Aufstieg für Ilfelder Sebastian Schardt
Mittwoch, 27. Juni 2001, 07:12 Uhr
Ilfeld/Göttingen (nnz). Nach langer Durststrecke im Nordhäuser Radrennsport erreichte Sebastian Schardt aus Ilfeld mit einer weiteren Podiumsplatzierung am letzten Sonntag den Aufstieg in die zweithöchste nationale Kategorie der Männerklasse. Für ihn stand der Renntag Rund um den Lutheranger in Göttingen auf Programm. nnz-Mitarbeiter Tino Reiße stand am Rundkurs.
Als Rennstrecke diente ein 1,1 km langer Rundkurs. Jedes der sechs Rennen bot den Zuschauern ein Spektakel. Erst war das Peloton nur schemenhaft zu erkennen. Dann näherte es sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit der Ziellinie. Ketten sirrten. Speichen funkelten in der Sonne. Die Fahrer, konzentriert tief über ihren Lenker gebeugt, rauschten über den Asphalt. Und schon war der Spuk vorbei, um sich nur wenig später erneut zu wiederholen. Der Grund für das ständige Attackieren im Feld war die Organisationsform. Das Rennen lief als Kriterium ab. Dabei gab es alle fünf Runden Punkte für das Führungsquartett. Zwischendurch lobten Sponsoren Sprintprämien aus. Der allerletzte Zielsprint gewann schließlich durch doppelte Wertung besondere Bedeutung. Dieser Kriteriumsmodus ist für das Publikum sehr attraktiv.
Höhepunkt war das Amateurrennen der Männerklassen B und C über 77 km mit rund 90 Teilnehmern, das ganz im Zeichen des ausrichtenden Vereins Tuspo Weende Göttingen stand. Für diese Mannschaft tritt auch der Ilfelder Sebastian Schardt seit dieser Saison in die Pedale. Und wie sich im Rennverlauf herausstellte, trug er auch einen maßgeblichen Anteil zur dominierenden Vorstellung seines Teams bei. Auch für die Fahrer ist das Kriterium reizvoll, da es viel taktisches Geschick und gute Rennübersicht erfordert. Schardt hob den Stellenwert der Taktik gegenüber nnz deutlich hervor: "Das Rennen wird nicht nur in den Beinen, sondern auch mit dem Kopf entschieden." Dementsprechend agierte das Team vom Tuspo Weende am intelligentesten. Die komplette Mannschaft arbeitete für die spurtstarken Frieder Uflacker und Sebastian Schardt. Martin Liermann zog vor dem Ziel immer wieder an und sorgte für das nötige Tempo. Aus seinem Windschatten schnellten bei fast jeder Wertung Uflacker und Schardt hervor und düpierten die Konkurrenz. Die anderen Mannschaftskollegen leisteten ihr übriges, indem sie Löcher nach Ausreißversuchen wieder zufuhren. Am Ende hatten Uflacker (37 Punkte) und Schardt (25 Punkte) die Konkurrenz (3. Rang: 15 Zähler) förmlich deklassiert. Schardt sah den Grundstein für seinen Erfolg eindeutig in einer hervorragenden Mannschaftsarbeit.
Der 2. Platz vom Sonntag war für den Ilfelder der letzte Schritt zum Aufstieg in die zweithöchste nationale Amateurklasse (Elite B) auf. Dies gelang ihm durch das Erreichen von 5 Top-Ten-Platzierungen, darunter 3 Podiumsplätze, in nationalen Rennen während der laufenden Saison. Ein weiteres Saisonhighlight für Schardt bildete die Teilnahme am thüringischen Radklassiker Rund um die Hainleite mit Teilnehmern aus 15 Nationen, u.a. den Profis von Team Telekom und Team Saeco, bei dem auch Weltranglistenpunkte vergeben wurden. Für den weiteren Saisonverlauf wird der Aufstieg in die höchste nationale Amateurklasse (Elite A) angestrebt. Schardt äußerte sich nach dem Rennen trotz der Schwere seines Vorhabens optimistisch darüber.
Autor: nnz
Als Rennstrecke diente ein 1,1 km langer Rundkurs. Jedes der sechs Rennen bot den Zuschauern ein Spektakel. Erst war das Peloton nur schemenhaft zu erkennen. Dann näherte es sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit der Ziellinie. Ketten sirrten. Speichen funkelten in der Sonne. Die Fahrer, konzentriert tief über ihren Lenker gebeugt, rauschten über den Asphalt. Und schon war der Spuk vorbei, um sich nur wenig später erneut zu wiederholen. Der Grund für das ständige Attackieren im Feld war die Organisationsform. Das Rennen lief als Kriterium ab. Dabei gab es alle fünf Runden Punkte für das Führungsquartett. Zwischendurch lobten Sponsoren Sprintprämien aus. Der allerletzte Zielsprint gewann schließlich durch doppelte Wertung besondere Bedeutung. Dieser Kriteriumsmodus ist für das Publikum sehr attraktiv.Höhepunkt war das Amateurrennen der Männerklassen B und C über 77 km mit rund 90 Teilnehmern, das ganz im Zeichen des ausrichtenden Vereins Tuspo Weende Göttingen stand. Für diese Mannschaft tritt auch der Ilfelder Sebastian Schardt seit dieser Saison in die Pedale. Und wie sich im Rennverlauf herausstellte, trug er auch einen maßgeblichen Anteil zur dominierenden Vorstellung seines Teams bei. Auch für die Fahrer ist das Kriterium reizvoll, da es viel taktisches Geschick und gute Rennübersicht erfordert. Schardt hob den Stellenwert der Taktik gegenüber nnz deutlich hervor: "Das Rennen wird nicht nur in den Beinen, sondern auch mit dem Kopf entschieden." Dementsprechend agierte das Team vom Tuspo Weende am intelligentesten. Die komplette Mannschaft arbeitete für die spurtstarken Frieder Uflacker und Sebastian Schardt. Martin Liermann zog vor dem Ziel immer wieder an und sorgte für das nötige Tempo. Aus seinem Windschatten schnellten bei fast jeder Wertung Uflacker und Schardt hervor und düpierten die Konkurrenz. Die anderen Mannschaftskollegen leisteten ihr übriges, indem sie Löcher nach Ausreißversuchen wieder zufuhren. Am Ende hatten Uflacker (37 Punkte) und Schardt (25 Punkte) die Konkurrenz (3. Rang: 15 Zähler) förmlich deklassiert. Schardt sah den Grundstein für seinen Erfolg eindeutig in einer hervorragenden Mannschaftsarbeit.
Der 2. Platz vom Sonntag war für den Ilfelder der letzte Schritt zum Aufstieg in die zweithöchste nationale Amateurklasse (Elite B) auf. Dies gelang ihm durch das Erreichen von 5 Top-Ten-Platzierungen, darunter 3 Podiumsplätze, in nationalen Rennen während der laufenden Saison. Ein weiteres Saisonhighlight für Schardt bildete die Teilnahme am thüringischen Radklassiker Rund um die Hainleite mit Teilnehmern aus 15 Nationen, u.a. den Profis von Team Telekom und Team Saeco, bei dem auch Weltranglistenpunkte vergeben wurden. Für den weiteren Saisonverlauf wird der Aufstieg in die höchste nationale Amateurklasse (Elite A) angestrebt. Schardt äußerte sich nach dem Rennen trotz der Schwere seines Vorhabens optimistisch darüber.
