nnz-Betrachtung
Der Dialog des Beobachters (2)
Donnerstag, 19. November 2015, 12:15 Uhr
Die Welt und der Pfad auf dem sie sich bewegt sind zum verzweifeln. Geht die Welt wie wir sie kennen den Weg aller Dinge? Oder gibt es Hoffnung, dass die Menschheit einmal ein Einsehen hat und sich doch noch alles zum Guten wendet? Ein etwas anderes Streitgespräch gibt es dazu in der nnz...
Klein war er geworden, aber noch nicht stumm. Als die Flammen am Ufer gegenüber immer neue Länder verschlangen, da brach ein Damm und es kamen viele, viele Menschen. Kamen mit Sack und Pack und Hoffnung übers Meer und durchquerten Zuflucht suchend halbe Kontinente. Der Idealist sprach, wie viele andere auch, lasst uns helfen! Die Menschlichkeit gebietet es! Wir können das schaffen, wenn wir nur an einem Strang ziehen!. Gemeinsam ist es möglich.
Der Pessimist, größer geworden mit den Jahren, sprach: An einem Strang? Wo denkst du hin? Der Mensch fürchtet alles Fremde, lehnt es ab. Der will sein Heim, seinen Garten, seine Ruhe haben. Einigkeit? Die wird’s nicht geben, dafür wird man schon sorge tragen. Und deswegen ist "es" auch nicht zu schaffen."
Der Idealist blieb unbeirrt, sah die Kraft, Anstrengung und Hilfsbereitschaft. Da ist Hoffnung, sprach er zu dem alten Widersacher, selber neue Kraft verspürend, der Mensch ist reif geworden mit den Jahren, hat die Grenzen abgebaut, auch die mentalen. Schwer wird es werden, keine Frage und Widerstand ist unausweichlich. Doch wäre es nicht wunderbar, wenn die Einigkeit, die du bestreitest, hier ihre Wurzeln schlägt? Die Lösung für den Dauerbrand, sie liegt bei uns, in uns, in dem was wir schon geschaffen haben. Die hohle Phrase von der Freiheit, von der Gleichheit, sie hat Substanz, wenn wir sie ihr nur geben wollen." Er schlug das Buch auf, zeigte hier und da, dort "es hat doch schon in der Vergangenheit geklappt. Das Licht im Osten war es, das uns aus der Dunkelheit geholt hat, vor so langer Zeit. Wir waren mit dem Schwert gekommen", sprach der Idealist beschwingter nun, "und gingen mit Büchern voller Wissen und Köpfen voller Ideen, die Grundsteine legend für die eigene Neue Zeit."
Frischen Mut schöpfend sprach er weiter: "Warum sollt es heute nicht genau so nur in umgekehrter Richtung funktionieren? Unsere Ideale, die Ideen nach denen wir leben, sie sind gut solange wir auch nach ihnen handeln. Tun wir das und teilen diese unsere Prinzipien, dann wird man in ein paar hundert Jahren vielleicht sagen, "siehst du dort, in diesen Jahren, da lag der Ursprung, der Keim für eine bessere Welt. Der Geist des alten Kontinents und seiner Menschen blieb auch an denen haften, die gekommen waren und ging mit denen, die zurückkehrten um aus den Trümmern neue Häuser zu errichten."
Der Pessimist aber er winkte ab, reine Träumerei sei das, nichts weiter. Die größte Katastrophe wär's, würd der Michel und seine Zeitgenossen eines Tages wirklich mal erkennen, das sie mehr gemein sind mit dem Straßenkehrer aus Athen, dem Lehrer aus Damaskus oder der Bäckerin aus Barcelona, als mit den hohen Herren in den Glaspalästen dieser Welt." sprach der Pessimist. "Doch das es nicht passiert, dafür sorgen wir schon selbst. Wart es nur ab, es wird nicht lange dauern bis die Zweifler, Mahner, Meinungsführer kommen und ihre Sorge um Nation, Volk und Kultur zum Ausdruck bringen", sagte der Pessimist, "mancher wird es ehrlich meinen, anderer nur die Chance sehen, endlich aufzusteigen. Der Mensch, der sich von Natur aus um sich selber sorgt, wird zuhören, applaudieren, mancher wohl auch schreien, ein großes Schauspiel wird es sein. Doch am Ende geht es allen nur um einen Fetzen Macht. Ändern wird sich nichts, oder wenigstens nicht viel, denn an den Grundfesten da wird nicht gerüttelt werden" sprach der Pessimist.
