Handball-Thüringenliga Frauen
Mit toller Moral einen Punkt entführt
Dienstag, 03. November 2015, 11:03 Uhr
Mit einem 24:24 kehrten die Handballfrauen des Nordhäuser SV am vergangenen Wochenende von ihrem Thüringenligaspiel beim Tabellenzweiten TSV Motor Gispersleben zurück. Von einem Unentschieden, dass sich dem Spielverlauf nach wie ein Sieg anfühlt und auch hoch verdient war berichtet Uwe Tittel...
Damit sind die NSV-Frauen im dritten Spiel in Folge ungeschlagen und verbesserten sich auf Tabellenplatz Vier. Besonders erfreulich, dass die Leistungskurve deutlich nach oben zeigt.
Die vor allem individuelle starken Gispi-Spielerinnen hatten zunächst den besseren Start, führten schnell 3:1. Nordhausen erreichte dann aber Gleichwertigkeit, schaffte den 3:3-Ausgleich und konnte auch danach bis zum 6:6 die Vorgaben der Gastgeberinnen immer wieder egalisieren. Eines wurde allerdings dabei sichtbar: Einige glaubten wohl nicht so recht ans eigene Können, scheuten die Verantwortung, selber konsequent den Erfolg zu suchen.
Und so konzentrierte sich das Torewerfen zu sehr auf Anna Schneider und Teddy Dudek. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Hinzu kam nun noch, dass man sich in der Abwehr zu oft heraus locken ließ. Die sich daraus ergebenden größeren Lücken waren ein gefundenes Fressen für die wendigen Gisperslebenerinnen, die sich innerhalb weniger Minuten auf 11:6 und schließlich sogar auf 13:7 absetzen konnten. Schwarze zehn Minuten aus Sicht der Gäste.
Die sich in den Schlussminuten der ersten Halbzeit aber wieder fingen und mit zwei eigenen Treffern noch zum Pausenstand von 13:9 verkürzen konnten.
In der Kabine wurden die Fehler der erste Halbzeit analysiert, vor allem aber mehr Selbstvertrauen angemahnt. Und die Trainerworte kamen an, denn mit Wiederbeginn präsentierte sich eine ganz andere NSV-Mannschaft, bei der nun alle an einem Strang zogen. Die nun dicht gefügte 6:0-Abwehr ließ den Gegnerinnen nur noch wenig Freiräume und der nun deutlich beweglichere und schnelle Angriff der Nordhäuserinnen erspielte sich viele gute Chancen.
Mit 11:13 und 13:15 hatte der NSV schnell Anschluss gefunden und der Gispi-Trainer sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen. Die schien auch zu fruchten, denn die Gastgeberinnen konnten sich wieder auf 17:13 absetzen. Doch Nordhausen ließ sich davon nicht beeindrucken, setzte weiter erfolgreich auf die eigenen Qualitäten, schaffte mit vier Treffern in Folge den 17:17-Ausgleich und konnte beim 19:18 sogar erstmals im Spiel selber in Führung gehen.
Das gelang noch zweimal, ehe sich die Waage doch wieder den Hausherrinnen zuzuneigen schien. Mit 23:21 holte sich Gispersleben die Führung zurück und nur noch wenige Minuten waren zu spielen. In dieser Phase zeigte sich, welche Qualität und gute Moral in der NSV-Truppe steckt. Man gab nicht auf, erkämpfte in der Abwehr Bälle und beeindruckte im Angriff weiter mit schnellen und guten Spielzügen. 23:23, es war wieder alles offen. Auch die erneute Führung von Gispi wurde ausgeglichen. In der allerletzten Spielminute wollten beide Teams dann noch mit Macht den Siegtreffer, doch es blieb bei der letztlich gerechten Punkteteilung. Die von den Nordhäuserinnen zu recht als Erfolg gefeiert wurde.
