Traumzauberbaum übergibt Spenden
Von Kindern für Kinder
Dienstag, 01. Dezember 2015, 12:39 Uhr
Wo und wann Spenden ankommen und wer sie erhält bleibt dem Spendengeber meist verborgen. Auch die Kinder des Kindergartens Traumzauberbaum haben Spenden gesammelt, nur sollten sie auch sehen, wer ihre Geschenke bekommt. Übergabe war heute in der Ellricher Regelschule...
Freude bei Ellrichs neuen Schülern - die KITA Traumzauberbaum übergab heute nützliche Spenden (Foto: Angelo Glashagel)
Die Beschenkten waren die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft in Sülzhayn. Eine ganze Reihe großer Pakete durften sie heute in der Schule entgegennehmen und auch gleich durchstöbern.
Unter kräftiger Mithilfe der Kinder des Traumzauberbaums, dem integrativen Kindergarten der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen, förderten die Kinder Hefte, Stifte, Federmappen, Ordner und manch andere Schulutensilien zu Tage.
Ins Rollen gekommen war die Initiative auf Betreiben des Elternbeirates des Kindergartens, gesammelt wurde in allen Gruppen der Einrichtung. "Einige unserer Elten arbeiten in Wohnheimen mit Flüchtlingen", erklärte Susann Marold, Leiterin des Traumzauberbaums, ihnen sei wichtig gewesen, das ihre eigenen Kinder auch in Kontakt kommen mit den Flüchtlingskindern.
Beim spielen und auspacken waren alle mit dabei (Foto: Angelo Glashagel)
"Die Kinder leben ja nicht abgeschottet von der Welt und hören vieles von größeren Geschwistern, in der Familie oder auch aus den Medien", sagte Marold. Mit dem Treffen wollte man den eigenen Schützlingen zeigen, dass die Kinder aus Syrien und Afghanistan genauso Kinder sind, wie sie selbst auch und so gegenseitige Scheu und Berührungsängste abbauen.
Von denen war denn auch nicht viel zu spüren, bevor es daran ging die Pakete aufzureißen war Zeit, miteinander zu spielen. Dass die Kommunikation dabei nur zum Teil über die Sprache lief, liegt in der Natur der Sache. Funktioniert hat es dennoch, denn einiges haben die neuen Schülerinnen und Schüler ja auch schon gelernt.
Die Regelschule Ellrich ist eine von zwei "Stützpunktschulen" im Landkreis, die sich speziell um den Spracherwerb der Flüchtlingskinder kümmern. Elf Kinder betreut man hier zur Zeit, erzählte Schulleiterin Carola Böck. Acht jüngere Kinder besuchen die Ellricher Grundschule und sind dort in den normalen Unterricht eingebunden. Zur Zeit seien die Zahlen stabil, weil die Unterkunft in Sülzhayn keine Neuzugänge verzeichnet, das wird sich aber wieder ändern und dann wird man auch an den Ellricher Schulen wieder umstrukturieren müssen.
Den kleineren Falle der Spracherwerb noch sehr leicht, berichtet Böck, aber auch die Größeren seien sehr lernwillig, einige seien schon richtig gut. Gelernt wird praktisch, an Alltagssituationen und im Klassenraum verteilt konnte man die Grundbegriffe der deutschen Sprache mitsamt ihrer arabischen und persischen Entsprechung entdecken. Auch das schreiben von links nach rechts falle den Kindern einfacher als man sich das allgemein vorstellt, sagte Andrea Vandall, die sich sowohl in der Regelschule wie auch in der Grundschule um die Sprachbeschulung der Kinder kümmert. Ihre Stelle teilen sich beide Schulen zur Zeit. Eine sei besser als keine, heißt es dazu aus den Schulen, aber natürlich wäre den Pädagogen mehr Lehrpersonale lieber.
Seit Ende Oktober sind die neuen Schüler an der Schule, wirkliche Probleme oder Streitigkeiten gebe es bisher keine, sagte Böck, "die sind genau wie unsere auch". Der Dank der Schule war dem Kindergarten gewiss. Die Materialien sollen sowohl den jetzigen wie auch künftigen Schülern zu Gute kommen, besonders denen, die nichts oder nur sehr wenig haben. Und auch die neuen Schüler bedankten sich herzlich, auf Deutsch.
