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Leiharbeit

IG Metall: Ausbeutung und Nötigung

Dienstag, 10. November 2015, 10:43 Uhr
Kosten sparen, rechtliche Regeln ignoriert, Machenschaften, Ausbeutung, Nötigung - die IG Metall erhebt schwere Vorwürfe gegen ein Leiharbeitsunternehmen aus Nordhausen welches unter anderem Arbeitskräfte für die Eichsfelder Firma Magna bereit stellt. Betriebsrat und Gewerkschaft fordern "hartes Vorgehen" gegen das Unternehmen...


Bei Magna in Heilbad Heiligenstadt gibt es neben der Stammbelegschaft auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Dabei greift das Unternehmen auf die Dienste des Leiharbeitsunternehmens "Manpower" mit Sitz in Nordhausen zurück.

Die Arbeitsbedingungen unter denen die Beschäftigten von Manpower bei Magna arbeiten müssen, seien nicht nur prekär, sondern derart grenzwertig, dass man auch "Ausbeutung und Nötigung" in Betracht ziehen könne, gaben die Gewerkschaft IG-Metall und der Betriebsrat bei Magna heute in einer Erklärung bekannt.

Die Leiharbeiter würden nicht wie sonst üblich in die Arbeitsorganisationen des Entleihers eingegliedert, man würde Arbeitnehmer zwingen rechtliche Arbeitszeitregelungen zu ignorieren und die Gesundheit der Beschäftigten ohne Rücksicht zu gefährden. Ein Familienleben würde beinahe unmöglich gemacht.

Das Unternehmen drohe mit "arbeitsrechtlichen Konsequenzen" sollten geplante Schichten nicht angetreten werden, erklärt die IG Metall. Die Gewerkschaft "fordert die Politik auf, derartigen Machenschaften Einhalt zu gebieten." Firmen die so mit ihren Beschäftigten umgingen, gehörten vom Markt genommen. Die Firma Magna forderte man auf sich von Manpower zu trennen.
Autor: red

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