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Gemeinsam die Aufgaben meistern

Montag, 26. Oktober 2015, 06:42 Uhr
Eine Frau aus Nordhausen hatte der Redaktion einen Brief geschrieben. Darin will sie sowohl "Danke" sagen als auch einen Wunsch äußern...


Heute möchte ich Danke sagen! Einmal für diese Plattform! Es ist eine gute Möglichkeit sich auszutauschen, Informationen zu finden und Anregungen zum Nachdenken zu bekommen. Von Politikverdrossenheit kann wirklich keine Rede mehr sein, denn so viele Menschen schreiben über die aktuell empfundene oder erlebte Situation.

Nun sicher warten Sie jetzt auf das "Aber". Ich habe einen Wunsch.

Könnten sich nicht alle Nordhäuser friedvoll begegnen und die unterschiedlichen Sichtweisen und Argumente zur aktuellen Flüchtlingsproblematik miteinander besprechen, sachlich diskutieren, um zu einer gemeinsamen Lösung zu finden, statt sich demonstrativ auf der Straße zu begegnen oder zu meinen, dass nur ihre Meinung, die einzig Richtige ist?

Was meinen Sie?

Die Nordhäuser habe ich als willensstarke, engagierte und friedvolle Menschen kennengelernt. Und als solch eine Gemeinschaft kann man wirklich viel erreichen. Es gibt in der momentanen Situation kein Schwarz und kein Weiß. Die Wahrheit und das Tun & Handeln liegt wohl in der Mitte.

Wir sollten gemeinsam einen Weg finden, die anstehenden Aufgaben zu meistern. Schauen Sie sich die Medien im Fernsehen an. Es wird kaum noch ein Bild aus Syrien gezeigt, sondern nur noch Menschen auf der Flucht.... und die Zahl macht uns Sorge und Angst und ganz bestimmt nicht zu unrecht. Doch es wird ausgeblendet warum das alles. Es geht um Krieg!

Ich möchte betonen, dass ich in keiner Partei bin, sondern mir heute ein Herz gefasst habe, Ihnen zu sagen, wir sollten die Initiative ergreifen und helfen. Es muss kein Geld sein, es reicht ein Lächeln, ein Gespräch mit den Menschen, die nach Sicherheit suchen. Rund 200 Menschen habe ich bis jetzt kennengelernt. Manch einen nur sehr flüchtig, manch einen näher.

Ich darf Ihnen sagen, dass viele von ihnen Hab und Gut und Familie verloren haben. Sie fühlen sich hier unsicher, kommen mit der Witterung nicht klar und wollen Integration, indem sie die deutsche Sprache lernen. Ich möchte betonen, ich spreche nicht für alle, sondern für die, die ich kennengelernt habe. Und alle waren freundlich, hilfsbereit, dankbar und friedvoll.

Ich dachte, die Zeit der Autokratie wäre zu ende!? Nun sicher könnte man noch Stunden schreiben, doch statt dessen wünsche ich Ihnen eine gute Woche und ein friedvolles Miteinander.
K. M., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
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Autor: red

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