nnz-Sportergebnisdienst: Kegeln
Erfolgversprechender Auftakt in die Saison
Montag, 14. September 2015, 12:44 Uhr
Mit vier Siegen – beide Nordhäuser Frauenteams sowie die Senioren von Nordhäuser SV und TSG Salza – bei nur zwei Niederlagen haben die sechs in den Thüringer Landesspielklassen vertreten Mannschaften aus dem Kreis Nordhausen einen guten Punktspielstart 2015/16 hingelegt und für viel Optimismus für den weiteren Saisonverlauf gesorgt...
Denn auch die beiden Unterlegenen haben durchaus ordentliche Leistungen gebracht. Die Berichte zu den Spielen der NSV-Frauen und den Männern der SG Bleicherode/Sollstedt folgen noch.
TSG Salza – KSV 1955 Gebesee 5:1 (2080:1873/11:5)
Zum Punktspielauftakt in der neuen Landesligasaison präsentierten sich die Frauen der TSG Salza in prächtiger Verfassung. War mit einem Sieg auf der Heimbahn gegen die Keglerinnen vom KSV 1955 Gebesee schon zu rechnen gewesen, so überraschten die Gastgeberinnen aber mit der Deutlichkeit des Sieges, der noch mit der Einstellung des Einzelbahnrekordes und einem neuen Mannschaftsbahnrekord gekrönt wurde.
In der ersten Runde legte Kapitän Steffi Boenki eine überragende Serie hin. Sie begann mit 149 Holz, ließ 145 und 142 Holz folgen. Und nach 99 Vollen auf der letzten Bahn schien nur noch die Höhe eines neuen Bahnrekordes die Frage zu sein.
Überragend: Steffi Boenki stellt den Bahnrekord ein. (Foto: Uwe Tittel)
Das aber schien sich auch in ihrem Kopf festgesetzt zu haben. Plötzlich waren die letzten Anwürfe nicht mehr so perfekt und sie brauchte zu viele Würfe, um die noch stehenden Kegel fallen zu lassen. Es reichte aber noch zur Einstellung des von Sabine Kleinert aus Wünschendorf seit dem 12. Februar 2012 gehaltenen Rekordes von 471 Holz. Herausragend!
In ihrem Schatten quälte sich Toni Herrmann über die Distanz, leistete sich ungewöhnlich viele Fehlwürfe und musste die ersten beiden Bahnen abgeben. Die Steigerung danach reichte nicht mehr, um den Holzrückstand wett zu machen. 1:1 damit nach dem ersten Paar, aber ein riesiger Holzvorsprung von 150 Zählern. Noch ein Einzelsieg im zweiten Paar, und die ersten Punkte wären gebucht.
Um nichts anbrennen zu lassen, wurde die häufig mit ihren Nerven zu kämpfende Margot Helbing noch beim Einwerfen gegen Heike Hase getauscht. Die lieferte sich dann mit der besten Gästespielerin Regina Bärwolf einen harten Kopf-an-Kopf-Kampf bis zur letzten Kugel. Zwar haderte Heike über ihre insgesamt neun Fehlwürfe, doch das waren vier weniger als ihre Kontrahentin und letztlich entscheidend.
Denn bei geteilten Bahnsieger hatte die Salzaerin um acht mehr gefallene Kegel die bessere Holzbilanz und damit den Siegpunkt. Auf den Parallelbahnen hatte Ines Werner nur auf ihrer zweiten Bahn einen Hänger, ansonsten aber gegen Gebesees Kapitän Veronika Sauer, die sich eine Knieverletzung zugezogen hatte, wenig Mühe. Und zusammen mit Heike Hase gelang mit den letzten Würfen noch der neue Mannschaftsbahnrekord. Der von den Salzaerinnen selber erst vor einem knappen Jahr aufgestellte wurde um vier Punkte verbessert. Was für ein toller Auftakt!
Steffi Boenki 1:0 (571:410/4:0)
Toni Herrmann 0:1 (486:497/2:2)
MargotHelbing/Heike Hase 1:0 (508:500/2:2)
Ines Werner 1:0 (515:466/3:1)
KV 1970 Meiningen – Nordhäuser SV 1754:1786
Die Meininger Erste hat nicht schwächer wie ihre Zweite vor Wochenfrist beim klaren Sieg gegen die Zweite des Nordhäuser SV gespielt. Das wurde schon in der Vorschau zu dieser Partie prognostiziert. Mit sehr guten 1754 Holz, 27 Zähler mehr als die besagte Zweite, forderte man die 1. Seniorenmannschaft des NSV zur Hergabe ihres ganzen Könnens heraus, um am Ende als Sieger die Bahnen in Meinigen verlassen zu können. Auch ein wenig Glück stand dabei den Nordhäusern zur Seite.
