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Traditionelles Weihnachtsessen der Tafel

Kaffee, Gulasch, Schokolade

Mittwoch, 23. Dezember 2015, 13:00 Uhr
Das Weihnachtsessen der Tafel kurz vor dem Fest hat gute Tradition. Auch heute lud man wieder Bedürftige in die Grimmelallee um ihnen kostenlos ein ordentliches Festmahl zu bereiten und über die kommenden Tage mit etwas mehr als nur dem nötigsten zu versorgen. Doch es ist nicht alles wie immer...

Traditionelles Weihnachtsessen der Nordhäuser Tafel (Foto: Angelo Glashagel) Traditionelles Weihnachtsessen der Nordhäuser Tafel (Foto: Angelo Glashagel)

Gulasch mit Kartoffeln und Rotkohl, dazu gemischter Obstsalat mit Sahne - einen Tag vor dem Weihnachtsfest 2015 lud heute wieder die Nordhäuser Tafel Bedürftige zum kostenfreien Festtagsschmaus. Wer drinnen verköstigt wurde, der konnte sich auch über Schokoladentafeln freuen und auch an der Ausgabestelle draußen hielt man Kaffee und Süßigkeiten bereit.

Seit es die Nordhäuser Tafel gibt führt man das Weihnachtsessen durch. 19 Jahre sind das inzwischen und ebenso lange kommt die Unterstützung hierfür von der Nordthüringer Volks- und Raiffeisenbank. Es könne jeder kommen, der sich selbst als bedürftig einschätze, erklärte Tafelleiterin Helga Rathnau, die in den letzten Tagen mit ihren Mitarbeitern rund 80 warme Mahlzeiten und jede Menge Weihnachtstüten vorbereitet hatte.

Winter und Weihnachtszeit sind eigentlich "gute" Monate für die Tafeln, da die Spendenbereitschaft traditionell höher ist, als im Rest des Jahres. Man begrüßt dieser Tage manch langjährigen Partnern, neue Spender und Anonyme Helfer. Dennoch muss sich die Nordhäuser Tafel dieser Tage auch darum Gedanken machen, wie es im kommenden Jahr weitergehen soll. Das Problem ist, wie so oft, das Geld. Bisher konnte man auf die Hilfe der Stadt bauen, angesichts des Haushaltslage Nordhausens ist damit nicht mehr zu rechnen. "Ich erwarte von der Stadt nichts weil die Stadt zur Zeit einfach nicht kann", sagte Helga Rathnau, die selber Stadtratsmitglied ist.

Schon im vergangenen Jahr war die Situation für die Tafel, wie auch für viele andere Vereine und Institutionen angespannt gewesen, im Laufe des Jahres aber hatte man bei der Tafel auch durch einschneidende Sparmaßnahmen das Ruder noch einmal rumreißen können. Dank der Einsparungen habe man ein halbes Jahr gewonnen, erklärte die Tafelleiterin. Und danach? "Es wird weitergehen", versprach Rathnau. Wie, das wird man sehen müssen. Man hofft auf mehr Unterstützung von Seiten der Politik, schließlich bekommen auch die Tafeln die Entwicklungen der vergangenen Monate zu spüren und müssen mit weniger Personal mehr leisten.

Am Engagement der Mitarbeiter und Ehrenamtler wird man nicht scheitern, soviel scheint sicher, allein heute halfen 17 Paar fleißige Hände bei Essensausgabe und Abwasch. Wenn dann der letzte Gast gegangen ist, dann werden auch die Türen der Tafel und der Suppenküche erst einmal geschlossen. Vom 28. bis zum 30. wird die Suppenküche noch einmal öffnen, die Tafel am 29. und am 30. jeweils von 10 bis 13 Uhr.
Angelo Glashagel
Autor: red

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