Uwe Tittel
TSV Motor Gispersleben – Nordhäuser SV 24:24 (13:9) Nordhausen mit: Nancy Brodhuhn – Diana Bückert (4), Stephanie Kruse (2), Lina Freudenberg, Claudia Dudek (5), Marianne Kiel (2), Clara Fiedler (1), Jenny Mohrig (3), Anna Schneider (5), Jenny Galonska, Viola Böttcher (2)
Autor: redDamit sind die NSV-Frauen im dritten Spiel in Folge ungeschlagen und verbesserten sich auf Tabellenplatz Vier. Besonders erfreulich, dass die Leistungskurve deutlich nach oben zeigt.
Die vor allem individuelle starken Gispi-Spielerinnen hatten zunächst den besseren Start, führten schnell 3:1. Nordhausen erreichte dann aber Gleichwertigkeit, schaffte den 3:3-Ausgleich und konnte auch danach bis zum 6:6 die Vorgaben der Gastgeberinnen immer wieder egalisieren. Eines wurde allerdings dabei sichtbar: Einige glaubten wohl nicht so recht ans eigene Können, scheuten die Verantwortung, selber konsequent den Erfolg zu suchen.
Und so konzentrierte sich das Torewerfen zu sehr auf Anna Schneider und Teddy Dudek. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Hinzu kam nun noch, dass man sich in der Abwehr zu oft heraus locken ließ. Die sich daraus ergebenden größeren Lücken waren ein gefundenes Fressen für die wendigen Gisperslebenerinnen, die sich innerhalb weniger Minuten auf 11:6 und schließlich sogar auf 13:7 absetzen konnten. Schwarze zehn Minuten aus Sicht der Gäste.
Die sich in den Schlussminuten der ersten Halbzeit aber wieder fingen und mit zwei eigenen Treffern noch zum Pausenstand von 13:9 verkürzen konnten.
In der Kabine wurden die Fehler der erste Halbzeit analysiert, vor allem aber mehr Selbstvertrauen angemahnt. Und die Trainerworte kamen an, denn mit Wiederbeginn präsentierte sich eine ganz andere NSV-Mannschaft, bei der nun alle an einem Strang zogen. Die nun dicht gefügte 6:0-Abwehr ließ den Gegnerinnen nur noch wenig Freiräume und der nun deutlich beweglichere und schnelle Angriff der Nordhäuserinnen erspielte sich viele gute Chancen.
Mit 11:13 und 13:15 hatte der NSV schnell Anschluss gefunden und der Gispi-Trainer sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen. Die schien auch zu fruchten, denn die Gastgeberinnen konnten sich wieder auf 17:13 absetzen. Doch Nordhausen ließ sich davon nicht beeindrucken, setzte weiter erfolgreich auf die eigenen Qualitäten, schaffte mit vier Treffern in Folge den 17:17-Ausgleich und konnte beim 19:18 sogar erstmals im Spiel selber in Führung gehen.
Das gelang noch zweimal, ehe sich die Waage doch wieder den Hausherrinnen zuzuneigen schien. Mit 23:21 holte sich Gispersleben die Führung zurück und nur noch wenige Minuten waren zu spielen. In dieser Phase zeigte sich, welche Qualität und gute Moral in der NSV-Truppe steckt. Man gab nicht auf, erkämpfte in der Abwehr Bälle und beeindruckte im Angriff weiter mit schnellen und guten Spielzügen. 23:23, es war wieder alles offen. Auch die erneute Führung von Gispi wurde ausgeglichen. In der allerletzten Spielminute wollten beide Teams dann noch mit Macht den Siegtreffer, doch es blieb bei der letztlich gerechten Punkteteilung. Die von den Nordhäuserinnen zu recht als Erfolg gefeiert wurde.
Uwe Tittel
TSV Motor Gispersleben – Nordhäuser SV 24:24 (13:9) Nordhausen mit: Nancy Brodhuhn – Diana Bückert (4), Stephanie Kruse (2), Lina Freudenberg, Claudia Dudek (5), Marianne Kiel (2), Clara Fiedler (1), Jenny Mohrig (3), Anna Schneider (5), Jenny Galonska, Viola Böttcher (2)
