Neue Schule gefährdet Schulnetzplanung
Diskussion über privates Gymnasium in Ilfeld
Mittwoch, 16. September 2015, 21:41 Uhr
Auf der heutigen Sitzung des Gemeinderates Harztor stellten Stefan Nüßle, Sozial- und Bildungsdezernent des Landkreises, und Hans-Georg Müller, stellvertretender Leiter der Schulverwaltung, die Schulnetzplanung für den Zeitraum 2014/2015 bis 2019/2020 vor. Dabei ging es auch um kommende Investitionen und die Pläne der Klosterkammer, eine neue Schule in Ilfeld zu eröffnen...
In Harztor gibt es derzeit in den Schulen hinsichtlich der Schülerzahlen stabile Verhältnisse, erklärte Stefan Nüßle den Gemeinderäten. Der Trend ist positiv, auch weil aufgrund der Flüchtlingssituation im Landkreis mit steigenden Zahlen gerechnet wird. Bis zum Ende der Schulnetzplanung werden aktuell in der Ilfelder Grundschule leicht rückgängige Zahlen erwartet, in Niedersachswerfen sollen sie konstant bleiben. Neu ist, dass die Eltern, die ihre Kinder in einer anderen Schule als in ihrem Einzugsbereich beschulen lassen wollen, einen Gastschulzugang beantragen müssen, der jedoch nur in Ausnahmefällen genehmigt wird.
Die Regelschule in Niedersachswerfen muss in den nächsten Jahren saniert werden. Für die Toilettenanlage wurden 100.000 Euro eingeplant. Die Fußbodenbeläge, die zum Teil Gefahrenquellen für die Kinder darstellen, sollen ausgebessert werden. Das undichte Dach der Turnhalle in Niedersachswerfen kann erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Jedoch verlangt der Landkreis Planungssichert für die nächsten 25 Jahre. Sollte die Klosterkammer sich zum Bau einer Schule entschließen, dann wird es keine Investitionen geben, sagte Nüßle auf Nachfrage von Harztor Bürgermeister Stephan Klante. Ein neuer Schulstandort, der über die Größe des damaligen Ilfelder Herder Gymnasiums hinaus geht, wird die Schulnetzplanung gefährden.
Vier Schulen in Harztor sind zuviel, über eine überregionale Ausrichtung könnte man nachdenken, jedoch kann man einem freien Träger diesbezüglich keine Vorschriften machen, erklärte Stefan Nüßle. Ein Schulträger kann sich eine Selbstverpflichtung auferlegen, muss das jedoch nicht. Ein Gymnasium allein wird für den freien Träger wirtschaftlich nicht funktionieren. In Frage käme beispielsweise eine Gesamtschule, die jedoch die anderen Schulstandorte gefährden würde. Nüßle lehnte auf Nachfrage der Gemeinderäte die Initiative der Klosterkammer ab. Dennoch wird in den nächsten Wochen ein Konzept für eine Schule in freier Trägerschaft vorgelegt und die Wirtschaftlichkeit geprüft.
Sandra Witzel
Autor: swiIn Harztor gibt es derzeit in den Schulen hinsichtlich der Schülerzahlen stabile Verhältnisse, erklärte Stefan Nüßle den Gemeinderäten. Der Trend ist positiv, auch weil aufgrund der Flüchtlingssituation im Landkreis mit steigenden Zahlen gerechnet wird. Bis zum Ende der Schulnetzplanung werden aktuell in der Ilfelder Grundschule leicht rückgängige Zahlen erwartet, in Niedersachswerfen sollen sie konstant bleiben. Neu ist, dass die Eltern, die ihre Kinder in einer anderen Schule als in ihrem Einzugsbereich beschulen lassen wollen, einen Gastschulzugang beantragen müssen, der jedoch nur in Ausnahmefällen genehmigt wird.
Die Regelschule in Niedersachswerfen muss in den nächsten Jahren saniert werden. Für die Toilettenanlage wurden 100.000 Euro eingeplant. Die Fußbodenbeläge, die zum Teil Gefahrenquellen für die Kinder darstellen, sollen ausgebessert werden. Das undichte Dach der Turnhalle in Niedersachswerfen kann erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Jedoch verlangt der Landkreis Planungssichert für die nächsten 25 Jahre. Sollte die Klosterkammer sich zum Bau einer Schule entschließen, dann wird es keine Investitionen geben, sagte Nüßle auf Nachfrage von Harztor Bürgermeister Stephan Klante. Ein neuer Schulstandort, der über die Größe des damaligen Ilfelder Herder Gymnasiums hinaus geht, wird die Schulnetzplanung gefährden.
Vier Schulen in Harztor sind zuviel, über eine überregionale Ausrichtung könnte man nachdenken, jedoch kann man einem freien Träger diesbezüglich keine Vorschriften machen, erklärte Stefan Nüßle. Ein Schulträger kann sich eine Selbstverpflichtung auferlegen, muss das jedoch nicht. Ein Gymnasium allein wird für den freien Träger wirtschaftlich nicht funktionieren. In Frage käme beispielsweise eine Gesamtschule, die jedoch die anderen Schulstandorte gefährden würde. Nüßle lehnte auf Nachfrage der Gemeinderäte die Initiative der Klosterkammer ab. Dennoch wird in den nächsten Wochen ein Konzept für eine Schule in freier Trägerschaft vorgelegt und die Wirtschaftlichkeit geprüft.
Sandra Witzel
