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nnz-Rückspiegel: 13. Juni 2003

Sonntag, 13. Juni 2004, 07:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen „von damals“ für Sie noch einmal aufbereitet.
Dekoriert, Deusa, Vertreter und LEP


Die „dekorierte“ OB
Übergeben Das 35. Nordhäuser Rolandsfest ist vor zwei Stunden eröffnet worden. Da gibt es seit 35 Jahren gewisse Rituale. Doch in diesem Jahr war alles ein bisschen anders. Bevor der Roland und sein Gefolge den Rathausschlüssel und damit die Regierungsgewalt für drei Tage übernehmen konnten, hatten die Nordthüringer Handwerker auf der Bühne das Sagen. Da Handwerker für ihren Einfallsreichtum bekannt sind, hatten die sich was ausgedacht: Seit 1945 ist die Amtskette für den Nordhäuser Bürger- oder Oberbürgermeister verschollen. US-Soldaten sollen sie in den Wirren der ersten Nachkriegstage „mitgenommen“ haben. Seit dem fehlt einer Stadt wie Nordhausen dieses Statussymbol. Also setzten sich die Handwerker des Landkreises zusammen und beauftragten eine frischgebackene Goldschmiedemeisterin aus dem Eichsfeld mit diesem Meisterstück...ausführlich im nnz-Archiv


Bilanz und Ausblick
Bilanz und Ausblick In dieser Woche trafen sich die Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen zu ihrer Versammlung. Dabei zog der WBG-Vorstand Bilanz für das Jahr 2002. Es wurde aber auch ein Ausblick gegeben. Und dabei stand der Rückbau von Wohnungen im Mittelpunkt. Am Mittwoch dieser Woche fand die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft eG Nordhausen statt. Der Einladung des Vorstandes waren 57 gewählte Vertreter gefolgt. Bei einer Quote von 92 Prozent zeigt dies das Interesse der Genossenschafter. In seinem Geschäftsbericht informierte der Vorstandsvorsitzende die Vertreter ausführlich über die zu erwartende Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Nordhausen. Für eine Prognose sind sowohl die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Region (Abwanderung) als auch die demographische Entwicklung ausschlaggebend. Den Vertretern wurde aufgezeigt, dass sich die Bevölkerung in Nordhausen bis zum Jahr 2010 weiter verringern wird. Die WBG reagiert auf diesen Trend unter anderem mit Wohnungsrückbau...ausführlich im nnz-Archiv


Mit Vorsicht bearbeiten
Gegen die Deusa International GmbH ist eine anonyme Anzeige wegen Insolvenzverschleppung erstattet worden (nnz berichtete mehrfach). Die wird in der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft bearbeitet. Allerdings mit einer gewissen „gebotenen Vorsicht“. Das sagte heute der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Dirk Germerodt, der nnz. Die Anzeige erscheine den Ermittlern der Mühlhäuser Behörde „nicht ganz rund“. So würden in den Anlagen zur Anzeige wesentliche Teile der Aktiva-Seite der Bilanz fehlen. Auch bei anderen vorgetragenen Fakten sei bislang einiges nicht plausibel. Die Staatsanwälte würden trotzdem mit ihren Ermittlungen fortfahren, doch mit einer gewissen Zurückhaltung, da das Unternehmen nach ihrer Einschätzung derzeit „funktioniere“. „Wir wollen nicht noch zusätzlichen Schaden verursachen“, so Germerodt...ausführlich im nnz-Archiv


Lesen und Meinung schreiben
Nordhausen will unbedingt in den kommenden Jahren ein Oberzentrum in Thüringen werden. Das aber will die Landesregierung nicht. Im Entwurf des Landesentwicklungsplanes sind nur Erfurt, Jena und Gera als Oberzentrum ausgewiesen. Der Planentwurf liegt ab Montag im Rathaus aus. Und Sie können Ihre Meinung schreiben. Die Thüringer Landesregierung hat den Entwurf des Landesentwicklungsplanes 2003 zur Anhörung und öffentlichen Auslegung am 13. Mai freigegeben. Die Auslegung erfolgt ab dem 16. Juni nicht nur bei den obersten und der oberen Landesplanungsbehörde, sondern auch in der Stadt Nordhausen als Mitglied der Regionalen Planungsgemeinschaft, in der Stadtverwaltung, Markt 1, Raum 22, während der Öffnungszeiten vom 16. Juni bis einschließlich 8. August 2003...ausführlich im nnz-Archiv


Jendricke: Keine Streichung
Mit Verwunderung reagierte heute die Kreisverwaltung auf die Behauptung der CDU, man habe im Haushalt 2003 die Entschädigungen für die ehrenamtliche Tätigkeit im Brandschutzbereich gestrichen. „Da ist überhaupt nichts dran – es stehen wie in den Vorjahren 16.500 Euro zur Verfügung“, erklärte der 1. Beigeordnete, Matthias Jendricke (SPD). Der Betrag ist im Haushaltsplan ausgewiesen und wurde auch im Rahmen der Haushaltsaufstellungen nicht angegriffen. Im Vorfeld hatte Maik Schröter als Kreistagsmitglied der CDU die Streichbehauptung in der nnz aufgestellt und damit in den Reihen der freiwilligen Feuerwehren eine erhebliche Unruhe ausgelöst. „Die Haushaltsprobleme sind schon schwierig genug, da muss man nicht noch mit Unwahrheiten Politik machen“, erklärte Jendricke dazu. Das der Landkreis mit der Unterstützung der Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutzbereich auch in der Vergangenheit nicht kleinlich war, zeigt die stolze Ausgabensummen von knapp neun Millionen Euro in den letzten 10 Jahren allein dafür. In diesen Ausgaben sind allerdings auch Zuschüsse für Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrgerätehäuser mit eingeschlossen.


Dringend gesucht: Ausbildungsplätze
In Nordthüringen suchen noch über 2.400 Schulabgänger einen Ausbildungsplatz. Die Versorgung dieser Jugendlichen mit einer Lehrstelle ist eine erstrangige Aufgabe, die sich alle Partner des Ausbildungsmarktes gesetzt haben. Doch sie umzusetzen, das ist nicht so einfach. Gemeinsam mit den Geschäftsführern der Nordthüringer Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer haben die verantwortlichen Führungskräfte des Arbeitsamtes über weitere Aktivitäten beraten. Die Gesprächspartner appellieren an die Ausbildungsbereitschaft der hiesigen Unternehmen, den Schulabgängern eine Chance für eine Ausbildung und damit einen guten Einstieg in das Berufsleben zu geben. Am 24. Juni 2003 führen wieder alle Berufsberater, Arbeitsvermittler und Führungskräfte des Arbeitsamtes einen "Tag des Ausbildungsplatzes" durch. An diesem Tag werden von den Beteiligten Ausbildungsbetriebe aufgesucht, die bisher noch keinen oder weniger Lehrstellen als in den Vorjahren bereit gestellt haben...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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