Neues vom NSV-Handball-Nachwuchs
Licht und Schatten bei Turnier in Schlotheim
Dienstag, 24. November 2015, 07:50 Uhr
Für die B-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV sollte dieser 21. November zu einem Tag werden, der Licht und Schatten vereinte. Die Mannschaft reiste am Samstag nach Schlotheim, um ihre ersten drei Partien gegen den SV Hermsdorf, den Schlotheimer SV und den SV Behringen/Sonneborn in der Thüringenliga zu absolvieren...
Das Turnier endete für die Nordhäuserinnen mit zwei Siegen und einer Niederlage sowie dem zweiten Tabellenplatz.
An der Seitenlinie gab es eine Premiere: Trainerin Jana Weinbrecht fehlte berufsbedingt, so dass Anna Melina Gröne ihre Aufgaben übernahm. Der 17-Jährigen stand zudem Olaf Krieß als Co-Trainer beratend zur Seite. Außerdem erhielt die B-Jugend durch die beiden A-Jugendlichen Clara Fiedler und Jenny Galonska noch zusätzliche Unterstützung.
Ich bin froh um die Verstärkung, denn 13 ist schon eine andere Zahl wie elf. Beide bringen auch noch mal neuen Schwung mit, zeigte sich Weinbrecht erfreut über das Engagement. Schließlich ahnte die Trainerin bereits im Vorfeld, dass der Mannschaft ein anstrengendes Turnier bevorsteht. Die Spielzeit betrug jeweils 2x15 Minuten.
SV Hermsdorf – Nordhäuser SV 8:13 (5:6)
Die erste Aufgabe lösten die Nordhäuserinnen recht ordentlich. Sie gewannen die Partie gegen den SV Hermsdorf mit 13:8 (6:5). Herausragend im NSV-Gehäuse Emelie Heise, die elf Bälle parierte und ihr Team immer wieder im Spiel hielt. Ihr gehörte auch die erste Aktion, die unheimlich viel Selbstvertrauen für die kommende Spielzeit geben sollte. Den Torreigen eröffnete indes Ella Krieß, die mit insgesamt 13 Treffern beste NSV-Werferin im Turnier war. Gefolgt von Larissa Förster, die zehn Treffer markierte.
Besonders gut gefiel die Abwehrarbeit. Die Mädchen gaben sich lautstark Anweisungen, verschoben gut und bewegten sich viel. Dass sich dennoch ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, lag vordergründig daran, dass der NSV ungewohnte Schwächen im Angriff zeigte. Konzentrierter, mahnte Sophie Schröder nachdem erneut ungenau abgeschlossen wurde. Hermsdorf blieb dran und ging beim Stand von 5:4 erstmals in Führung. Es sollte die einzige bleiben, denn Clara Fiedler drehte die Partie vor der Pause mit zwei Toren zum 5:6.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Abwehr stark, Angriff weniger. Da klatschte der Ball des Öfteren an den Torpfosten, so dass es die Mannschaft mehrfach verpasste, sich noch deutlicher abzusetzen. Durch die gute Abwehrarbeit mit einer glänzend aufgelegten Emelie Heise ließ der NSV nur noch zwei Gegentreffer zu. Im Angriff blieb der NSV indes einiges schuldig. Dennoch baute er seinen kleinen Halbzeitvorsprung zum Ende zum 8:13 aus.
Nordhäuser SV – Schlotheimer SV 10:19 (3:8)
Der erste Turniersieg brachte nicht die nötige Sicherheit. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Auch im Sport. Im Vorfeld machten immer wieder zwei Wörter vom Angstgegner Schlotheim die Runde. Hinzu kam, dass sich ein Teil der Mädchen aus beiden Mannschaften durch ihre Einsätze in der Landesauswahl Thüringen sehr gut kennen. Man kennt die Laufwege der anderen, man weiß um die spielstarken Spielerinnen und kennt auch das Wurfbild.
