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Polizei warnt vor unseriösen Spendensammlern

Opfer sollen sich melden

Montag, 14. Dezember 2015, 15:28 Uhr
Gerade in der Vorweihnachtszeit wird für gemeinnützige Zwecke gesammelt und um Spenden gebeten. Leider mischen sich unter die vielen ehrenamtlichen Spendensammler immer wieder Personen, die unlautere Ziele verfolgen...


In den vergangenen Tagen sind erneut Frauen im Stadtgebiet von Nordhausen aufgetreten, die angeblich für taubstumme Kinder sammeln. In der Bahnhofstraße stahl solch eine Sammlerin einem Rentner 500 Euro aus der Geldbörse. Der 76-Jährige hatte das Geld Augenblicke zuvor am Automaten abgehoben.

Ebenso wurden Frauen mit Sammellisten in der Marktpassage angetroffen. In beiden Fällen wurden die Frauen als südeuropäischer Herkunft beschrieben.

Die Polizei kann nur immer wieder vor den Spendensammlern warnen und zur Wachsamkeit mahnen. Das gesammelte Geld kommt keiner Hilfsorganisation zugute sondern wandert in die eigene Tasche der sammelnden Frauen und deren Männer. Um den Anschein der Seriosität zu hinterlassen verwenden die Frauen oft Sammellisten in deren Kopf Logos abgedruckt sind. Häufig werden das Behindertensymbol, ein blaues Quadrat mit weißem Rollstuhl, oder die Europafahne dafür verwendet.

In Nordhausen ist das Betteln auf Straßen und Plätzen verboten. Spendensammlungen müssen angemeldet und genehmigt werden. Deshalb führen die genehmigten Spendensammler auch die Genehmigung während der Sammlung bei sich und werden die auch gern vorweisen.

Personen, die Opfer eines solchen Spendenbetrugs geworden sind und dies noch nicht angezeigt haben oder die Hinweise zu den sammelnden Frauen und von ihnen benutzten Fahrzeugen geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Nordhausen unter der Rufnummer 03631/96-0.
Autor: red

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