Landkreis ist im Bundesmodellprogramm
Demenz in den Fokus rücken
Mittwoch, 11. November 2015, 13:50 Uhr
Der Landkreis Nordhausen ist eine von neun Regionen in Thüringen, die sich am Bundesmodellprogramm Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz des Bundesfamilienministeriums beteiligen...
Im Gegensatz zu vielen anderen Lokalen Allianzen betreut das Projekt bei uns nicht ein freier Träger, sondern wir als Landkreisverwaltung, sagt Stefan Nüßle, der 2. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen.
Wir setzen hier bewusst einen inhaltlichen Schwerpunkt auf der Thematik Demenz, denn dies wird uns in den kommenden Jahren zunehmend beschäftigen. Bei der Auftaktveranstaltung zum Start des Projekts Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz gab eine szenische Lesung einen etwas anderen Einblick in dieses komplexe Krankheitsbild.
In dem gezeigten Stück Die Akte Auguste D. mit Ulrike Hofmann und Basil Dom geht es um den Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer, nach dem die Krankheit benannt ist. Er behandelte Anfang des letzten Jahrhunderts Auguste Deter, die erste Alzheimer-Patientin der Welt. Ganze Kapitel aus ihrem Leben sind wie ausgelöscht. So beschreibt Alzheimer die Symptome seiner Patientin Auguste.
Nach der Lesung gingen in der anschließenden Gesprächsrunde Susanna Riemann-Störr vom Fachbereich Jugend und Soziales und Jana Franke, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Diensts im Gesundheitsamt, auf die Herausforderungen ein, die die Diagnose Demenz mit sich bringen und stellten die Ziele des Projekts Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz vor.
Um auf das Thema Demenz aufmerksam zu machen und dafür zu sensibilisieren, seien schon viele Akteure im Landkreis aktiv, so Riemann-Störr, beispielsweise Margot Arendt, die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V., die im Landkreis Nordhausen lebt. In dem neuen Bundesprogramm sollen nun in den kommenden zwei Jahren in verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen auf das Krankheitsbild Demenz besonderes Augenmerk gelegt und ein Hilfenetzwerk für Menschen mit Demenz aufgebaut werden. Hier wollen wir die Zusammenarbeit der Vereine und Akteure, die sich schon jetzt auf verschiedene Weise mit Demenz beschäftigen, intensivieren und weiter festigen, sagt Susanna Riemann-Störr. Insbesondere im ländlichen Raum wollen wir den Blick verstärkt auf diese Erkrankung lenken, denn hier sehen wir noch Nachholbedarf.
Wer sich über das Projekt informieren oder sich einbringen möchte, kann sich im Landratsamt Nordhausen melden, Fachbereich Jugend und Soziales, Telefon 03631 911 563.
Über die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz
Bis zum Jahr 2016 sollen in ganz Deutschland bis zu 500 Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz” entstehen. Ziel des Bundesmodellprogramms ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert Projekte für jeweils zwei Jahre.
Mehr unter www.lokale-allianzen.de
Autor: redIm Gegensatz zu vielen anderen Lokalen Allianzen betreut das Projekt bei uns nicht ein freier Träger, sondern wir als Landkreisverwaltung, sagt Stefan Nüßle, der 2. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen.
Wir setzen hier bewusst einen inhaltlichen Schwerpunkt auf der Thematik Demenz, denn dies wird uns in den kommenden Jahren zunehmend beschäftigen. Bei der Auftaktveranstaltung zum Start des Projekts Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz gab eine szenische Lesung einen etwas anderen Einblick in dieses komplexe Krankheitsbild.
In dem gezeigten Stück Die Akte Auguste D. mit Ulrike Hofmann und Basil Dom geht es um den Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer, nach dem die Krankheit benannt ist. Er behandelte Anfang des letzten Jahrhunderts Auguste Deter, die erste Alzheimer-Patientin der Welt. Ganze Kapitel aus ihrem Leben sind wie ausgelöscht. So beschreibt Alzheimer die Symptome seiner Patientin Auguste.
Nach der Lesung gingen in der anschließenden Gesprächsrunde Susanna Riemann-Störr vom Fachbereich Jugend und Soziales und Jana Franke, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Diensts im Gesundheitsamt, auf die Herausforderungen ein, die die Diagnose Demenz mit sich bringen und stellten die Ziele des Projekts Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz vor.
Um auf das Thema Demenz aufmerksam zu machen und dafür zu sensibilisieren, seien schon viele Akteure im Landkreis aktiv, so Riemann-Störr, beispielsweise Margot Arendt, die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V., die im Landkreis Nordhausen lebt. In dem neuen Bundesprogramm sollen nun in den kommenden zwei Jahren in verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen auf das Krankheitsbild Demenz besonderes Augenmerk gelegt und ein Hilfenetzwerk für Menschen mit Demenz aufgebaut werden. Hier wollen wir die Zusammenarbeit der Vereine und Akteure, die sich schon jetzt auf verschiedene Weise mit Demenz beschäftigen, intensivieren und weiter festigen, sagt Susanna Riemann-Störr. Insbesondere im ländlichen Raum wollen wir den Blick verstärkt auf diese Erkrankung lenken, denn hier sehen wir noch Nachholbedarf.
Wer sich über das Projekt informieren oder sich einbringen möchte, kann sich im Landratsamt Nordhausen melden, Fachbereich Jugend und Soziales, Telefon 03631 911 563.
Über die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz
Bis zum Jahr 2016 sollen in ganz Deutschland bis zu 500 Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz” entstehen. Ziel des Bundesmodellprogramms ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert Projekte für jeweils zwei Jahre.
Mehr unter www.lokale-allianzen.de