Eigentlich ein Vorteil, möchte man meinen. Doch das Gegenteil war der Fall. Der NSV erwischte keinen guten Start, begann mit einigen Fehlwürfen. Es mangelte einfach an der Genauigkeit im Torabschluss, um die nötige Sicherheit zu erlangen. Es sollte bis zur achten Minute dauern, bis Sophie Schröder ihr Team mit dem ersten Treffer erlöste. Im Gegenzug zeigte sich Schlotheim im Angriff effektiver und verbuchte sechs Treffer auf der Habenseite. Der Gastgeber präsentierte sich eingespielter, ließ den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen und wirkte viel dynamischer. Im Vergleich dazu kam der NSV im Positionsangriff viel zu viel über Einzelaktionen, die phasenweise zwar von Erfolg gekrönt, aber oftmals zu eigensinnig, waren. Es fehlte einfach auch die Kreativität, um Schlotheim in Bedrängnis zu bringen.
Der NSV lief ab der ersten Minute aufgrund seiner Ungenauigkeiten im Torabschluss einem Rückstand hinterher. Das Manko war auch im zweiten Abschnitt offensichtlich, so dass die 10:19-Niederlage unabdingbar war. Zu allem Überfluss sah Clara Fiedler in der zweiten Hälfte noch die Rote Karte, die etwas überzogen war. Mit ihrem Ellenbogen traf sie unabsichtlich eine Gegenspielerin im Gesicht. Zugleich sorgte die Niederlage auch dafür, dass für das Team eine mehrjährige Erfolgsserie auf regionaler Ebene (Thüringen) zu Ende ging. Der Gegner hieß damals wie heute Schlotheimer SV.
SV Behringen/Sonneborn – Nordhäuser SV 10:18 (5:7)
Abschließend traf der NSV auf den SV Behringen/Sonneborn, der einsatzgeschwächt antrat. Eigentlich eine lösbare Aufgabe für die NSV-Sieben. Eigentlich, wenn da nicht fünf verworfene Siebenmeter sowie weitere gute Möglichkeiten im Angriff vergeben wurden. So machte der NSV die Partie unnötig spannend und sorgte nicht unbedingt für eine Glanzleistung auf dem Parkett. Zwar fand Emelie Heise im Gehäuse zu alter Stärke zurück, aber im Gegenzug blieben zu viele Chancen ungenutzt. Somit verlief die Partie bis zur Halbzeit recht ausgeglichen. Beim Stand von 5:7, der NSV führte, wurden die Seiten gewechselt.
Auch die gute Abwehrleistung aus der Anfangsbegegnung, wohl den nachlassenden Kräften und der Konzentration geschuldet, erhielt einen Dämpfer. Es blieb dort nämlich recht ruhig. Dafür lief es nun wieder etwas besser im anderen Element. Clara Fiedler lief im Angriff zur Höchstform auf und markierte fünf Treffer. Etwas verwundert rieb man sich die Augen, als das Team in der Schlussphase einmal in doppelter Unterzahl und anschließend noch mal in Unterzahl zwei Treffer zum 17:10 (Nelly Frank) und zum 18:10-Sieg (Clara Fiedler) markierte.
Das erste Turnier in der Thüringenliga verlief für den NSV wie ein Wechselbad der Gefühle. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Team nicht, denn bereits am kommenden Sonntag (14 Uhr) geht es in der Landesliga weiter. Der Gastgeber heißt dann erneut Schlotheimer SV. Die Nordhäuserinnen sinnen auf Revanche. Vielleicht hilft ihnen folgendes Zitat ein Stück weiter: Wenn man aus einer Niederlage etwas lernt, hat man nicht wirklich verloren. Wenn die Mannschaft daraus die richtigen Schlüsse für sich zieht, dann wird der 29. November vielleicht wieder ein Tag voller Licht.
