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Antwort aus Berlin

Montag, 14. Juni 2004, 16:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Anfang April machten die Herreder mobil, sie protestierten vor der Kirche des Ortes gegen den Sozialabbau der Bundesregierung. Ortsbürgermeisterin Sabine Jacobi schrieb einen Brief an den Bundeskanzler. Jetzt erhielt sie Antwort.


In dem Schreiben forderte Sabine Jacobi soziale Reformen und ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. In der Antwort des Bundeskanzleramtes schrieb Regierungsdirektor Ortwin Schulte, daß die Bundesregierung grundlegend das Ziel der Herreder Unterschriftenaktion teile. Ziel der Politik der Bundesregierung sei es, ein ausreichendes Angebot an Arbeits- und Ausbildungsstellen sowie zukunftsfähige Sozialsysteme bereit zu stellen. Das deutsche Sozialsystem im Vergleich der Industriestaaten biete nach wie vor ein außergewöhnlich hohes Niveau, so der Regierungsdirektor.

So richtig zufrieden ist Sabine Jacobi mit der Antwort aus Berlin nicht, für sie und für viele Herreder sei die Agenda 2010 unsolidarisch und spalte die Gesellschaft. „Für uns hier in Ostdeutschland ist sie kein Rezept“, meint die Ortsbürgermeisterin abschließend.
Autor: nnz

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