Angelo Glashagel
Autor: red
Freude bei Ellrichs neuen Schülern - die KITA Traumzauberbaum übergab heute nützliche Spenden (Foto: Angelo Glashagel)
Die Beschenkten waren die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft in Sülzhayn. Eine ganze Reihe großer Pakete durften sie heute in der Schule entgegennehmen und auch gleich durchstöbern.
Unter kräftiger Mithilfe der Kinder des Traumzauberbaums, dem integrativen Kindergarten der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen, förderten die Kinder Hefte, Stifte, Federmappen, Ordner und manch andere Schulutensilien zu Tage.
Ins Rollen gekommen war die Initiative auf Betreiben des Elternbeirates des Kindergartens, gesammelt wurde in allen Gruppen der Einrichtung. "Einige unserer Elten arbeiten in Wohnheimen mit Flüchtlingen", erklärte Susann Marold, Leiterin des Traumzauberbaums, ihnen sei wichtig gewesen, das ihre eigenen Kinder auch in Kontakt kommen mit den Flüchtlingskindern.
Beim spielen und auspacken waren alle mit dabei (Foto: Angelo Glashagel)
"Die Kinder leben ja nicht abgeschottet von der Welt und hören vieles von größeren Geschwistern, in der Familie oder auch aus den Medien", sagte Marold. Mit dem Treffen wollte man den eigenen Schützlingen zeigen, dass die Kinder aus Syrien und Afghanistan genauso Kinder sind, wie sie selbst auch und so gegenseitige Scheu und Berührungsängste abbauen.Von denen war denn auch nicht viel zu spüren, bevor es daran ging die Pakete aufzureißen war Zeit, miteinander zu spielen. Dass die Kommunikation dabei nur zum Teil über die Sprache lief, liegt in der Natur der Sache. Funktioniert hat es dennoch, denn einiges haben die neuen Schülerinnen und Schüler ja auch schon gelernt.
Die Regelschule Ellrich ist eine von zwei "Stützpunktschulen" im Landkreis, die sich speziell um den Spracherwerb der Flüchtlingskinder kümmern. Elf Kinder betreut man hier zur Zeit, erzählte Schulleiterin Carola Böck. Acht jüngere Kinder besuchen die Ellricher Grundschule und sind dort in den normalen Unterricht eingebunden. Zur Zeit seien die Zahlen stabil, weil die Unterkunft in Sülzhayn keine Neuzugänge verzeichnet, das wird sich aber wieder ändern und dann wird man auch an den Ellricher Schulen wieder umstrukturieren müssen.
Den kleineren Falle der Spracherwerb noch sehr leicht, berichtet Böck, aber auch die Größeren seien sehr lernwillig, einige seien schon richtig gut. Gelernt wird praktisch, an Alltagssituationen und im Klassenraum verteilt konnte man die Grundbegriffe der deutschen Sprache mitsamt ihrer arabischen und persischen Entsprechung entdecken. Auch das schreiben von links nach rechts falle den Kindern einfacher als man sich das allgemein vorstellt, sagte Andrea Vandall, die sich sowohl in der Regelschule wie auch in der Grundschule um die Sprachbeschulung der Kinder kümmert. Ihre Stelle teilen sich beide Schulen zur Zeit. Eine sei besser als keine, heißt es dazu aus den Schulen, aber natürlich wäre den Pädagogen mehr Lehrpersonale lieber.
Seit Ende Oktober sind die neuen Schüler an der Schule, wirkliche Probleme oder Streitigkeiten gebe es bisher keine, sagte Böck, "die sind genau wie unsere auch". Der Dank der Schule war dem Kindergarten gewiss. Die Materialien sollen sowohl den jetzigen wie auch künftigen Schülern zu Gute kommen, besonders denen, die nichts oder nur sehr wenig haben. Und auch die neuen Schüler bedankten sich herzlich, auf Deutsch.
Angelo Glashagel

