Todesmärsche 1945
Erinnern und Gedenken
Montag, 19. Oktober 2015, 06:37 Uhr
Es war die Zeit der Todesmärsche 1945, als das Lager Mackenrode, ein Außenlager des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora, aufgelöst wurde. Damals, vor siebzig Jahren, traten die Häftlinge aus Mackenrode ihren letzten Gang über Wieda nach Wernigerode an...
Wer von ihnen diesen Marsch überlebte oder nicht fliehen konnte, wurde mit dem Güterzug nach Gardelegen transportiert. Hier kamen über 1000 Häftlinge beim Massaker in der Isenschnibber Feldscheune um ihr Leben.
Die Kirchengemeinde und die Gemeinde, Schützenverein und Feuerwehr von Mackenrode, wollten daran erinnern und gedenken. Im Frühjahr begann ein Prozess des Sammelns der Erinnerungen und der letzten Dokumente. Noch gibt es die, welche diese Zeit als Kinder und Jugendliche erlebt haben.
Ihre Geschichten machen deutlich, dass für die Umgebungsgesellschaft eine neutrale Beobachtungsrolle nicht möglich war. Die Jugendlichen kamen, um den Zigeuner singen zu hören. Neben Beschimpfungen und Anfeindungen gab es auch heimlichen Brot-, Kartoffeln und Rübengaben.
300 Kerzen, für jeden Menschen aus dem Lager eine Kerze, wurden in einem bewegenden Gottesdienst in der Kirche zur Erinnerung entzündet.
An der sogenannten Peterswiese erinnert eine Gedenktafel an den Ort, an dem die Häftlinge dem Sadismus und der Willkür ihrer Bewacher aus den Reihen der SS wehrlos ausgeliefert waren. Bürgermeister Buchholz erinnerte im Rahmen einer Kranzniederlegung an die Verantwortung, die wir alle haben, in unserem Einsatz für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe.
Sabine Wegner
Autor: redWer von ihnen diesen Marsch überlebte oder nicht fliehen konnte, wurde mit dem Güterzug nach Gardelegen transportiert. Hier kamen über 1000 Häftlinge beim Massaker in der Isenschnibber Feldscheune um ihr Leben.
Die Kirchengemeinde und die Gemeinde, Schützenverein und Feuerwehr von Mackenrode, wollten daran erinnern und gedenken. Im Frühjahr begann ein Prozess des Sammelns der Erinnerungen und der letzten Dokumente. Noch gibt es die, welche diese Zeit als Kinder und Jugendliche erlebt haben.
Ihre Geschichten machen deutlich, dass für die Umgebungsgesellschaft eine neutrale Beobachtungsrolle nicht möglich war. Die Jugendlichen kamen, um den Zigeuner singen zu hören. Neben Beschimpfungen und Anfeindungen gab es auch heimlichen Brot-, Kartoffeln und Rübengaben.
300 Kerzen, für jeden Menschen aus dem Lager eine Kerze, wurden in einem bewegenden Gottesdienst in der Kirche zur Erinnerung entzündet.
An der sogenannten Peterswiese erinnert eine Gedenktafel an den Ort, an dem die Häftlinge dem Sadismus und der Willkür ihrer Bewacher aus den Reihen der SS wehrlos ausgeliefert waren. Bürgermeister Buchholz erinnerte im Rahmen einer Kranzniederlegung an die Verantwortung, die wir alle haben, in unserem Einsatz für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe.
Sabine Wegner




