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Kundgebung auf dem Theaterplatz

"Projekt Widerstand"

Montag, 09. November 2015, 19:40 Uhr
Zu einem zweiten Spaziergang hatte die Volksbewegung Nordthüringen am Abend aufgerufen. Start- und Kundgebungspunkt war diesmal der Platz vor dem Theater in Nordhausen...

Ansprache (Foto: nnz) Ansprache (Foto: nnz)
Auf diese Änderung hatte sich der Anmelder der Veranstaltung, ein Kreistagsmitglied, das auf der Liste der NPD kandidierte, mit der Polizei und Ordnungsbehörden verständigt, da an diesem Tag von anderen Nordhäuserinnen und Nordhäusern vor allem an die Pogromnacht des Jahres 1938 erinnert wurde, mit der die Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden eingeleitet wurde.

Auf dem Theaterplatz, der nach Polizeiangaben mit 300 Personen gefüllt war, ging es nach einem musikalischen "Wir sind das Volk"-Opening erst einmal um das "Projekt Widerstand", das gemeinsam gegen die Regierenden gestartet werden müsse. Es ging gegen meineidige Politiker, die nicht das Interesse des deutschen Volkes vertreten.

Und dass der Nordhäuser Oberbürgermeister vor zwei Wochen bei der Gegendemo aufgetreten sei und dort gesprochen habe, zeuge davon, dass "Herr Dr. Zeh gegen das eigene Volk" regiere und agiere. Die Masse beantwortete das mit "Volksverräter".

Der nächste Redner war Felix Schmidt, der diese Kundgebung als eine "Demo gegen das Unrecht" bezeichnete. "Die Redakteure und Schmierfinken sind die wahren Hetzer in diesem Lande", so eine seiner Kernaussagen.

Blick auf den Theaterplatz (Foto: nnz) Blick auf den Theaterplatz (Foto: nnz)
Nach weiteren musikalischen Darbietungen sprach dann noch ein Kreistagsmitglied, der Gruppe der NPD angehört und ein Mann aus Goslar, der sich freute, zum zweiten Mal bei dieser "Thügida-Kundgebung" in dieser "rot-versüfften Stadt" sprechen zu können.

Nach diesem agitatorischen Teil der Veranstaltung zogen die Teilnehmer dann auf einem Spaziergang durch die Nordhäuser Innenstadt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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