nnz-online
Meldungen aus der Region

Arbeiten am tiefsten Burgbrunnen

Dienstag, 10. November 2015, 09:14 Uhr
Der tiefste Burgbrunnen der Welt befindet sich im Gelände der ehemaligen „Reichsburg Kyffhausen“ bei Bad Frankenhausen im Kyffhäusergebirge. Und dort wird es diese Woche Bauarbeiten geben...

Da, wo jetzt das zu Ehren Kaiser Wilhelm I. errichtete Kyffhäuser-Denkmal steht, musste im Mittelalter über einen Zeitraum von ca. vierzig Jahren, der rote Sandstein des Kyffhäusergebirges gelockert und nach oben transportiert werden. Ziel der Arbeit war die Schaffung eines Burgbrunnens.

Arbeiten am tiefsten Burgbrunnen (Foto: Stadtmarketing Bad Frankenhausen) Arbeiten am tiefsten Burgbrunnen (Foto: Stadtmarketing Bad Frankenhausen)

Erst bei 176 m Tiefe wurde die Arbeit von Erfolg gekrönt. Der Brunnen war dann über Jahrhunderte hinweg verschüttet und wurde erst 1936-1937 freigelegt. Mittelalterliche Funde wurden geborgen und im Kyffhäuser-Museum ausgestellt. Durch umfangreiche Recherchen und den überlieferten Bericht eines Augenzeugens, hat sich nun eine längst gehegte Vermutung bestätigt: In den letzten Tagen des Krieges wurden im April 1945 bedeutende Gegenstände des damaligen Museums in den Brunnen hinab geworfen.

Arbeiten am tiefsten Burgbrunnen (Foto: Stadtmarketing Bad Frankenhausen) Arbeiten am tiefsten Burgbrunnen (Foto: Stadtmarketing Bad Frankenhausen)

Aus diesem Grund finden in den kommenden Tagen am Burgbrunnen der ehemaligen „Reichsburg Kyffhausen“ spektakuläre Bergungsarbeiten statt.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de