Und dann kam wieder so ein Tag, ein Tag voll Trauer, Schock und Not. Ein Tag, der andernorts beinah schon Alltag war, ließ die Menschen vieler Länder erschaudern und angstvoll in die Zukunft blicken. Der Idealist schwieg, stumm auf die Antwort des nun riesenhaften Pessimisten wartend. Der aber sagte nur: "Du weißt was jetzt kommt. Du kennst das Spiel, kennst seinen Verlauf, hast es schon oft genug verfolgt."
Der Zweifel bemächtigte sich des Idealisten wie ein böser Traum und er wünschte man könne endlich aufwachen. Ihn umarmend, fast erdrückend sprach der Pessimist: "Es gibt kein Ende. Weil wir nur Schafe sind. Unsere Überzeugungen und Ideale, Glaube, Ideologie - all das spielt für die Schäfer keine Rolle. Die Hirten, die da im Hintergrund die Fäden ziehen, die Flüsse voll bedruckter Scheine lenken, leiten und verschieben, sind heute schon ihr eignes Volk. Wahrhaft vielfältig. Wahrhaft globalisiert. Es zählt nicht woran man glaubt, wie man spricht oder an welchem Flecken man geboren wurde. Selbst das Geld ist sekundär, weil im Überfluss vorhanden. Wichtig ist nur das große Spiel und wieviel Einfluss ein jeder darauf hat. Der Rest, die Masse aber, die soll's nur nicht merken, darf die Regeln nicht erraten und so spielt man geschickt und virtuos in einem fort die Klaviatur des Auseinandertreibens, divide et impera – teile und herrsche.
Die Botschaft kommt vielfach verpackt doch immer klar und immer einfach: Fürchtet euch! Fürchtet euch vor Verlust, vor Abstieg, vor dem Fremden, dem Anderen, dem Feind und Gegner, der dir böses will! Ein ums andere mal: Fürchte dich! Fürchte dich vor der Veränderung! Denn verändern wollen wir nichts, alles soll so bleiben wie es ist. Und hat sich doch einmal was eingeschlichen, dann muss es wieder so werden wie es einst war, in der guten alten Zeit. Sieh da hin, zu dem Russen, dem Chinesen, dem Araber, dem Arbeitslosen, dem Alten, dem Roten, dem Grünen, dem Schwarzen, dem Amerikaner, dem Ungläubigen, dem Kreuzfahrer,...,..., er ist an allem Schuld. An Leid und Tod und Armut, an allem was schlecht ist und verkehrt läuft. Geht auf die Straße, schreit und streitet miteinander, bringt euch gegenseitig um, schlachtet Männer, Frauen, Kinder - tut was ihr für richtig und für angemessen haltet, nur seht ja nicht zu uns! Dort drüben steht der Feind." sprach der Pessimist in schneller Rede, "und weil der Mensch kaum mehr als Tier ist, wird er reagieren wie gewünscht und erst zum Wort und nach dem Wort zur Waffe greifen. Und so geht es immer weiter, fort und fort, bis an das Ende aller Tage.
Der Idealist fand keine Stimme mehr. Vergessen all die guten Menschen um ihn rum, verblasst die Erinnerung an gute Taten, Fortschritt, Hoffnung, Liebe. Der Pessimist aber er war noch nicht am Ende.
