Flüchtlingskrise
BiW statt Turnhallenunterbringung
Dienstag, 03. November 2015, 14:56 Uhr
Nach der gestrigen Diskussion mit einer Gruppe von Flüchtlingen im Landratsamt Nordhausen verweist die 1. Beigeordnete des Landkreises Jutta Krauth auf die Situation der Unterbringung im Bildungswerk Bau (BiW)...
Die Belegung der großen Werkstatträume im BiW verhindert derzeit, dass wir mindestens zwei Turnhallen für eine Notunterbringung nutzen müssten. Das ist auch unser Ziel, möglichst keine Turnhallen belegen zu müssen, um den Schulsport nicht zu stören, sagt Jutta Krauth. Aber auch das BiW ist eine Notvariante, in der Bett an Bett steht.
Natürlich versuche die Landkreisverwaltung gemeinsam mit der Service Gesellschaft, die Flüchtlinge so schnell wie möglich in Wohnungen oder geordnete Gemeinschaftsunterkünfte zu vermitteln. Dabei haben Eltern mit Kindern absoluten Vorrang. Wir arbeiten momentan mit Hochdruck daran, dass die vier Familien im BiW innerhalb der nächsten zwei Wochen in Wohnungen ziehen können. Die Handwerker bereiten die Wohnungen derzeit vor, so Krauth. Leider verfügen wir nicht über ausreichend freien Wohnraum, um für alle Asylsuchenden zeitnah Wohnungen bereitstellen zu können.
In der gestrigen Aussprache mit den Flüchtlingen, die zum größten Teil im BiW wohnen, konnten viele offene Fragen geklärt werden. "Wir haben uns den angesprochenen Problemen angenommen und werden hier auch Veränderungen veranlassen. Das ist bereits an den Betreiber durchgestellt", sagt Jutta Krauth.
"So wurde uns gestern beispielsweise mitgeteilt, dass es offenbar Kapazitätsengpässe bei der Warmwasserversorgung gibt. Hier werden wir nachsteuern. Fazit des Gesprächs ist, dass die Kommunikation aller am Prozess Beteiligten eine große Herausforderung ist und nun fortgesetzt werden muss."
Aus diesem Grund wird das Landratsamt ab nächster Woche im BiW gemeinsam mit einem Übersetzer Sprechzeiten anbieten, in dem offene Fragen sowohl zur Unterbringung als auch zum Asylverfahren geklärt werden können. Die zuständige 1. Beigeordnete erläuterte den Flüchtlingen auch den Ablauf des Asylverfahrens und warb um Verständnis dafür, dass aufgrund der großen Anzahl von Asylantragstellern nicht alle zeitnah einen Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten könnten. Der Landkreis habe hier auch keinen Einfluss. Es erhalten jedoch alle Flüchtlinge einen Termin beim Bundesamt, das über die Asylanträge entscheidet.
Aufgrund der aktuellen Unterbringungssituation mit gut 400 Flüchtlingen in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften werden nach Absprache mit dem Landesverwaltungsamt in dieser Woche dem Landkreis keine neuen Flüchtlinge zugewiesen. Erst in der nächsten Woche erwartet die Landkreisverwaltung wieder rund 50 neue Flüchtlinge aus einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landes.
Autor: redDie Belegung der großen Werkstatträume im BiW verhindert derzeit, dass wir mindestens zwei Turnhallen für eine Notunterbringung nutzen müssten. Das ist auch unser Ziel, möglichst keine Turnhallen belegen zu müssen, um den Schulsport nicht zu stören, sagt Jutta Krauth. Aber auch das BiW ist eine Notvariante, in der Bett an Bett steht.
Natürlich versuche die Landkreisverwaltung gemeinsam mit der Service Gesellschaft, die Flüchtlinge so schnell wie möglich in Wohnungen oder geordnete Gemeinschaftsunterkünfte zu vermitteln. Dabei haben Eltern mit Kindern absoluten Vorrang. Wir arbeiten momentan mit Hochdruck daran, dass die vier Familien im BiW innerhalb der nächsten zwei Wochen in Wohnungen ziehen können. Die Handwerker bereiten die Wohnungen derzeit vor, so Krauth. Leider verfügen wir nicht über ausreichend freien Wohnraum, um für alle Asylsuchenden zeitnah Wohnungen bereitstellen zu können.
In der gestrigen Aussprache mit den Flüchtlingen, die zum größten Teil im BiW wohnen, konnten viele offene Fragen geklärt werden. "Wir haben uns den angesprochenen Problemen angenommen und werden hier auch Veränderungen veranlassen. Das ist bereits an den Betreiber durchgestellt", sagt Jutta Krauth.
"So wurde uns gestern beispielsweise mitgeteilt, dass es offenbar Kapazitätsengpässe bei der Warmwasserversorgung gibt. Hier werden wir nachsteuern. Fazit des Gesprächs ist, dass die Kommunikation aller am Prozess Beteiligten eine große Herausforderung ist und nun fortgesetzt werden muss."
Aus diesem Grund wird das Landratsamt ab nächster Woche im BiW gemeinsam mit einem Übersetzer Sprechzeiten anbieten, in dem offene Fragen sowohl zur Unterbringung als auch zum Asylverfahren geklärt werden können. Die zuständige 1. Beigeordnete erläuterte den Flüchtlingen auch den Ablauf des Asylverfahrens und warb um Verständnis dafür, dass aufgrund der großen Anzahl von Asylantragstellern nicht alle zeitnah einen Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten könnten. Der Landkreis habe hier auch keinen Einfluss. Es erhalten jedoch alle Flüchtlinge einen Termin beim Bundesamt, das über die Asylanträge entscheidet.
Aufgrund der aktuellen Unterbringungssituation mit gut 400 Flüchtlingen in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften werden nach Absprache mit dem Landesverwaltungsamt in dieser Woche dem Landkreis keine neuen Flüchtlinge zugewiesen. Erst in der nächsten Woche erwartet die Landkreisverwaltung wieder rund 50 neue Flüchtlinge aus einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landes.
