Lange Nacht der Wissenschaften
Die Wissenschaft vom Altern
Dienstag, 20. Oktober 2015, 14:40 Uhr
Wir werden immer älter und mit der stetig steigenden Lebenserwartung ist das Altern selbst mehr in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Im Zentrum steht hier nicht mehr allein der biologische Prozess, sondern auch die sozialen Folgen für Individuum und Umfeld. Zur langen Nacht der Wissenschaften wollen sich die Experten vom IWK ausführlich dem Thema widmen...
Martin Schirrmacher ist Buchautor, Schauspieler und gern gesehener Gast auf dem Nordhäuser Flugfeld. Und Herr Schirrmacher ist 91 Jahre alt. Der Senior ist auch im allerhöchsten Alter noch so aktiv wie eh und je. Das lässt sich sicher nicht von all seinen Altersgenossen sagen und auch nicht von manchen, die noch zwanzig Jahre jünger sind als der umtriebige Herr Schirrmacher.
Im Vortrag "Bewusste Freizeitgestaltung versus sozialer Tod" berichtet er zur Langen Nacht der Wissenschaften von seinem eigenen Leben, beschreibt wie der Ruhestand positiv gestaltet und genossen werden kann und wie man dem "sozialen Tod", dem Rückzug in die Einsamkeit entgegen tritt.
Den wissenschaftlichen Teil des Vortrages übernimmt die Soziologin Madeleine Dornhofer, vom Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege (IWK) und stellt die Frage in den Raum, ob Nordhausen ein Ort zum alt werden ist.
Neben dem Thema soziale Gerontologie wird es zur langen Wissenschaftsnacht am IWK auch um Demenz gehen, anders als sonst üblich stehen hier dann einmal positive Aspekte der Erkrankung im Vordergrund. Drittes Thema wird die Vorsorgevollmacht sein.
Alles rund ums Alter - zur langen Nacht der Wissenschaften sprechen die Experten vom Nordhäuser IWK über ihre Profession (Foto: Angelo Glashagel)
Die Vortragsreihe ist für das IWK auch eine Möglichkeit, Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen. Immerhin 16 IWK Standorte gibt es bundesweit. Nordhausen ist dabei der einzige in Thüringen und den gibt es immerhin schon seit 2006. Das Institut funktioniert dabei im Grunde wie eine Berufsschule und ist staatlich anerkannt.
Leiterin Steffi Schmidt und ihre Kollegen wissen also wovon sie sprechen, wenn sie zur Wissenschaftsnacht antreten, dreht sich doch die Arbeit der Einrichtung vor allem um das Alter. Neben der klassischen Ausbildung zum Altenpfleger oder Altenpflegehelfer bietet man auch Weiter- und Fortbildungen zu verschiedensten Themen rund um Pflege und Betreuung an, wie etwa Kurse zur Pflegedienstleitung, zur Fachpflegekraft für Geriatrie und Gerontopsychiatrie oder auch zur palliativen Betreuung, der Pflege unheilbar Kranker in ihrer letzten Lebensphase an.
Die Zeit der kleinen Klassen ist vorbei - die Pflegebranche sucht beständig nach frischen Kräften (Foto: Angelo Glashagel)
Die Tage der kleinen Kurse sind inzwischen vorbei, heute sind die Klassen voll, erzählt Marlen Ehrhardt-Ludwig, ebenfalls pädagogische Mitarbeiterin am IWK und Studentin der Nordhäuser Hochschule. Der hohe Zulauf sei auch der Zusammenarbeit mit den Trägern aus der Region zu verdanken. Die Nachfrage steige auch ohne große Werbung stetig an, denn gerade im Pflegebereich hat der Mangel an qualifizierten Personal heute für Berufsanfänger viele Chancen eröffnet.
