Eine Stadt - zwei Weihnachtsmärkte
Ist diese Stadt ein Irrenhaus?
Freitag, 16. Oktober 2015, 16:00 Uhr
Zugegeben - in Berlin gibt es neben einem zentralen Weihnachtsmarkt auf dem Alex noch viele kleine Märkte. Zum Beispiel in den einzelnen Stadtbezirken. Nun eifert die Stadt Nordhausen dem hauptstädtischen Beispiel nach...
Weihnachts/Adventsmarkt 2014 (Foto: nnz)
Ja, so unumstritten war die Entscheidung, den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Theaterplatz an einen privaten Betreiber zu vergeben, tatsächlich nicht. Doch Entscheidung ist Entscheidung - trotz massiver Kritik aus den Reihen der Schausteller.
Nun aber, so die Informationen der nnz, hat eine "natürliche Person" aus den Schaustellerreihen einen zweiten Weihnachtsmarkt angemeldet. Und zwar genau auf dem Blasiikirchplatz. Hier sollen sich also an mindestens einem Wochenende die Karussells drehen, soll Zuckerwatte verkauft werden.
Nebenan quasi befindet sich der Markt des Kinder-Kirchen-Ladens und so könnte sich das alles zu einem "alternativen Weihnachtsmarkt" vereinen und entwickeln. So unangenehm für den privaten Betreiber des Marktes am Theater, so angenehm für die zahlreichen Vereine, die dort keinen Glühwein mehr ausschenken dürfen. Das sollen sie nach Informationen der nnz auf dem Blasiikirchplatz dürfen.
Seitens der Stadtverwaltung lag kein Grund vor, die Anmeldung eines zweiten Weihnachtsmarktes zu versagen. Und so könnte das Zwillingsmarktgeschehen durchaus Vorbildwirkung für die nächsten Jahre bekommen. Beispiel Rolandsfest: Jeder Nordhäuser weiß, dass dieses traditionelle Volksfest seine Heimat am zweiten Juni-Wochenende hat und Tausende Besucher anlockt. Ein zweiter oder dritter pfiffiger Veranstalter könnte also hier seine Chance wittern und ein alternatives Rolandsfest (unter anderem Namen) anmelden und vom Werbeeffekt des Originals profitieren.
Ob das alles jedoch im Sinne des Erfinders ist, das kann durchaus angezweifelt werden. Denn: Nordhausen ist eben nicht Berlin.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Weihnachts/Adventsmarkt 2014 (Foto: nnz)
Ja, so unumstritten war die Entscheidung, den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Theaterplatz an einen privaten Betreiber zu vergeben, tatsächlich nicht. Doch Entscheidung ist Entscheidung - trotz massiver Kritik aus den Reihen der Schausteller.
Nun aber, so die Informationen der nnz, hat eine "natürliche Person" aus den Schaustellerreihen einen zweiten Weihnachtsmarkt angemeldet. Und zwar genau auf dem Blasiikirchplatz. Hier sollen sich also an mindestens einem Wochenende die Karussells drehen, soll Zuckerwatte verkauft werden.
Nebenan quasi befindet sich der Markt des Kinder-Kirchen-Ladens und so könnte sich das alles zu einem "alternativen Weihnachtsmarkt" vereinen und entwickeln. So unangenehm für den privaten Betreiber des Marktes am Theater, so angenehm für die zahlreichen Vereine, die dort keinen Glühwein mehr ausschenken dürfen. Das sollen sie nach Informationen der nnz auf dem Blasiikirchplatz dürfen.
Seitens der Stadtverwaltung lag kein Grund vor, die Anmeldung eines zweiten Weihnachtsmarktes zu versagen. Und so könnte das Zwillingsmarktgeschehen durchaus Vorbildwirkung für die nächsten Jahre bekommen. Beispiel Rolandsfest: Jeder Nordhäuser weiß, dass dieses traditionelle Volksfest seine Heimat am zweiten Juni-Wochenende hat und Tausende Besucher anlockt. Ein zweiter oder dritter pfiffiger Veranstalter könnte also hier seine Chance wittern und ein alternatives Rolandsfest (unter anderem Namen) anmelden und vom Werbeeffekt des Originals profitieren.
Ob das alles jedoch im Sinne des Erfinders ist, das kann durchaus angezweifelt werden. Denn: Nordhausen ist eben nicht Berlin.
Peter-Stefan Greiner
