NACH VIELEN JAHREN EINSATZ FÜR DEN VERBAND:
Es war ein bewegender Abschied
Montag, 21. Dezember 2015, 18:46 Uhr
Im Januar 2001 begann seine Tätigkeit als Sekretär beim Verband der Wirtschaft Nordhausen (VWN). Ein Jahr später lernte der Autor dieses Beitrages Wolfgang Dornemann kennen...
Junker und Dornemann (Foto: NUV)
Würdig wurde Wolfgang Dornemann (rechts) verabschiedet. Neben ihm der langjährige Vorsitzende Hans-Joachim Junker, mit dem er sich immer ausgezeichnet verstand.
Nordhausen. Es hatte sich für ihn gut gefügt. Heinz Grohs setzte sich zur Ruhe. Er empfahl dem Vorstand Dornemann, einen ehemaligen Kollegen, als seinen Nachfolger. Gerade zu dieser Zeit beendete der in Leipzig seine Tätigkeit als Kundendienst-Einsatzleiter eines deutschlandweit agierenden Baumaschinen-Unternehmens.
Einen Neuanfang irgendwo wollte der über 60-jährige Nordhäuser nicht mehr wagen. Er wusste aber auch: Nur die Beschäftigung daheim in Haus, Hof und Garten würde sein Leben allein nicht ausfüllen. Die Ehefrau ermunterte ihn, die neue Aufgabe zu wagen. Grohs erleichterte den Einstieg und führte seinen Nachfolger umsichtig in die neue Tätigkeit ein.
Seinerzeit war der Verband der Wirtschaft in der Öffentlichkeit ein unbeschriebenes Blatt. Das wollte der Vorstand ändern. Er suchte jemanden, der ihn in das Scheinwerferlicht rückt. Die Wahl fiel auf den Autor dieses Artikels.
Fortan waren er und der Sekretär gemeinsam unterwegs. Es war ein lehrreiches Wandern. Von einer Firma zur anderen. Immer im gleichen Schritt und Tritt. Der eine organisierte, der andere schrieb. Zahlreiche Unternehmen erhielten jetzt in der Öffentlichkeit Namen und Gesicht.
Der Leser erhielt Informationen aus dem Wirtschaftsleben der Region. Ferner einen Einblick in die Struktur und Produktion, über die Tätigkeit der Geschäftsführer, deren Sorgen und Nöte. Auch über Bemühungen, Unternehmen wie Belegschaft eine Zukunft zu sichern.
Das Duo stellte über 30 Unternehmen vor. Wohlwollend war die Resonanz über diese Artikelserie, die zudem auch einem breiten Leserkreis einen Einblick in die Arbeit und die Vielschichtigkeit des Verbandes der Wirtschaft vermittelte.
Bevor das Duo in Firmen aufkreuzte, war der Berichterstatter vorab vom Partner über das Betriebsprofil informiert worden, was ihm die Arbeit erleichterte. Über drei Jahre währte die gemeinsamer Mission. Der Artikelschreiber lernte verantwortungsvolle Leute und in Wolfgang Dornemann einen Menschen kennen und schätzen, der seiner Tätigkeit als Sekretär gewissenhaft nachkam.
Für ihn war Ordnung das halbe Leben. Akribisch brachte er Zahlen und Fakten in die Statistik seines Computers: Mitgliederdatei, Namen und Anschriften. Ihm oblagen unter anderem die Vorbereitungen und Einladungen zu den Mitgliederversammlungen und Mitgliedertreffs nebst Protokollführung.
Im Juni 2004 fusionierten der Verband der Wirtschaft mit 44 Mitgliedern und der Industrielle Stammtisch mit 31 Mitgliedern zum Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) mit 75 Mitgliedern. Rasant erstarkte der von Jahr zu Jahr. Zum Jahresende 2015 zählt der Verband 176 Mitglieder mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro.
Nach der Fusionierung –auch dafür war Dornemann organisatorisch mit verantwortlich - verloren sich Sekretär und sein Schreiber aus den Augen, nicht aber aus dem Sinn. Erst dieser Tage begegneten sie sich wieder. Nach seiner 15-jährigen unermüdlichen Tätigkeit im Dienste der Wirtschaft kam für Wolfgang Dornemann der Abschied. Die Laudatio hielt der langjährige Verbandsvorsitzende Hans-Joachim Junker.
Urkunde (Foto: privat)
Von aufgesetzter Freundlichkeit als Pflichtübung keine Spur. Mit herzlichen Worten lobte Junker in der Jahresabschlussveranstaltung vor etwa 100 Mitgliedern und Gästen die Arbeit "seines" Sekretärs. Man habe sich immer gut verstanden. Zum Abschied erhielt der Scheidende einen Reisegutschein und eine Urkunde, die das Kristall-Jubiläum bestätigt. Für Wolfgang Dornemann war es ein würdiger wie bewegender Abschied. Seiner feuchten Augen brauchte er sich nicht zu schämen.