"Es zählt nicht welche drei Buchstaben, ob alt ob neu, die Minister und die Präsidenten stellen. Es ist egal welcher Führer den Säbel schwingend Rache schreit, egal wer zu den Mikros spricht", ereifert sich der Pessimist, "das ist doch alles eingepreist. An den Grundfesten der Welt, an ihren Lebensadern, wird keiner rütteln und versucht man's doch, wird man von den Torwächtern des Status Quo hinweggefegt. Sieh hier hin, da hin, einmal noch schlag auf die Bücher. Es ändert sich gar nichts bis es in Blut und Tränen endet, denn nur aus der Asche wird das Neue wachsen". So sprach der Pessimist und sein Gegenpart war kaum noch auszumachen.
Der Idealist, ganz klein, fast winzig jetzt geworden schwieg lange still. Da kam sein Kind und nahm ihn an der Hand und das liebe Wesen in den Armen wurde aus Verzweiflung schließlich Trotz. "Noch lebe ich, noch atme ich, noch bin ich Mensch, bin ich Humanist und meines Schicksals eigner Schmied", sprach der Idealist mit Zorn in seiner Stimme, "lass die Schafe blöken und die Schäfer ihre Spiele spielen. Ich spiele nicht mit! Ich fürchte mich nicht! Zu mehr als einem zarten Zupfen reichen meine Fäden nicht, die Welt werd ich nicht ändern können. Muss mich das verzweifeln lassen? Nein und nochmals nein. Angst und Depression führen nur zurück ins Dunkel. Jahrhunderte von Barbarei und Knechtschaft, von Hass und Aberglaube haben wir schon hinter uns gelassen, trotz aller Gegenwehr, trotz der Schäfer und der Puppenspieler jener Tage, trotz festgefügter Fundamente und alter Tradition. Wir werden auch diese Zeiten überwinden. Denn die Welt und mit ihr der Mensch ist Wandel. Wandel aus Erkenntnis, aus Einsicht und aus Aufklärung. Der Mensch kann besser sein, wenn er nur Mut hat.
Träumer! Schwarzseher! Gutmensch! Teufelsadvokat! Ignorant! Zyniker! - ging es weiter und Jahr um Jahr und Tag um Tag. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute.
Angelo Glashagel
Autor: redZweiter Teil
Wie die Jahre so vergangen waren, da war der Pessimist herangewachsen, der Idealist aber er schien geschrumpft zu sein. Verwunderlich war's kaum. Diejenigen, die der Idealist als seinem Geist verwandt gesehen hatte, ließen ein ums andere mal die Chance verstreichen, selbst im innerlichen Streit gefangen. Und brachten sie es doch einmal zum Steuermann, sprachen sogleich die Kapitäne das man den Hafen nicht verlassen dürfe.Klein war er geworden, aber noch nicht stumm. Als die Flammen am Ufer gegenüber immer neue Länder verschlangen, da brach ein Damm und es kamen viele, viele Menschen. Kamen mit Sack und Pack und Hoffnung übers Meer und durchquerten Zuflucht suchend halbe Kontinente. Der Idealist sprach, wie viele andere auch, lasst uns helfen! Die Menschlichkeit gebietet es! Wir können das schaffen, wenn wir nur an einem Strang ziehen!. Gemeinsam ist es möglich.
Der Pessimist, größer geworden mit den Jahren, sprach: An einem Strang? Wo denkst du hin? Der Mensch fürchtet alles Fremde, lehnt es ab. Der will sein Heim, seinen Garten, seine Ruhe haben. Einigkeit? Die wird’s nicht geben, dafür wird man schon sorge tragen. Und deswegen ist "es" auch nicht zu schaffen."
