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Verband bewilligte Fördermittel

Donnerstag, 21. Juni 2001, 17:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Rahmen seiner Haushaltsmöglichkeiten fördert der Regionalverband Harz kulturelle Projekte in der Region. Auf der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses in Herzberg am Harz wurde die Förderung von insgesamt vier Vorhaben beschlossen.

Der Oberharzer Geschichts- und Museumsvereins e.V. erhält 5.000 Mark für den Erwerb der Familienbücher der Harzer Bergmannsfamilie Koch. Die Familie, deren prominentestes Mitglied Robert Koch 1905 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung des Tuberkelbazillus erhielt, hat in der Montangeschichte des Harzes über Generationen eine herausragende Rolle gespielt. Mehrere Jahrhunderte Harzer Industrie- und Sozialgeschichte finden sich in den Familienbüchern wieder, die der Region verloren gingen, wenn es dem Geschichts- und Museumsverein nicht gelingen würde, diese kulturhistorisch hochrangige Archivalie zu erwerben. Ihre wissenschaftliche Untersuchung wird Jahre in Anspruch nehmen.

Vom 6. bis 28. Oktober veranstaltet die Bergstadt St. Andreasberg zusammen mit dem Nationalpark Harz zum 7. Mal die „Kunstausstellung Natur - Mensch“ rund um den „Andreas-Kunstpreis“. In der Rathaus-Scheune, der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde werden Werke von Künstlern aus ganz Deutschland zu sehen sein, die sich mit dem Leitmotiv „NATUR - MENSCH“ auseinandersetzen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 200 Künstler mit rund 1.000 Werken. In herausragender Qualität macht die Ausstellung auf das Verhältnis des Menschen zur Natur aufmerksam und verdeutlicht gleichzeitig das untrennbare Zusammenspiel von Naturraum und Kulturlandschaft im Harz. Der Regionalverband fördert die Ausstellung und den anschließend erscheinenden Kunstkatalog mit 4.240 Mark.
Mit 1.000 DM wird das 1. Ostharzer Chorfestival gefördert, das vom 7. bis 9. September in Rieder stattfinden wird. Organisator ist der Männerchor Amicitia Rieder 1851 e.V.. Annähernd 20 Chöre aus drei Bundesländern wollen nicht nur ihre Freude am musikalischen Ausdruck zeigen, sondern durch das gemeinsame Musizieren auch ein Zeichen für Toleranz gegenüber ausländischen Bürgern und deren Bräuchen setzen.

Maximal 2.000 Mark wurden für eine Tagung und anschließende Publikation der Kirchenprovinz Sachsen genehmigt. Zusammen mit dem Harzverein für Geschichte und Altertumskunde wird am 15. September in Drübeck eine Tagung zum Thema „Evangelisch-Lutherische Landeskirchen der Harzterritorien in der frühen Neuzeit“ ausgerichtet. Hochrangige Referenten werden das noch zu wenig erforschte Thema wissenschaftlich beleuchten.
Autor: nnz

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