Kurt Frank
Autor: red
Junker und Dornemann (Foto: NUV)
Würdig wurde Wolfgang Dornemann (rechts) verabschiedet. Neben ihm der langjährige Vorsitzende Hans-Joachim Junker, mit dem er sich immer ausgezeichnet verstand.Nordhausen. Es hatte sich für ihn gut gefügt. Heinz Grohs setzte sich zur Ruhe. Er empfahl dem Vorstand Dornemann, einen ehemaligen Kollegen, als seinen Nachfolger. Gerade zu dieser Zeit beendete der in Leipzig seine Tätigkeit als Kundendienst-Einsatzleiter eines deutschlandweit agierenden Baumaschinen-Unternehmens.
Einen Neuanfang irgendwo wollte der über 60-jährige Nordhäuser nicht mehr wagen. Er wusste aber auch: Nur die Beschäftigung daheim in Haus, Hof und Garten würde sein Leben allein nicht ausfüllen. Die Ehefrau ermunterte ihn, die neue Aufgabe zu wagen. Grohs erleichterte den Einstieg und führte seinen Nachfolger umsichtig in die neue Tätigkeit ein.
Seinerzeit war der Verband der Wirtschaft in der Öffentlichkeit ein unbeschriebenes Blatt. Das wollte der Vorstand ändern. Er suchte jemanden, der ihn in das Scheinwerferlicht rückt. Die Wahl fiel auf den Autor dieses Artikels.
Fortan waren er und der Sekretär gemeinsam unterwegs. Es war ein lehrreiches Wandern. Von einer Firma zur anderen. Immer im gleichen Schritt und Tritt. Der eine organisierte, der andere schrieb. Zahlreiche Unternehmen erhielten jetzt in der Öffentlichkeit Namen und Gesicht.
Der Leser erhielt Informationen aus dem Wirtschaftsleben der Region. Ferner einen Einblick in die Struktur und Produktion, über die Tätigkeit der Geschäftsführer, deren Sorgen und Nöte. Auch über Bemühungen, Unternehmen wie Belegschaft eine Zukunft zu sichern.
Das Duo stellte über 30 Unternehmen vor. Wohlwollend war die Resonanz über diese Artikelserie, die zudem auch einem breiten Leserkreis einen Einblick in die Arbeit und die Vielschichtigkeit des Verbandes der Wirtschaft vermittelte.
Bevor das Duo in Firmen aufkreuzte, war der Berichterstatter vorab vom Partner über das Betriebsprofil informiert worden, was ihm die Arbeit erleichterte. Über drei Jahre währte die gemeinsamer Mission. Der Artikelschreiber lernte verantwortungsvolle Leute und in Wolfgang Dornemann einen Menschen kennen und schätzen, der seiner Tätigkeit als Sekretär gewissenhaft nachkam.
Für ihn war Ordnung das halbe Leben. Akribisch brachte er Zahlen und Fakten in die Statistik seines Computers: Mitgliederdatei, Namen und Anschriften. Ihm oblagen unter anderem die Vorbereitungen und Einladungen zu den Mitgliederversammlungen und Mitgliedertreffs nebst Protokollführung.
Im Juni 2004 fusionierten der Verband der Wirtschaft mit 44 Mitgliedern und der Industrielle Stammtisch mit 31 Mitgliedern zum Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) mit 75 Mitgliedern. Rasant erstarkte der von Jahr zu Jahr. Zum Jahresende 2015 zählt der Verband 176 Mitglieder mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro.
Nach der Fusionierung –auch dafür war Dornemann organisatorisch mit verantwortlich - verloren sich Sekretär und sein Schreiber aus den Augen, nicht aber aus dem Sinn. Erst dieser Tage begegneten sie sich wieder. Nach seiner 15-jährigen unermüdlichen Tätigkeit im Dienste der Wirtschaft kam für Wolfgang Dornemann der Abschied. Die Laudatio hielt der langjährige Verbandsvorsitzende Hans-Joachim Junker.
Urkunde (Foto: privat)
Von aufgesetzter Freundlichkeit als Pflichtübung keine Spur. Mit herzlichen Worten lobte Junker in der Jahresabschlussveranstaltung vor etwa 100 Mitgliedern und Gästen die Arbeit "seines" Sekretärs. Man habe sich immer gut verstanden. Zum Abschied erhielt der Scheidende einen Reisegutschein und eine Urkunde, die das Kristall-Jubiläum bestätigt. Für Wolfgang Dornemann war es ein würdiger wie bewegender Abschied. Seiner feuchten Augen brauchte er sich nicht zu schämen.
Kurt Frank