Der Idealist blieb unbeirrt, sah die Kraft, Anstrengung und Hilfsbereitschaft. Da ist Hoffnung, sprach er zu dem alten Widersacher, selber neue Kraft verspürend, der Mensch ist reif geworden mit den Jahren, hat die Grenzen abgebaut, auch die mentalen. Schwer wird es werden, keine Frage und Widerstand ist unausweichlich. Doch wäre es nicht wunderbar, wenn die Einigkeit, die du bestreitest, hier ihre Wurzeln schlägt? Die Lösung für den Dauerbrand, sie liegt bei uns, in uns, in dem was wir schon geschaffen haben. Die hohle Phrase von der Freiheit, von der Gleichheit, sie hat Substanz, wenn wir sie ihr nur geben wollen." Er schlug das Buch auf, zeigte hier und da, dort "es hat doch schon in der Vergangenheit geklappt. Das Licht im Osten war es, das uns aus der Dunkelheit geholt hat, vor so langer Zeit. Wir waren mit dem Schwert gekommen", sprach der Idealist beschwingter nun, "und gingen mit Büchern voller Wissen und Köpfen voller Ideen, die Grundsteine legend für die eigene Neue Zeit."
Frischen Mut schöpfend sprach er weiter: "Warum sollt es heute nicht genau so nur in umgekehrter Richtung funktionieren? Unsere Ideale, die Ideen nach denen wir leben, sie sind gut solange wir auch nach ihnen handeln. Tun wir das und teilen diese unsere Prinzipien, dann wird man in ein paar hundert Jahren vielleicht sagen, "siehst du dort, in diesen Jahren, da lag der Ursprung, der Keim für eine bessere Welt. Der Geist des alten Kontinents und seiner Menschen blieb auch an denen haften, die gekommen waren und ging mit denen, die zurückkehrten um aus den Trümmern neue Häuser zu errichten."
Der Pessimist aber er winkte ab, reine Träumerei sei das, nichts weiter. Die größte Katastrophe wär's, würd der Michel und seine Zeitgenossen eines Tages wirklich mal erkennen, das sie mehr gemein sind mit dem Straßenkehrer aus Athen, dem Lehrer aus Damaskus oder der Bäckerin aus Barcelona, als mit den hohen Herren in den Glaspalästen dieser Welt." sprach der Pessimist. "Doch das es nicht passiert, dafür sorgen wir schon selbst. Wart es nur ab, es wird nicht lange dauern bis die Zweifler, Mahner, Meinungsführer kommen und ihre Sorge um Nation, Volk und Kultur zum Ausdruck bringen", sagte der Pessimist, "mancher wird es ehrlich meinen, anderer nur die Chance sehen, endlich aufzusteigen. Der Mensch, der sich von Natur aus um sich selber sorgt, wird zuhören, applaudieren, mancher wohl auch schreien, ein großes Schauspiel wird es sein. Doch am Ende geht es allen nur um einen Fetzen Macht. Ändern wird sich nichts, oder wenigstens nicht viel, denn an den Grundfesten da wird nicht gerüttelt werden" sprach der Pessimist.
Und dann kam wieder so ein Tag, ein Tag voll Trauer, Schock und Not. Ein Tag, der andernorts beinah schon Alltag war, ließ die Menschen vieler Länder erschaudern und angstvoll in die Zukunft blicken. Der Idealist schwieg, stumm auf die Antwort des nun riesenhaften Pessimisten wartend. Der aber sagte nur: "Du weißt was jetzt kommt. Du kennst das Spiel, kennst seinen Verlauf, hast es schon oft genug verfolgt."
Der Zweifel bemächtigte sich des Idealisten wie ein böser Traum und er wünschte man könne endlich aufwachen. Ihn umarmend, fast erdrückend sprach der Pessimist: "Es gibt kein Ende. Weil wir nur Schafe sind. Unsere Überzeugungen und Ideale, Glaube, Ideologie - all das spielt für die Schäfer keine Rolle. Die Hirten, die da im Hintergrund die Fäden ziehen, die Flüsse voll bedruckter Scheine lenken, leiten und verschieben, sind heute schon ihr eignes Volk. Wahrhaft vielfältig. Wahrhaft globalisiert. Es zählt nicht woran man glaubt, wie man spricht oder an welchem Flecken man geboren wurde. Selbst das Geld ist sekundär, weil im Überfluss vorhanden. Wichtig ist nur das große Spiel und wieviel Einfluss ein jeder darauf hat. Der Rest, die Masse aber, die soll's nur nicht merken, darf die Regeln nicht erraten und so spielt man geschickt und virtuos in einem fort die Klaviatur des Auseinandertreibens, divide et impera – teile und herrsche.