Nordhäuser SV: Emelie Heise – Melissa Titze (1), Nelly Frank (1), Larissa Förster (10), Sophie Schröder (4), Laura Krüger (1), Clara Fiedler (7), Jenny Galonska (2), Vanessa Böttcher, Nele Steinhäuser, Emma Langner (1), Ella Krieß (13), Sonja Zeaiter (1)
Sandra Arm
Autor: redDas Turnier endete für die Nordhäuserinnen mit zwei Siegen und einer Niederlage sowie dem zweiten Tabellenplatz.
An der Seitenlinie gab es eine Premiere: Trainerin Jana Weinbrecht fehlte berufsbedingt, so dass Anna Melina Gröne ihre Aufgaben übernahm. Der 17-Jährigen stand zudem Olaf Krieß als Co-Trainer beratend zur Seite. Außerdem erhielt die B-Jugend durch die beiden A-Jugendlichen Clara Fiedler und Jenny Galonska noch zusätzliche Unterstützung.
Ich bin froh um die Verstärkung, denn 13 ist schon eine andere Zahl wie elf. Beide bringen auch noch mal neuen Schwung mit, zeigte sich Weinbrecht erfreut über das Engagement. Schließlich ahnte die Trainerin bereits im Vorfeld, dass der Mannschaft ein anstrengendes Turnier bevorsteht. Die Spielzeit betrug jeweils 2x15 Minuten.
SV Hermsdorf – Nordhäuser SV 8:13 (5:6)
Die erste Aufgabe lösten die Nordhäuserinnen recht ordentlich. Sie gewannen die Partie gegen den SV Hermsdorf mit 13:8 (6:5). Herausragend im NSV-Gehäuse Emelie Heise, die elf Bälle parierte und ihr Team immer wieder im Spiel hielt. Ihr gehörte auch die erste Aktion, die unheimlich viel Selbstvertrauen für die kommende Spielzeit geben sollte. Den Torreigen eröffnete indes Ella Krieß, die mit insgesamt 13 Treffern beste NSV-Werferin im Turnier war. Gefolgt von Larissa Förster, die zehn Treffer markierte.
Besonders gut gefiel die Abwehrarbeit. Die Mädchen gaben sich lautstark Anweisungen, verschoben gut und bewegten sich viel. Dass sich dennoch ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, lag vordergründig daran, dass der NSV ungewohnte Schwächen im Angriff zeigte. Konzentrierter, mahnte Sophie Schröder nachdem erneut ungenau abgeschlossen wurde. Hermsdorf blieb dran und ging beim Stand von 5:4 erstmals in Führung. Es sollte die einzige bleiben, denn Clara Fiedler drehte die Partie vor der Pause mit zwei Toren zum 5:6.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Abwehr stark, Angriff weniger. Da klatschte der Ball des Öfteren an den Torpfosten, so dass es die Mannschaft mehrfach verpasste, sich noch deutlicher abzusetzen. Durch die gute Abwehrarbeit mit einer glänzend aufgelegten Emelie Heise ließ der NSV nur noch zwei Gegentreffer zu. Im Angriff blieb der NSV indes einiges schuldig. Dennoch baute er seinen kleinen Halbzeitvorsprung zum Ende zum 8:13 aus.
Nordhäuser SV – Schlotheimer SV 10:19 (3:8)
Der erste Turniersieg brachte nicht die nötige Sicherheit. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Auch im Sport. Im Vorfeld machten immer wieder zwei Wörter vom Angstgegner Schlotheim die Runde. Hinzu kam, dass sich ein Teil der Mädchen aus beiden Mannschaften durch ihre Einsätze in der Landesauswahl Thüringen sehr gut kennen. Man kennt die Laufwege der anderen, man weiß um die spielstarken Spielerinnen und kennt auch das Wurfbild.
