Flüchtlingskrise
Eine Million Euro für weitere Immobilien
Montag, 05. Oktober 2015, 20:00 Uhr
Im Grunde genommen ging es in der dringlichen Sitzung des Kreisausschusses am Nachmittag um die weitere Lösung des Flüchtlingsproblems. Zumindest wurden rund eine Million Euro lockergemacht...
Angekommen (Foto: nnz)
Die ersten 50 Flüchtlinge kamen am Mittag an
Landrat Matthias Jendricke sagte, dass der Landkreis nach der Reemstma-Absage durch das Land wieder mit einem erhöhten Aufkommen an Flüchtlingen zu rechnen habe. Für diese Woche seien 100 Neuankömmlinge avisiert. Ein erster Bus kam am Mittag auf dem Bahnhof in Nordhausen an.
Weiterhin habe Mirgationsminister Lauinger zu einem gemeinsamen Termin bei HochTief geladen, an dem auch der Landrat und der Oberbürgermeister teilnahmen. Nach dem ehemaligen Wismut-Krankenhaus (bis zu 2.000 Flüchtlinge) sei nun HochTief mit Priorität ausgestattet. Parallel dazu kommen vermutlich noch Immobilien des Bildungswerkes Bau, so dass mit einer Kapazität von 750 Personen zu rechnen ist. Die Service-Gesellschaft habe sich schon mal um die Betreibung der Erstaufnahmeeinrichtung beworben. Bevor die ersten Flüchtlinge dort unterkommen können, müssen in den Immobilien allerdings die Sanitäranlagen erweitert werden.
In der benachbarten Bauschule sollen weitere Rettungswege geschaffen werden, so dass über 100 Menschen dort unterkommen können. Gleiches gilt für den Standort am Alten Tor für 50 Plätze. Das Veterinäramt soll in das BIC in Bielen umziehen. In der Zorgestraße (ehemaliger Kindertarten) sollen 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Stadt Nordhausen bietet das Objekt mietfrei an, der Landkreis muss die Betriebskosten zahlen. Allerdings müssen hier die sanitären Anlagen auf Erwachsenengröße angepasst werden. Zusätzlich sollen Duschen und eine Küche eingebaut werden.
Jendricke sagte darüber hinaus, dass die Reserven an Wohnungen bei SWG und WBG nahezu ausgeschöpft sind, einige Wohnungen können noch in Sollstedt bereitgestellt werden. Gesucht werden jetzt private Wohnungen, die möglichst möbliert sind.
Für Rainer Bachmann hat vor allem der Umzug des Veterinäramtes einen positiven Nebeneffekt, denn so werde die Auslastung der Einrichtung weiter erhöht. Wirtschaftsförderung pur, denn sämtliche Kosten – bis auf Sanierung des Kindergartens in der Zorgestraße – werden vom Land Thüringen erstattet.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Angekommen (Foto: nnz)
Die ersten 50 Flüchtlinge kamen am Mittag anLandrat Matthias Jendricke sagte, dass der Landkreis nach der Reemstma-Absage durch das Land wieder mit einem erhöhten Aufkommen an Flüchtlingen zu rechnen habe. Für diese Woche seien 100 Neuankömmlinge avisiert. Ein erster Bus kam am Mittag auf dem Bahnhof in Nordhausen an.
Weiterhin habe Mirgationsminister Lauinger zu einem gemeinsamen Termin bei HochTief geladen, an dem auch der Landrat und der Oberbürgermeister teilnahmen. Nach dem ehemaligen Wismut-Krankenhaus (bis zu 2.000 Flüchtlinge) sei nun HochTief mit Priorität ausgestattet. Parallel dazu kommen vermutlich noch Immobilien des Bildungswerkes Bau, so dass mit einer Kapazität von 750 Personen zu rechnen ist. Die Service-Gesellschaft habe sich schon mal um die Betreibung der Erstaufnahmeeinrichtung beworben. Bevor die ersten Flüchtlinge dort unterkommen können, müssen in den Immobilien allerdings die Sanitäranlagen erweitert werden.
In der benachbarten Bauschule sollen weitere Rettungswege geschaffen werden, so dass über 100 Menschen dort unterkommen können. Gleiches gilt für den Standort am Alten Tor für 50 Plätze. Das Veterinäramt soll in das BIC in Bielen umziehen. In der Zorgestraße (ehemaliger Kindertarten) sollen 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Stadt Nordhausen bietet das Objekt mietfrei an, der Landkreis muss die Betriebskosten zahlen. Allerdings müssen hier die sanitären Anlagen auf Erwachsenengröße angepasst werden. Zusätzlich sollen Duschen und eine Küche eingebaut werden.
Jendricke sagte darüber hinaus, dass die Reserven an Wohnungen bei SWG und WBG nahezu ausgeschöpft sind, einige Wohnungen können noch in Sollstedt bereitgestellt werden. Gesucht werden jetzt private Wohnungen, die möglichst möbliert sind.
Für Rainer Bachmann hat vor allem der Umzug des Veterinäramtes einen positiven Nebeneffekt, denn so werde die Auslastung der Einrichtung weiter erhöht. Wirtschaftsförderung pur, denn sämtliche Kosten – bis auf Sanierung des Kindergartens in der Zorgestraße – werden vom Land Thüringen erstattet.
Peter-Stefan Greiner
