Landtagswahl: Reaktionen (3)
Montag, 14. Juni 2004, 15:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat weitere Reaktionen zu den gestrigen Wahlen eingefangen. Und da geht es mit einem Klick vor allem die enttäuschende Wahlbeteiligung.
Als bedauerlich bezeichnete Nordhausens Oberbürgermeisterin, Barbara Rinke (SPD) die geringe Beteiligung an den Landtags- und Europawahlen. In einigen Wahlbezirken in der Stadt Nordhausen habe nur jeder dritte Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben. Besonders schlimm sei, dass vor allem die jungen Leute ihre Stimme nicht abgegeben hätten. "Dabei betreffen die Folgen aller politischen Entscheidungen, die jetzt fallen, in erster Linie die jüngeren Generationen", sagte die Oberbürgermeisterin. Somit sei jede Wahl immer auch die Entscheidung über die Zukunft "Und das sollte die kleine Mühe der Abstimmung wert sein." Zumal bei den Wahlen vom Wochenende ausreichend Bewerber angetreten seien und damit das Auswahlspektrum breit gewesen sei.
"Die Gründe für die Zurückhaltung bei den Wahlen liegen allerdings auch in der zunehmenden Komplexität der Politikgestaltung. Es ist immer schwieriger zu durchschauen, an welcher Stelle diese oder jene Entscheidung gefallen ist - in Erfurt, in Berlin oder in Brüssel? Oder haben alle daran mitgewirkt?" Dementsprechend schwer sei auch die Zuordnung von Verantwortlichkeiten. "Das schreckt ab."
Barbara Rinke wünsche sich, dass die Bereitschaft, Politik mitzugestalten, bei den Wahlen in zwei Wochen zum Stadtrat, Kreistag, den Ortschaftsräten und Ortsbürgermeister größer sein werde: "Hier sind die, die politische Verantwortung tragen - ob in der Bürgervertretung oder der Verwaltung - persönlich bekannt, man begegnet ihnen auf der Straße, kann sie auf die Entscheidungen ansprechen. Hier sind die Folgen politischer Entscheidungen noch konkret nachvollziehbar und erlebbar. Und: Nichts ist den Menschen näher, als ihre Stadt oder ihre Gemeinde. Hier ist das unmittelbare Lebensumfeld, in erster Linie entsteht hier Lebensqualität und -gefühl." Deshalb sei es wichtig und lohnenswert, gerade bei diesen Wahlen vom Mitbestimmungsrecht durch Wahl Gebrauch zu machen. "Dazu rufe ich alle auf", so die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnzAls bedauerlich bezeichnete Nordhausens Oberbürgermeisterin, Barbara Rinke (SPD) die geringe Beteiligung an den Landtags- und Europawahlen. In einigen Wahlbezirken in der Stadt Nordhausen habe nur jeder dritte Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben. Besonders schlimm sei, dass vor allem die jungen Leute ihre Stimme nicht abgegeben hätten. "Dabei betreffen die Folgen aller politischen Entscheidungen, die jetzt fallen, in erster Linie die jüngeren Generationen", sagte die Oberbürgermeisterin. Somit sei jede Wahl immer auch die Entscheidung über die Zukunft "Und das sollte die kleine Mühe der Abstimmung wert sein." Zumal bei den Wahlen vom Wochenende ausreichend Bewerber angetreten seien und damit das Auswahlspektrum breit gewesen sei.
"Die Gründe für die Zurückhaltung bei den Wahlen liegen allerdings auch in der zunehmenden Komplexität der Politikgestaltung. Es ist immer schwieriger zu durchschauen, an welcher Stelle diese oder jene Entscheidung gefallen ist - in Erfurt, in Berlin oder in Brüssel? Oder haben alle daran mitgewirkt?" Dementsprechend schwer sei auch die Zuordnung von Verantwortlichkeiten. "Das schreckt ab."
Barbara Rinke wünsche sich, dass die Bereitschaft, Politik mitzugestalten, bei den Wahlen in zwei Wochen zum Stadtrat, Kreistag, den Ortschaftsräten und Ortsbürgermeister größer sein werde: "Hier sind die, die politische Verantwortung tragen - ob in der Bürgervertretung oder der Verwaltung - persönlich bekannt, man begegnet ihnen auf der Straße, kann sie auf die Entscheidungen ansprechen. Hier sind die Folgen politischer Entscheidungen noch konkret nachvollziehbar und erlebbar. Und: Nichts ist den Menschen näher, als ihre Stadt oder ihre Gemeinde. Hier ist das unmittelbare Lebensumfeld, in erster Linie entsteht hier Lebensqualität und -gefühl." Deshalb sei es wichtig und lohnenswert, gerade bei diesen Wahlen vom Mitbestimmungsrecht durch Wahl Gebrauch zu machen. "Dazu rufe ich alle auf", so die Oberbürgermeisterin.