Eigentlich ein Vorteil, möchte man meinen. Doch das Gegenteil war der Fall. Der NSV erwischte keinen guten Start, begann mit einigen Fehlwürfen. Es mangelte einfach an der Genauigkeit im Torabschluss, um die nötige Sicherheit zu erlangen. Es sollte bis zur achten Minute dauern, bis Sophie Schröder ihr Team mit dem ersten Treffer erlöste. Im Gegenzug zeigte sich Schlotheim im Angriff effektiver und verbuchte sechs Treffer auf der Habenseite. Der Gastgeber präsentierte sich eingespielter, ließ den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen und wirkte viel dynamischer. Im Vergleich dazu kam der NSV im Positionsangriff viel zu viel über Einzelaktionen, die phasenweise zwar von Erfolg gekrönt, aber oftmals zu eigensinnig, waren. Es fehlte einfach auch die Kreativität, um Schlotheim in Bedrängnis zu bringen.
Der NSV lief ab der ersten Minute aufgrund seiner Ungenauigkeiten im Torabschluss einem Rückstand hinterher. Das Manko war auch im zweiten Abschnitt offensichtlich, so dass die 10:19-Niederlage unabdingbar war. Zu allem Überfluss sah Clara Fiedler in der zweiten Hälfte noch die Rote Karte, die etwas überzogen war. Mit ihrem Ellenbogen traf sie unabsichtlich eine Gegenspielerin im Gesicht. Zugleich sorgte die Niederlage auch dafür, dass für das Team eine mehrjährige Erfolgsserie auf regionaler Ebene (Thüringen) zu Ende ging. Der Gegner hieß damals wie heute Schlotheimer SV.
SV Behringen/Sonneborn – Nordhäuser SV 10:18 (5:7)
Abschließend traf der NSV auf den SV Behringen/Sonneborn, der einsatzgeschwächt antrat. Eigentlich eine lösbare Aufgabe für die NSV-Sieben. Eigentlich, wenn da nicht fünf verworfene Siebenmeter sowie weitere gute Möglichkeiten im Angriff vergeben wurden. So machte der NSV die Partie unnötig spannend und sorgte nicht unbedingt für eine Glanzleistung auf dem Parkett. Zwar fand Emelie Heise im Gehäuse zu alter Stärke zurück, aber im Gegenzug blieben zu viele Chancen ungenutzt. Somit verlief die Partie bis zur Halbzeit recht ausgeglichen. Beim Stand von 5:7, der NSV führte, wurden die Seiten gewechselt.
Auch die gute Abwehrleistung aus der Anfangsbegegnung, wohl den nachlassenden Kräften und der Konzentration geschuldet, erhielt einen Dämpfer. Es blieb dort nämlich recht ruhig. Dafür lief es nun wieder etwas besser im anderen Element. Clara Fiedler lief im Angriff zur Höchstform auf und markierte fünf Treffer. Etwas verwundert rieb man sich die Augen, als das Team in der Schlussphase einmal in doppelter Unterzahl und anschließend noch mal in Unterzahl zwei Treffer zum 17:10 (Nelly Frank) und zum 18:10-Sieg (Clara Fiedler) markierte.
Das erste Turnier in der Thüringenliga verlief für den NSV wie ein Wechselbad der Gefühle. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Team nicht, denn bereits am kommenden Sonntag (14 Uhr) geht es in der Landesliga weiter. Der Gastgeber heißt dann erneut Schlotheimer SV. Die Nordhäuserinnen sinnen auf Revanche. Vielleicht hilft ihnen folgendes Zitat ein Stück weiter: Wenn man aus einer Niederlage etwas lernt, hat man nicht wirklich verloren. Wenn die Mannschaft daraus die richtigen Schlüsse für sich zieht, dann wird der 29. November vielleicht wieder ein Tag voller Licht.
Nordhäuser SV: Emelie Heise – Melissa Titze (1), Nelly Frank (1), Larissa Förster (10), Sophie Schröder (4), Laura Krüger (1), Clara Fiedler (7), Jenny Galonska (2), Vanessa Böttcher, Nele Steinhäuser, Emma Langner (1), Ella Krieß (13), Sonja Zeaiter (1)
Sandra Arm

















