Auf ein Wagnis eingelassen
Montag, 14. Juni 2004, 23:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Bundeszentrale für politische Bildung ist derzeit auf Thüringen-Tour. Heute machte das Info-Mobil auf dem Nordhäuser Blasii-Kirchplatz Station. Da wurden nicht nur Flyer verteilt, da wurde am Nachmittag auch diskutiert. Im Eine-Welt-Laden...
Die Bundeszentrale und der Verein neue ebenen hatten junge Leute zu einer Diskussion zum Thema Politik – nur eine Sache der Alten? eingeladen. Und es kamen nicht nur die, die am 27. Juni gewählt werden wollen, es waren auch einige junge Leute dabei, die wählen wollen. Und allein dieser Fakt ist schon erstaunlich, bescheinigt die alte Generation der jungen oftmals eine gewisse Null-Bock-Mentalität.
Doch es gibt mit Julian Karwath, Manuel Thume, Marcel Hardrath oder Sebastian Drechsler durchaus auch Youngsters, die sich für Politik interessieren und das Wagnis Wählbarkeit auf sich genommen haben. Alle vier Nachwuchspolitiker beschrieben ihren Weg in die Parteien, der oft nicht leicht und von vielen Widerständen geprägt war. Egal ob Bündnis90/Die Grünen, PDS oder CDU – der interessierte Nachwuchs muß erst einmal mit den Regularien einer Partei zurechtkommen. Manchmal müssen Strukturen aufgebrochen werden, oftmals haben sich Jugendliche wieder zurückgezogen.
Der erste Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), machte klar, dass es bei Wahlen junge Leute immer schwer hätten. Sie seien halt nicht so bekannt, wie die 50 oder 60jährigen. Und schließlich würden alle etablierten Parteien nicht mehr um die Gunst der Jugend werben, gefragt sind als Zielgruppe eben die Älteren. Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft würde das Ihrige dazu tun.
Wichtig allerdings ist der Umstand, das wurde an diesem Nachmittag klar, dass junge Menschen mit neuen Ideen, die mitunter verkrusteten Parteistrukturen aufweichen müssten. Und wichtig sei die Akzeptanz untereinander. Gut ist, dass es auch in Nordhausen Jugendliche geben wird, die den Mut haben, sich auf die Listen ihrer Parteien aufstellen zu lassen. Möge es ihnen der Wähler honorieren. Und vielleicht können Karwath, Thume, Drechsler, Hardrath und Co. erreichen, dass wieder mehr junge Menschen an die Wahlurne gehen. Am 27. Juni haben Sie die Chance Leute zu wählen, die sie kennen und denen sie auch nach der Wahl unangenehme Fragen stellen können.
Morgen übrigens ist die Bundeszentrale für politische Bildung in Sondershausen zu Gast, einen Tag später in Greußen.
Autor: nnzDie Bundeszentrale und der Verein neue ebenen hatten junge Leute zu einer Diskussion zum Thema Politik – nur eine Sache der Alten? eingeladen. Und es kamen nicht nur die, die am 27. Juni gewählt werden wollen, es waren auch einige junge Leute dabei, die wählen wollen. Und allein dieser Fakt ist schon erstaunlich, bescheinigt die alte Generation der jungen oftmals eine gewisse Null-Bock-Mentalität.
Doch es gibt mit Julian Karwath, Manuel Thume, Marcel Hardrath oder Sebastian Drechsler durchaus auch Youngsters, die sich für Politik interessieren und das Wagnis Wählbarkeit auf sich genommen haben. Alle vier Nachwuchspolitiker beschrieben ihren Weg in die Parteien, der oft nicht leicht und von vielen Widerständen geprägt war. Egal ob Bündnis90/Die Grünen, PDS oder CDU – der interessierte Nachwuchs muß erst einmal mit den Regularien einer Partei zurechtkommen. Manchmal müssen Strukturen aufgebrochen werden, oftmals haben sich Jugendliche wieder zurückgezogen.
Der erste Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), machte klar, dass es bei Wahlen junge Leute immer schwer hätten. Sie seien halt nicht so bekannt, wie die 50 oder 60jährigen. Und schließlich würden alle etablierten Parteien nicht mehr um die Gunst der Jugend werben, gefragt sind als Zielgruppe eben die Älteren. Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft würde das Ihrige dazu tun.
Wichtig allerdings ist der Umstand, das wurde an diesem Nachmittag klar, dass junge Menschen mit neuen Ideen, die mitunter verkrusteten Parteistrukturen aufweichen müssten. Und wichtig sei die Akzeptanz untereinander. Gut ist, dass es auch in Nordhausen Jugendliche geben wird, die den Mut haben, sich auf die Listen ihrer Parteien aufstellen zu lassen. Möge es ihnen der Wähler honorieren. Und vielleicht können Karwath, Thume, Drechsler, Hardrath und Co. erreichen, dass wieder mehr junge Menschen an die Wahlurne gehen. Am 27. Juni haben Sie die Chance Leute zu wählen, die sie kennen und denen sie auch nach der Wahl unangenehme Fragen stellen können.
Morgen übrigens ist die Bundeszentrale für politische Bildung in Sondershausen zu Gast, einen Tag später in Greußen.
