nnz-online
Forum

Was bedeutet eigentlich Union?

Montag, 09. November 2015, 16:14 Uhr
Union steht für einen Leser unserer Online-Zeitungen und da hat er mal zur Sicherheit bei „Dr. Wikipedia“ nachgeschaut, tatsächlich für Vereinigung und oder Einheit, (meint sogar dieser in seiner Definition)...


Toller Begriff, wie ich finde, wenn sich damit jemand aus gutem Grund „schmücken“ kann. Ich möchte mal den Begriff an einem simplen Beispiel festmachen, dem Tauziehen. Dazu gehören zunächst erst mal zwei Parteien, welche zwar ein Ziel, aber eben in unterschiedlicher Richtung haben. Wer aber hat die größten Chancen auf den Sieg?

Was soll die blöde Fragestellung, werden einige sich jetzt fragen, natürlich die Partei, welche die größte Kraft aufbringen wird. Das wäre ja gut, denn in dieser Gewinner-Partei hätte jeder einfach alles gegeben, denn nur gemeinsam ist man stark.

In unserer Politik sieht das aber leider ganz anders aus. Da sind sich die Parteimitglieder auf der einen Seite des Stranges schon mal untereinander nicht einig und ziehen nicht mit vereinter Kraft am gleichen Strang, wenn es NUR um die Belange für die Allgemeinheit (das Volk) geht. Ganz anders sieht es aber aus, wenn es um ihre (!) eigenen Interessen geht. Da kämpfen sie gemeinsam wie die Löwen um das größte Stück von der Beute (dem Steuersäckel) zu bekommen.

Stellen Sie liebe Leser sich mal vor, es laufen 58,8 Milliarden Beutetiere (nenne wir sie einfach mal EURO) in der Wüste umher. 492.745.000 Menschen (nennen wir sie EU-Bürger) laufen ohne Waffen und 55.000 Menschen (nennen wir sie Europaabgeordnete- Pensionäre) mit Waffen hinterher. Wer hat die größte Chance auf Erfolg? Ich habe mal gerechnet und wenn es stimmt, dann kommt dieses Ergebnis heraus:

Jeder EU-Pensionär bekommt im Jahr 1.069.090,91 € (oder sollte ich hier lieber nur das Wort „Beutetiere“ verwenden?) Der Rest von den unbewaffneten 492.745.000 Jägern (EU-Bürgern) geht bei dieser Jagd leider leer aus! Nun fragen Sie mal, wenn Sie noch keine Altersrente erhalten, in Ihrer werten Verwandtschaft nach deren Rentenbezügen, wenn diese in aller Regel 40 – 45 Jahre sich abgerackert haben. Denn die 58,8 Milliarden Euro sind schon mal vergeben.

So ein armer EU-Abgeordneter bekommt ja auch nur 304,- € Tagesgeld für seine tatsächlichen Arbeitstage. Sein Gehalt sind nur schlappe 6.250,3 € Netto. Hat er ein Büro in seinem Wahlkreis, dann kommen leider nur 4.299 € für Miete und Telefonkosten hinzu. Damit er aber nicht schaffen muss bis zum Umfallen, kann er sich ja einen, oder zwei Mitarbeiter einstellen. Damit das aber nicht von seinem Geld abgezogen wird, bekommt er dafür pro Monat 21.209,- € oben drauf. Seine Dienstreisen mit Bahn oder Flugzeug bekommt er leider nur in der 1. Klasse erstattet.

Nun – wenn Sie liebe Leser jetzt sagen, den wähle ich nicht wieder, dann tut dem das nicht sonderlich weh, denn er bekommt für 2 kurze Jahre noch sein Gehalt als Übergangsgeld. Und da er ja schon eine Amtszeit überstanden hat, gibt’s 1.405,- € Rentenanspruch obendrauf.

So gut oder auch schlecht, geht es einem, der in einer wahren Union (!) untergekommen ist. Nicht nur Sie liebe Leser werden sich jetzt fragen, was haben Sie da falsch gemacht, nein auch ich frage mich, wie kann ein Volksvertreter (!) so falsch sein, indem er für Rentenkürzungen im eigenen Land plädiert und für sich Summen auf die Seite bringt, für die ein normaler Mensch vielleicht mehr als 100 Jahre lang arbeiten muss?

Aus den hier aufgeführten Gründen, glaube ich nicht an die Existenz einer funktionierenden Union, weder auf Europäischer noch auf Landesebene. Gibt es gegenwärtig, oder besser gefragt, wird es bis 2017, eine Union/Partei geben, die etwas ehrlicher zu ihrem Volk sein wird und nicht nur an das eigene Sparbuch denkt?
J. Kleemann
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de