Sparten sollen erhalten bleiben
Freitag, 29. Juni 2001, 18:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser SPD-Kreisvorstand hat sich in die Diskussion um die zukünftige Theaterstruktur in Thüringen eingeschaltet. Die Sozialdemokraten fordern, daß vergleichbare kulturelle Lebensverhältnisse in allen Landesteilen erhalten bleiben.
Sicherlich ist die Bedeutung der Landeshauptstadt Erfurt und die der Kulturstadt Weimar auch durch deren Theater und Bühnen hervorzuheben, doch kann damit nicht eine Kunstoase bei gleichzeitigem Niedergang der restlichen Kulturlandschaft entstehen, so Kreisvorsitzende Dagmar Becker gegenüber der nnz. Das Selbstverständnis dieser Entwicklung zeige sich darin, daß die Städte Weimar und Erfurt vorgeschlagen haben, neben ihren beiden Theatern, nur noch das Theater in Meiningen zu erhalten und den Rest als eigenständige Produktionsstätten zu schließen. Eine Theaterlandschaft innerhalb von 20 Kilometer im Zentrum von Thüringen und eine Enklave im Süden, das wäre dann Thüringer Kulturniveau.
Aber auch der Verlust einzelner Sparten ist der Weg, weg vom Theater und hin zur Spielstätte oder Kulturhaus. Es gebe dann bestimmt eine Reihe von freien und tourneewilligen Theaterproduktionen, welchen dann auch in Nordhausen gastieren könnten. Die Stadt und der Landkreis würden Menschen verlieren, die sich oft auch außerhalb des Theaters für Kunst und Kultur, Stadtpolitik und Jugendarbeit einsetzten und somit auch als Aktive oder Zuschauer die Kulturszene in der Region mit bestimmten. Ohne die Sparte Schauspiel würde es in Nordhausen keinen Theaterjugendklub oder ein Knastprojekt geben. Ganz abgesehen von dem Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft in der Region.
Schon einmal in schwerster Zeit, kurz nach der Zerstörung der Stadt und nach Beendigung des verheerenden Weltkrieges, stand der Erhalt des Theaters in Frage. Doch schon damals haben sich die Bürger für ihr Stadttheater ausgesprochen und die SPD im Landkreis Nordhausen wird nicht zulassen, daß der Freistaat Thüringen jetzt beginnt, dies Stück für Stück zu zerstören, so Dagmar Becker abschließend.
Autor: nnzSicherlich ist die Bedeutung der Landeshauptstadt Erfurt und die der Kulturstadt Weimar auch durch deren Theater und Bühnen hervorzuheben, doch kann damit nicht eine Kunstoase bei gleichzeitigem Niedergang der restlichen Kulturlandschaft entstehen, so Kreisvorsitzende Dagmar Becker gegenüber der nnz. Das Selbstverständnis dieser Entwicklung zeige sich darin, daß die Städte Weimar und Erfurt vorgeschlagen haben, neben ihren beiden Theatern, nur noch das Theater in Meiningen zu erhalten und den Rest als eigenständige Produktionsstätten zu schließen. Eine Theaterlandschaft innerhalb von 20 Kilometer im Zentrum von Thüringen und eine Enklave im Süden, das wäre dann Thüringer Kulturniveau.
Aber auch der Verlust einzelner Sparten ist der Weg, weg vom Theater und hin zur Spielstätte oder Kulturhaus. Es gebe dann bestimmt eine Reihe von freien und tourneewilligen Theaterproduktionen, welchen dann auch in Nordhausen gastieren könnten. Die Stadt und der Landkreis würden Menschen verlieren, die sich oft auch außerhalb des Theaters für Kunst und Kultur, Stadtpolitik und Jugendarbeit einsetzten und somit auch als Aktive oder Zuschauer die Kulturszene in der Region mit bestimmten. Ohne die Sparte Schauspiel würde es in Nordhausen keinen Theaterjugendklub oder ein Knastprojekt geben. Ganz abgesehen von dem Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft in der Region.
Schon einmal in schwerster Zeit, kurz nach der Zerstörung der Stadt und nach Beendigung des verheerenden Weltkrieges, stand der Erhalt des Theaters in Frage. Doch schon damals haben sich die Bürger für ihr Stadttheater ausgesprochen und die SPD im Landkreis Nordhausen wird nicht zulassen, daß der Freistaat Thüringen jetzt beginnt, dies Stück für Stück zu zerstören, so Dagmar Becker abschließend.
