Pause gelang überhaupt nichts mehr. Vorn warf man die gute Apoldaer Torfrau berühmt und hinten hatte man gegen die immer selbstbewusster werdenden kleinen Angreiferinnen ein ums andere Mal das Nachsehen.

Dass der NSV noch mit einer knappen 9:8-Führung in die Pause gehen konnte hatte man allein Torhüterin Nancy Brodhuhn zu verdanken, die neben anderen guten Paraden auch noch zwei Siebenmeter entschärfte.

In der zweiten Halbzeit eine deutlich verbesserte Abwehr. Und per Konter über Jenny Mohrig auch der erste Nachpausentreffer. Danach aber schon wieder Bedenken, denn gut heraus gespielte Chancen wurden vergeben. Verlass aber war zumindest weiter auf Jenny Mohrig, die wie schon vor der Pause (drei Tore) vor allem nach Kontern erfolgreich war. Noch zweimal traf sie, dazu einmal Anna Schneider. 13:8 führte der NSV ehe Apolda der erste Treffer nach der Pause gelang. Doch die Nordhäuserinnen blieben nun tonangebend, auch wenn weiterhin nicht alles rund lief. Vom 15:11 setzte sich die Mannschaft bis auf 19:11 zehn Minuten vor Schluss ab.

Diesmal brachte den Gästen auch eine Auszeit keinen Erfolg, denn der NSV erhöhte danach gleich auf 21:11. In dieser Phase gefiel besonders die junge Jenny Galonska, die in der Abwehr die Kreise der Apoldaerinnen ganz entscheidend störte und auch im Angriff nicht nur wegen ihrer zwei Tore gute Szenen hatte. Alles in allem aber war das Ergebnis diesmal das Beste am Spiel der Nordhäuserinnen.

Nancy Brodhuhn – Diana Bückert (2), Stephanie Kruse (3), Lina Freudenberg (1), Claudia Dudek (2), Marianne Kiel, Jenny Mohrig (7), Anna Schneider (2), Anna Reinhardt (1), Jenny Struck (1), Jenny Galonska (2), Clara Fiedler (2)
Uwe Tittel

Aktuelle Tabelle der Thüringenliga
1. Motor Gispersleben10282:24313: 7
2. Aufbau Altenburg8106:18012: 4
3. 1. SSV Saalfeld 927203:17710: 4
4. HSV Weimar9215:22110: 8
5. Nordhäuser SV8189:1789: 7
6. HBV Jena 909219:2316:12
7. LSV Ziegelheim5129:1274: 6
8. VfB TM Mühlhausen8168:1974:12
9. HSV Apolda 19908162:2194:12

Autor: red

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