Süßes oder Saures?
Wie ich zum Halloween-Gegner wurde
Sonntag, 25. Oktober 2015, 18:37 Uhr
Wenn Kinder ihren Spaß haben, freue ich mich mit. Demzufolge konnte ich auch immer über lustige Verkleidungen am 31.10. lachen und hatte auch immer an Halloween was Süßes in der Wohnung. Ohne auch nur im Geringsten darüber nachzudenken. Erst 2003, als auch - wenn ich mich richtig erinnere - der Spruch Süßes oder Saures so richtig ostwärts vorankam, hat sich das schlagartig geändert...
Damals arbeitete ich in der Nähe von Hannover und hatte dort einen zweiten Wohnsitz. Den verläßt man normalerweise freitags in Richtung Heimat, auch wenn am Wochenende Halloween ist. Als ich Montagabend dann meine Wohnungstür aufschließen wollte, bekam ich den Schlüssel nicht ins verklebte Schloß und verschmutzte mir Kleidung und die Hände mit unter die Klinke geschmierter Zahpasta.
Zum Glück war der Klebstoff nicht so weit ins Schloss eingedrungen, dass er dieses unbrauchbar gemacht hätte und so war ich nach 20 Minuten vorsichtigem kratzen mit dafür wie geschaffenem Autowerkzeug, einem Taschenmesser und einer Sicherheitsnadel doch in meiner Wohnung und mit dem Nachdenken fertig.
Natürlich würden nordthüringische Kinder beim Bestrafen der Halloween-Verweigerer nie so weit gehen. Aber auch die Eltern der reinsten Engel auf der Welt sollten mal mit mir gemeinsam nachdenken:
Wie soll Süßes oder Saures bei dem heranwachsenden Kind weitergehen? Der pubertierende Teenager kommt seinen Eltern dann mit Geld her fürs Moped oder ich klaue es euch! Der 18-jährige Neu-Erwachsene sagt: Eigene Wohnung oder Prügel. Bei der ersten ernsteren Notlage im Leben heißt es dann Geld oder Leben!?
Das kann doch nicht das Erziehungsziel sein. Halloween braucht eine Ablösung. Auch wenn vielleicht etwas Spaß dabei auf der Strecke bleibt.
Auch ihr Kinder seid hier gefordert. Lasst euch etwas Lustiges einfallen, um friedlich an Geschenke zu kommen. Es ist keine Leistung, sich als Nachwuchserpresser zu üben. Mit dem SoS – Spruch braucht ihr bei mir nicht zu klingeln, sonst bekommt ihr, wenn ich zuhause bin, Saures.
Jürgen Wiethoff
Autor: redDamals arbeitete ich in der Nähe von Hannover und hatte dort einen zweiten Wohnsitz. Den verläßt man normalerweise freitags in Richtung Heimat, auch wenn am Wochenende Halloween ist. Als ich Montagabend dann meine Wohnungstür aufschließen wollte, bekam ich den Schlüssel nicht ins verklebte Schloß und verschmutzte mir Kleidung und die Hände mit unter die Klinke geschmierter Zahpasta.
Zum Glück war der Klebstoff nicht so weit ins Schloss eingedrungen, dass er dieses unbrauchbar gemacht hätte und so war ich nach 20 Minuten vorsichtigem kratzen mit dafür wie geschaffenem Autowerkzeug, einem Taschenmesser und einer Sicherheitsnadel doch in meiner Wohnung und mit dem Nachdenken fertig.
Natürlich würden nordthüringische Kinder beim Bestrafen der Halloween-Verweigerer nie so weit gehen. Aber auch die Eltern der reinsten Engel auf der Welt sollten mal mit mir gemeinsam nachdenken:
Wie soll Süßes oder Saures bei dem heranwachsenden Kind weitergehen? Der pubertierende Teenager kommt seinen Eltern dann mit Geld her fürs Moped oder ich klaue es euch! Der 18-jährige Neu-Erwachsene sagt: Eigene Wohnung oder Prügel. Bei der ersten ernsteren Notlage im Leben heißt es dann Geld oder Leben!?
Das kann doch nicht das Erziehungsziel sein. Halloween braucht eine Ablösung. Auch wenn vielleicht etwas Spaß dabei auf der Strecke bleibt.
Auch ihr Kinder seid hier gefordert. Lasst euch etwas Lustiges einfallen, um friedlich an Geschenke zu kommen. Es ist keine Leistung, sich als Nachwuchserpresser zu üben. Mit dem SoS – Spruch braucht ihr bei mir nicht zu klingeln, sonst bekommt ihr, wenn ich zuhause bin, Saures.
Jürgen Wiethoff
