nnz-Rückspiegel: 8. Juni 2003
Dienstag, 08. Juni 2004, 06:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen von damals für Sie noch einmal aufbereitet.
Schußwaffen in Thüringen
Einer von sechs
Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr ist in Nordhausen ein Mensch durch den Schuß aus einer Polizeiwaffe getötet worden. René B. war einer von sechs Personen, die durch Polizisten in Deutschland getötet worden sind...
Im vergangenen Jahr machten deutsche Polizeibeamte in 4 683 Fällen von der Dienstwaffe Gebrauch. Gegenüber 2001 ist ein Anstieg um 11,3 Prozent zu verzeichnen. Diese Bilanz veröffentlichte jetzt der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren (IMK) und Thüringer Innenminister, Andreas Trautvetter (CDU), in Erfurt. Ursache für die Steigerung ist der erhöhte Schusswaffengebrauch zum Töten gefährlicher, kranker oder verletzter Tiere. Während in 2001 die Waffe in diesem Zusammenhang 3 950-mal zum Einsatz kam, waren für 2002 immerhin 536 Fälle mehr zu registrieren. Damit wird deutlich, dass die Polizeibeamtinnen und -beamten ihre Dienstwaffe zu 95,8 Prozent (2001 zu 95,1 Prozent) zum Töten von Tieren einsetzen mussten, um eine akute Gefahr abzuwehren bzw. um sie bei schweren Verletzungen von ihrem Leiden zu erlösen.
115 Warnschüsse wurden abgegeben, und in 40 Fällen (2001: 38) richtete sich der Schusswaffeneinsatz gegen Sachen (z. B. PKW-Reifen). Gegen Personen kam die Waffe als das äußerste Mittel polizeilicher Zwangsanwendung im vergangenen Jahr 42mal - das entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent aller Schusswaffenanwendungen - zum Einsatz, davon 35-mal zur Nothilfe bei Leibes- und Lebensgefahr. In 3 Fällen zielte der Gebrauch der Dienstwaffe darauf ab, ein schweres Verbrechen zu verhindern und ebenfalls in 3 Fällen diente er zur Fluchtvereitlung nach einem Verbrechen. Lediglich 1 mal musste die Flucht eines Gefangenen unter Anwendung der Schusswaffe vereitelt werden...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzSchußwaffen in Thüringen
Einer von sechs
Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr ist in Nordhausen ein Mensch durch den Schuß aus einer Polizeiwaffe getötet worden. René B. war einer von sechs Personen, die durch Polizisten in Deutschland getötet worden sind...
Im vergangenen Jahr machten deutsche Polizeibeamte in 4 683 Fällen von der Dienstwaffe Gebrauch. Gegenüber 2001 ist ein Anstieg um 11,3 Prozent zu verzeichnen. Diese Bilanz veröffentlichte jetzt der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren (IMK) und Thüringer Innenminister, Andreas Trautvetter (CDU), in Erfurt. Ursache für die Steigerung ist der erhöhte Schusswaffengebrauch zum Töten gefährlicher, kranker oder verletzter Tiere. Während in 2001 die Waffe in diesem Zusammenhang 3 950-mal zum Einsatz kam, waren für 2002 immerhin 536 Fälle mehr zu registrieren. Damit wird deutlich, dass die Polizeibeamtinnen und -beamten ihre Dienstwaffe zu 95,8 Prozent (2001 zu 95,1 Prozent) zum Töten von Tieren einsetzen mussten, um eine akute Gefahr abzuwehren bzw. um sie bei schweren Verletzungen von ihrem Leiden zu erlösen.
115 Warnschüsse wurden abgegeben, und in 40 Fällen (2001: 38) richtete sich der Schusswaffeneinsatz gegen Sachen (z. B. PKW-Reifen). Gegen Personen kam die Waffe als das äußerste Mittel polizeilicher Zwangsanwendung im vergangenen Jahr 42mal - das entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent aller Schusswaffenanwendungen - zum Einsatz, davon 35-mal zur Nothilfe bei Leibes- und Lebensgefahr. In 3 Fällen zielte der Gebrauch der Dienstwaffe darauf ab, ein schweres Verbrechen zu verhindern und ebenfalls in 3 Fällen diente er zur Fluchtvereitlung nach einem Verbrechen. Lediglich 1 mal musste die Flucht eines Gefangenen unter Anwendung der Schusswaffe vereitelt werden...ausführlich im nnz-Archiv
