Von einer Hand zur anderen
Weitergeben statt wegschmeißen
Freitag, 06. November 2015, 13:32 Uhr
Was passiert mit all den Dingen, die wir hinterlassen wenn wir einmal nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben können, oder wenn wir ganz von dieser Welt gegangen sind? Manchmal kümmert sich die Verwandschaft um diese Angelegenheiten, manchmal übernehmen diskrete Firmen die Abwicklung. Aber was kommt danach? Eine Möglichkeit konnte die nnz in Heringen kennen lernen...
Claudia Galow und ihr Mann Daniel sitzen mit ihren Mitarbeitern in ihrer Lagerhalle, versteckt am Rand Heringens. Vor ihnen steht der frisch gebrühte Kaffee, hinter ihnen türmen sich Lampen, Bücher, alte Bilder, Geschirr, Kleidung, Besteck und jede Menge Kleinigkeiten -kurzum: so ziemlich alles, was sich in einem Haushalt über die Jahre so ansammeln kann.
Mit ihrer Firma "Darum" verdienen die Galows ihr Geld seit acht Jahren mit Dienstleistungen rund ums Haus, vor allem aber Haushaltsauflösungen. Ein bis zwei Wohnungen in der Woche räume man mit sechs Mitarbeitern aus, erzählt Daniel Galow. Da kommt schnell eine ganze Menge zusammen und in der großzügigen Halle sieht man sich regelmäßig Platzproblemen gegenüber.
Nun könnte man es sich einfach machen und vieles schon beim ausräumen wegschmeißen. Die Galows sehen das etwas anders. 15 Jahre lang habe sie beim Sozialamt gearbeitet, sagte Frau Galow, und ihre soziale Ader habe sie sich erhalten. Warum etwas wegschmeißen, was noch gut nutzbar ist? "Eine Fahrt zur Deponie oder eine Fahrt zu jemanden der die gebrauchten Möbel brauchen kann - der Aufwand ist für uns der gleiche", sagte Frau Galow. Vereine, die Feuerwehr, Kindergärten, eine Familie die nach einem Feuer alles verloren hatte - man konnte schon vielen Leuten und Einrichtungen aushelfen, erzählen die beiden bei Kaffee und Zigarette.
Claudia Galow (links) und Mann Daniel (hinten rechts) mit ihren Mitarbeitern Steve, Sebastian, Rita und Frank (Foto: Angelo Glashagel)
Am Ende würden alle profitieren - die Firma spart Platz, für den Kunden wird es billiger weil er nicht für die Entsorgung zahlen muss und jemand anderes freut sich über einen neuen Kühlschrank, einen Tisch, ein Regal oder ähnliches.
Bleiben all die vielen kleinen und großen Dinge, die sich in einem Leben so ansammeln. Vieles davon findet den Weg nach Heringen in die gut gefüllte Lagerhalle. "Wir haben hier Sachen aus der Vorkriegszeit bis zur Moderne", erklärte Herr Galow. Deswegen veranstaltet man einmal im Monat, immer am ersten Samstag, einen Trödelmarkt auf dem Hof. Wer auf der Suche nach Schnäppchen, Kuriositäten oder dem einen oder anderen alten Kleinod ist, hat morgen zwischen 10 bis 17 Uhr die Chance sich umzusehen. Dafür muss man allerdings die Riethgartenstraße 17 in Heringen finden, eine Karte zu Rate zu ziehen empfiehlt sich für Ortsfremde. Wie jedes Jahr werden dann auch die rund 50 Kisten mit Weihnachtsdekoration hervorgeholt, die sich über das Jahr angesammelt haben.
Angelo Glashagel
Autor: redClaudia Galow und ihr Mann Daniel sitzen mit ihren Mitarbeitern in ihrer Lagerhalle, versteckt am Rand Heringens. Vor ihnen steht der frisch gebrühte Kaffee, hinter ihnen türmen sich Lampen, Bücher, alte Bilder, Geschirr, Kleidung, Besteck und jede Menge Kleinigkeiten -kurzum: so ziemlich alles, was sich in einem Haushalt über die Jahre so ansammeln kann.
Mit ihrer Firma "Darum" verdienen die Galows ihr Geld seit acht Jahren mit Dienstleistungen rund ums Haus, vor allem aber Haushaltsauflösungen. Ein bis zwei Wohnungen in der Woche räume man mit sechs Mitarbeitern aus, erzählt Daniel Galow. Da kommt schnell eine ganze Menge zusammen und in der großzügigen Halle sieht man sich regelmäßig Platzproblemen gegenüber.
Nun könnte man es sich einfach machen und vieles schon beim ausräumen wegschmeißen. Die Galows sehen das etwas anders. 15 Jahre lang habe sie beim Sozialamt gearbeitet, sagte Frau Galow, und ihre soziale Ader habe sie sich erhalten. Warum etwas wegschmeißen, was noch gut nutzbar ist? "Eine Fahrt zur Deponie oder eine Fahrt zu jemanden der die gebrauchten Möbel brauchen kann - der Aufwand ist für uns der gleiche", sagte Frau Galow. Vereine, die Feuerwehr, Kindergärten, eine Familie die nach einem Feuer alles verloren hatte - man konnte schon vielen Leuten und Einrichtungen aushelfen, erzählen die beiden bei Kaffee und Zigarette.
Claudia Galow (links) und Mann Daniel (hinten rechts) mit ihren Mitarbeitern Steve, Sebastian, Rita und Frank (Foto: Angelo Glashagel)
Am Ende würden alle profitieren - die Firma spart Platz, für den Kunden wird es billiger weil er nicht für die Entsorgung zahlen muss und jemand anderes freut sich über einen neuen Kühlschrank, einen Tisch, ein Regal oder ähnliches.
Bleiben all die vielen kleinen und großen Dinge, die sich in einem Leben so ansammeln. Vieles davon findet den Weg nach Heringen in die gut gefüllte Lagerhalle. "Wir haben hier Sachen aus der Vorkriegszeit bis zur Moderne", erklärte Herr Galow. Deswegen veranstaltet man einmal im Monat, immer am ersten Samstag, einen Trödelmarkt auf dem Hof. Wer auf der Suche nach Schnäppchen, Kuriositäten oder dem einen oder anderen alten Kleinod ist, hat morgen zwischen 10 bis 17 Uhr die Chance sich umzusehen. Dafür muss man allerdings die Riethgartenstraße 17 in Heringen finden, eine Karte zu Rate zu ziehen empfiehlt sich für Ortsfremde. Wie jedes Jahr werden dann auch die rund 50 Kisten mit Weihnachtsdekoration hervorgeholt, die sich über das Jahr angesammelt haben.
Angelo Glashagel




