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Salza triumphiert im Spitzenspiel gegen Langula

Freitag, 06. November 2015, 10:19 Uhr
Im vorgezogenen Punktekampf des 6. Spieltages in der Kegellandesliga der Senioren 120 Wurf bezwang am Mittwochabend Verbandsligaabsteiger TSG Salza in einer bis zuletzt spannenden Partie den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer SV 1883 Langula I und zog damit nach Punkten gleich...

Entscheidend war das mit 674:613 Holz und 31:45 Fehlwürfen deutlich bessere Räumen der Salzaer.

Einen schon etwas verrückt zu nennenden Verlauf nahmen zunächst die beiden Duelle im ersten Paar. Salzas Dieter Werner spielte eine sehr gute erste Bahn, gewann deutlich mit 136:101. Die Niederlage auf Bahn Zwei schien dann keine negativen Auswirkungen zu haben, denn vier Wurf vor Ende des dritten Abschnitts führte der Salzaer sicher, brauchte bei einem noch stehenden Kegel nur noch einmal ins volle Bild zu kommen um die Bahn zu holen. Normalerweise kein Problem, doch plötzlich zeigte er Nerven und verfehlte dreimal. Sein Gegner nahm diese Vorlage dankend an und zog noch vorbei. Dieter Werner erholte sich von dieser Schlappe nicht mehr, bekam seine Nerven einfach nicht mehr in den Griff. Ein Wurf nach dem anderen immer wieder auf die Mitte ließ ihn zusätzlich verzweifeln. Und so kam der Langulaer noch zu einem lockeren dritten Bahnerfolg und holte damit noch den Mannschaftspunkt.

Kurios auch der Verlauf im anderen Duell. Hier holte sich Wolfgang Heinze durch gutes Räumen ohne Fehlwurf gegen den starken Gerald Bergmann zunächst knapp die erste Bahn, geriet dann aber deutlich ins Hintertreffen. Erneut dann ein Bahnsieg für den Salzaer durch gutes Räumen. 2:1 für Heinze, aber Vorteil für den Gegner in der Holzzahl. Ganz verrückt dann die letzten beiden Würfe auf der entscheidenden vierten Bahn. Wolfgang Heinze hatte sich im Räumen nach Nachteilen in die Vollen wieder herangekämpft. Sein letzter Anwurf war dann auch nicht schlecht.

Nur vier Kegel standen noch, aber dicht beisammen und damit gut zu treffen. Auch sein Gegner kam noch einmal ins volle Bild, ließ aber nur drei Kegel fallen. Gleichstand vor dem allerletzten Wurf Beider. Heinze legte vor, traf nur einen Kegel. Fassungslos zeigte er sich selber den Vogel. Denn diese Vorlage konnte sein Gegner einfach nicht auslassen. Tat der dann aber doch, zeigte Nerven traf ebenfalls nur einen einzigen von noch sechs stehenden Kegeln. Damit Remis auf der vierten Bahn und trotz geringerer Gesamtholzzahl der Mannschaftspunkt für Salza. Mit 1:1 und nur knappen Holzvorsprung für die Gäste ging es ins zweite Paar.

Der verschenkte Punkt von Gerald Bergmann hatte bei Langula aber offensichtlich für einige Verunsicherung gesorgt, denn an der knappen Führung konnten sich das zweite Gäste-Paar nicht lange freuen. Rainer Schubert und Ersatzmann Achim Stiede nahmen ihren Gegner auf der ersten Bahn zusammen 26 Punkte ab, brachten Salza damit in den Holzzahlen schon nach vorn.Aber noch war da natürlich überhaupt noch nichts entschieden. Drei Bahnen kamen ja noch.

Stiede war seinem Kontrahenten dann auch auf Bahn Zwei von Beginn an klar überlegen, Nur Schubert spielte in die Vollen ungewohnt schlecht. Im Räumen aber drehte er die Bahn dann nach sicher, weil sein Gegner sich zu viele Fehler leistete. Nun kam der Sieg bei 38 Holz Vorsprung für die TSG schon in greifbare Nähe. Und als die beiden Salzaer auf auf der dritten Bahn ihre Nerven im Zaume behielten und durch erneut starkes Räumen für sich entschieden war zumindest ein Unentschieden schon in trockenen Tüchern. Doch um noch wenigstens zum Unentschieden zu kommen, hätten die Gäste auf der letzten Bahn die beiden Salzaer um 50 Holz distanzieren müssen.

Im internen Salzaer Duell um die Tagesbestleistung hatte Rainer Schubert knapp vor Achim Stiede die Nase vorn. (Foto: Uwe Tittel) Im internen Salzaer Duell um die Tagesbestleistung hatte Rainer Schubert knapp vor Achim Stiede die Nase vorn. (Foto: Uwe Tittel)
Im internen Salzaer Duell um die Tagesbestleistung hatte Rainer Schubert knapp vor Achim Stiede die Nase vorn.

Aber das schien an diesem Abend ein unmögliches Unterfangen. Und so war es dann auch. Zwar konnten Georg Conrad und Maik Noack ihren letzte Bahn noch jeweils knapp gewinnen, aber das fiel nicht mehr ins Gewicht, denn schon lange vor den letzten Würfen stand der Salzaer 5:1-Erfolg fest. Vielmehr wurden die die beiden allerletzten Würfe noch zu einem internen Salzaer Duell um die Tagesbestleistung. Achim Stiede hatte dabei gegen Rainer Schubert bei Holzgleichheit einen kleinen Vorteil, denn noch vier Kegel standen. Er traf aber nur einen, während der Salzaer Kapitän bei noch drei stehenden zwei Kegel traf. Das gab natürlich Anlass zu vielen Frotzeleien. Und hob die ohnehin ausgelassene Stimmung der Salzaer nach ihrem Sieg zusätzlich. Langula zeigte sich nach dem spannenden Kampf als fairer Verlieren, behält bei Punktgleichheit aber durch die etwas bessere Bahnpunktzahl von 27:9 gegenüber 25:11 vor Salza die Tabellenspitze.
Uwe Tittel

TSG Salza – SV 1883 Langula I 5:1 (2046:1997/9,5:6,5)
Dieter Werner0:1(487:488/1:3)
Wolfgang Heinze1:0(504:515/2,5:1,5)
Achim Stiede1:0(527:499/3:1)
Rainer Schubert1:0(528:495/3:1)

Autor: red

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