Im Businness and Innovation Centre, besser bekannt als BIC, finden sich die Büros, Klassen- und Übungsräume. Dort werden auch die Vorträge des IWK zur Langen Nacht der Wissenschaften stattfinden. Von der Hochschule aus steht ein Shuttle bereit, das Interessierte auch bis hinaus zum BIC und wieder zurück bringt. Das gesamte Programm zu den Vorträgen findet sich auf der Webseite der Hochschule oder einfach hier .
Autor: redMartin Schirrmacher ist Buchautor, Schauspieler und gern gesehener Gast auf dem Nordhäuser Flugfeld. Und Herr Schirrmacher ist 91 Jahre alt. Der Senior ist auch im allerhöchsten Alter noch so aktiv wie eh und je. Das lässt sich sicher nicht von all seinen Altersgenossen sagen und auch nicht von manchen, die noch zwanzig Jahre jünger sind als der umtriebige Herr Schirrmacher.
Im Vortrag "Bewusste Freizeitgestaltung versus sozialer Tod" berichtet er zur Langen Nacht der Wissenschaften von seinem eigenen Leben, beschreibt wie der Ruhestand positiv gestaltet und genossen werden kann und wie man dem "sozialen Tod", dem Rückzug in die Einsamkeit entgegen tritt.
Den wissenschaftlichen Teil des Vortrages übernimmt die Soziologin Madeleine Dornhofer, vom Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege (IWK) und stellt die Frage in den Raum, ob Nordhausen ein Ort zum alt werden ist.
Neben dem Thema soziale Gerontologie wird es zur langen Wissenschaftsnacht am IWK auch um Demenz gehen, anders als sonst üblich stehen hier dann einmal positive Aspekte der Erkrankung im Vordergrund. Drittes Thema wird die Vorsorgevollmacht sein.
Alles rund ums Alter - zur langen Nacht der Wissenschaften sprechen die Experten vom Nordhäuser IWK über ihre Profession (Foto: Angelo Glashagel)
Die Vortragsreihe ist für das IWK auch eine Möglichkeit, Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen. Immerhin 16 IWK Standorte gibt es bundesweit. Nordhausen ist dabei der einzige in Thüringen und den gibt es immerhin schon seit 2006. Das Institut funktioniert dabei im Grunde wie eine Berufsschule und ist staatlich anerkannt.
Leiterin Steffi Schmidt und ihre Kollegen wissen also wovon sie sprechen, wenn sie zur Wissenschaftsnacht antreten, dreht sich doch die Arbeit der Einrichtung vor allem um das Alter. Neben der klassischen Ausbildung zum Altenpfleger oder Altenpflegehelfer bietet man auch Weiter- und Fortbildungen zu verschiedensten Themen rund um Pflege und Betreuung an, wie etwa Kurse zur Pflegedienstleitung, zur Fachpflegekraft für Geriatrie und Gerontopsychiatrie oder auch zur palliativen Betreuung, der Pflege unheilbar Kranker in ihrer letzten Lebensphase an.
Die Zeit der kleinen Klassen ist vorbei - die Pflegebranche sucht beständig nach frischen Kräften (Foto: Angelo Glashagel)
Die Tage der kleinen Kurse sind inzwischen vorbei, heute sind die Klassen voll, erzählt Marlen Ehrhardt-Ludwig, ebenfalls pädagogische Mitarbeiterin am IWK und Studentin der Nordhäuser Hochschule. Der hohe Zulauf sei auch der Zusammenarbeit mit den Trägern aus der Region zu verdanken. Die Nachfrage steige auch ohne große Werbung stetig an, denn gerade im Pflegebereich hat der Mangel an qualifizierten Personal heute für Berufsanfänger viele Chancen eröffnet.Im Businness and Innovation Centre, besser bekannt als BIC, finden sich die Büros, Klassen- und Übungsräume. Dort werden auch die Vorträge des IWK zur Langen Nacht der Wissenschaften stattfinden. Von der Hochschule aus steht ein Shuttle bereit, das Interessierte auch bis hinaus zum BIC und wieder zurück bringt. Das gesamte Programm zu den Vorträgen findet sich auf der Webseite der Hochschule oder einfach hier .