Die Botschaft kommt vielfach verpackt doch immer klar und immer einfach: Fürchtet euch! Fürchtet euch vor Verlust, vor Abstieg, vor dem Fremden, dem Anderen, dem Feind und Gegner, der dir böses will! Ein ums andere mal: Fürchte dich! Fürchte dich vor der Veränderung! Denn verändern wollen wir nichts, alles soll so bleiben wie es ist. Und hat sich doch einmal was eingeschlichen, dann muss es wieder so werden wie es einst war, in der guten alten Zeit. Sieh da hin, zu dem Russen, dem Chinesen, dem Araber, dem Arbeitslosen, dem Alten, dem Roten, dem Grünen, dem Schwarzen, dem Amerikaner, dem Ungläubigen, dem Kreuzfahrer,...,..., er ist an allem Schuld. An Leid und Tod und Armut, an allem was schlecht ist und verkehrt läuft. Geht auf die Straße, schreit und streitet miteinander, bringt euch gegenseitig um, schlachtet Männer, Frauen, Kinder - tut was ihr für richtig und für angemessen haltet, nur seht ja nicht zu uns! Dort drüben steht der Feind." sprach der Pessimist in schneller Rede, "und weil der Mensch kaum mehr als Tier ist, wird er reagieren wie gewünscht und erst zum Wort und nach dem Wort zur Waffe greifen. Und so geht es immer weiter, fort und fort, bis an das Ende aller Tage.
Der Idealist fand keine Stimme mehr. Vergessen all die guten Menschen um ihn rum, verblasst die Erinnerung an gute Taten, Fortschritt, Hoffnung, Liebe. Der Pessimist aber er war noch nicht am Ende.
"Es zählt nicht welche drei Buchstaben, ob alt ob neu, die Minister und die Präsidenten stellen. Es ist egal welcher Führer den Säbel schwingend Rache schreit, egal wer zu den Mikros spricht", ereifert sich der Pessimist, "das ist doch alles eingepreist. An den Grundfesten der Welt, an ihren Lebensadern, wird keiner rütteln und versucht man's doch, wird man von den Torwächtern des Status Quo hinweggefegt. Sieh hier hin, da hin, einmal noch schlag auf die Bücher. Es ändert sich gar nichts bis es in Blut und Tränen endet, denn nur aus der Asche wird das Neue wachsen". So sprach der Pessimist und sein Gegenpart war kaum noch auszumachen.
Der Idealist, ganz klein, fast winzig jetzt geworden schwieg lange still. Da kam sein Kind und nahm ihn an der Hand und das liebe Wesen in den Armen wurde aus Verzweiflung schließlich Trotz. "Noch lebe ich, noch atme ich, noch bin ich Mensch, bin ich Humanist und meines Schicksals eigner Schmied", sprach der Idealist mit Zorn in seiner Stimme, "lass die Schafe blöken und die Schäfer ihre Spiele spielen. Ich spiele nicht mit! Ich fürchte mich nicht! Zu mehr als einem zarten Zupfen reichen meine Fäden nicht, die Welt werd ich nicht ändern können. Muss mich das verzweifeln lassen? Nein und nochmals nein. Angst und Depression führen nur zurück ins Dunkel. Jahrhunderte von Barbarei und Knechtschaft, von Hass und Aberglaube haben wir schon hinter uns gelassen, trotz aller Gegenwehr, trotz der Schäfer und der Puppenspieler jener Tage, trotz festgefügter Fundamente und alter Tradition. Wir werden auch diese Zeiten überwinden. Denn die Welt und mit ihr der Mensch ist Wandel. Wandel aus Erkenntnis, aus Einsicht und aus Aufklärung. Der Mensch kann besser sein, wenn er nur Mut hat.
Träumer! Schwarzseher! Gutmensch! Teufelsadvokat! Ignorant! Zyniker! - ging es weiter und Jahr um Jahr und Tag um Tag. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute.
Angelo Glashagel
