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Gute erste Halbzeit reichte zum Derby-Sieg

Montag, 09. November 2015, 11:26 Uhr
Die Thüringenliga-Handballerinnen des Nordhäuser SV sind weiter auf Erfolgskurs. Am Sonnabend gewannen sie auf heimischen Parkett in der Ballspielhalle das Nordthüringen-Derby gegen den VfB „Thomas Müntzer“ Mühlhausen mit 21:17 Toren, und blieben damit im vierten Spiel in Folge unbesiegt...

Die Mannschaft verbesserte sich damit zugleich auf Tabellenplatz Drei. Allerdings wird es wie schon gemeldet noch zu Korrekturen kommen, da wegen des Rückzugs von Ruhla die bereits ausgetragenen Spiele mit der TSG annulliert werden. Das betrifft dann auch den 28:24-Erfolg der NSV-Frauen.

Die Nordhäuserinnen begannen gegen Mühlhausen hellwach und konzentriert, nutzten Fehler der Gäste blitzschnell aus und lagen nach nur fünf gespielten Minuten schon mit 5:1 in Führung. Nach einem weiteren Kontertor durch Viola Böttcher wechselte Mühlhausen seine Torhüterinnen aus. Für die bis dahin keinen Stich sehende Laura Bülow kam nun die auch einige Jahre für Nordhausen spielende Rebecca Kadlec zwischen die Pfosten. Und die führte sich mit mehreren guten Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter, gleich prächtig ein. Und da zudem die Abwehr gegen die nun langsam in Fahrt kommende bekannt gefährliche Rückraumschützin Maxi Hauschild gar nicht gut aussah – die nächsten vier Mühlhäuser Treffer gingen alle auf ihr Konto – hatten die Gäste plötzlich mit 6:8 Anschluss gefunden.

Für einige Minuten ging es dann hin und her. Nordhausen legte wieder vor, Maxi Hauschild aber hielt ihr Team bis zum 8:11 auf Tuchfühlung. Zwei umstrittene Szenen sorgten in dieser Phase für viel Unruhe. Zunächst war Patricia Bischoff böse gefoult worden. Zwei-Minuten-Strafe zwar für die Sünderin, aber der eigentlich fällige Siebenmeter wurde nicht gegeben. Auf der anderen Seite dann ein höchst fragwürdiger Strafwurf für Mühlhausen, den aber Nancy Brodhuhn glänzend parierte.

Das war zugleich das Zeichen, für einen energischen Schlussspurt des NSV in den letzten sechs Vorpausenminuten zur deutlichen 16:10-Halbzeitführung. Eine noch klarere Führung hatte allein Rebecca Kadlec im VfB-Tor verhindert.
Nicht nachlassen, so die Devise für die zweite Spielhälfte. Aber die NSV-Frauen schienen das Spiel schon abgehakt zu haben. Zu deutlich war letztlich ihre Überlegenheit gewesen. Spielerisch lief nun kaum noch etwas zusammen. Zudem versuchte man immer wieder mit flachen Würfen zum Torerfolg zu kommen, obwohl der VfB-Keeperin da kaum etwas zuließ. Einzig Claudia Dudek zeigte, was Erfolg brachte: Exakte Würfe ins hohe Toreck. Sie erhöhte die Führung auch auf 18:10, ehe Mühlhausen in der 41. Minute das erste Nachpausentor gelang.


Es war insgesamt eine Halbzeit zum Vergessen. Einzig die Torhüterinnen auf beiden Seiten zeichneten sich mit starken Paraden aus. Ansonsten bestimmten Fehler, kopflose Aktionen und dumme Fouls das Geschehen. Kurzzeitig waren einmal sogar nur je vier Spielerinnen auf dem Parkett. In den Schlussminuten nutzten die Gäste dann doch noch einige der vielen Nordhäuser Fehler und verkürzten vom 21:14 (53.) zum Endstand von 21:17. Maßstab für das NSV-Team aber muss für die nächsten Aufgaben das insgesamt gute Spiel der ersten Halbzeit sein. Und das dann über 60 Minuten.
Uwe Tittel

Handball-Thüringenliga Frauen
Nordhäuser SV – VfB TM Mühlhausen 08 21:17 (16:10)


Nancy Brodhuhn – Diana Bückert, Stephanie Kruse, Lina Freudenberg (2), Claudia Dudek (8), Marianne Kiel (1), Evelyn Kallmeyer, Jenny Mohrig (3), Anna Schneider (4), Viola Böttcher (2), Patricia Bischoff (1), Annett Schneider
Autor: red

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