Zunächst aber schienen die Nordhäuser die Gastgeber in Grund und Boden spielen zu wollen. Vor allem Kapitän Reiner Hagemeier startete furios mit starken 158 Vollen und überragenden 105 Räumern. Zusammen mit Uwe Schmögner sorgte er beim Bahnwechsel für einen überaus deutliche Führung und die Meininger waren sichtlich geschockt. Doch auf der zweiten Bahn taten sich Beide dann unerklärlich sehr schwer. Uwe Schmögner musste sich sogar noch dem nun stark spielenden Klaus-Peter Wegner geschlagen geben. Reiner Hagemeier aber konnte von seinem großen Vorsprung zehren und gab dem zweiten Paar noch einen kleinen Vorsprung von 13 Holz mit auf den Weg. Der war aber bald aufgebraucht.
Carl Josef Gleitze spielte zwar gut, war mit 308 Holz sogar bester Nordhäuser in die Vollen, doch gegen den mit 478 Holz (335 Volle!) Tagesbestleistung spielenden Jens Keil war kein Kraut gewachsen. Aber wie schon erwähnt, Nordhausen hatte das Glück auf seiner Seite. Rainer Willes Kontrahent hatte im Räumen – nur 99 gefallene Kegel und 11 Fehlwürfe – einen rabenschwarzen Tag erwischt und musste dem sehr konstant gut spielenden Nordhäuser 59 Zähler überlassen. Hörbares Aufatmen beim Thüringer Vizemeister. Vom Neuling Meiningen aber wird man sicher noch viel Gutes hören.
Uwe Schmögner 431:447
Reiner Hagemeier 472:443
Carl-Josef Gleitze 438:478
Rainer Wille 445:386
TSG Salza – TSV Motor Gispersleben II 5:1 (1945:1434/13:3)
Einmal gut, einmal sehr gut, zweimal ….. naja. Gegen den überraschend schwach spielenden Vorjahresstaffelsieger und zusätzlich vom Verletzungspech heimgesuchten Gast aus Gispersleben reichte es für die aus der Verbandsliga abgestiegenen Salzaer Senioren dennoch zu einem ungefährdeten Einstandssieg in der Landesliga. Dieter Werner, im ersten Paar aufgeboten, konnte nicht ganz an die starke Leistung vom Pokalspiel vor einer Woche anknüpfen. Die erste Bahn war dazu zu schlecht.
Danach lief es aber und gegen seine beiden durchweg zu schwachen Gegner, es wurde nach zwei Bahnen gewechselt, kam er noch zu einem guten Endergebnis und einem ungefährdeten Sieg. Dafür kam Karl-Heinz Meister über alle vier Bahnen überhaupt nicht in die Gänge und unterlag deutlich. Bei 1:1 Mannschaftspunkten aber dennoch ein hoher Holzvorsprung für Salza. Am Gesamtsieg gab es dann schon nach der ersten Bahn im zweiten Paar keinen Zweifel mehr. Obwohl Rainer Krätzschel noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, vor allem im Räumen die Sicherheit fehlt (16 Fehlwürfe!), stand schon vor Ende der zweiten Bahn sein Einzelsieg fest.
Sein Gegner musste verletzt aufgeben und die Wechselmöglichkeit hatte Gispersleben schon im ersten Paar ausgeschöpft. Die Aufmerksamkeit richtete sich deshalb allein noch auf Salzas Kapitän Rainer Schubert, denn der war auf dem Weg zu einem ganz starken Ergebnis. Begonnen mit 141 Holz, dann 131 und 139.
Das ließ noch einiges erwarten. Und 134 Holz zum Schluss waren auch nicht schlecht. Nur drei unnötige Frehlwürfe beim letzten Räumen verhinderten ein noch besseres Ergebnis als die schon starken 545 Holz. Endlich einmal keine schwache Bahn, freute sich der Käptn zu Recht. Die beiden schwachen Resultate von Karl-Heinz Meister und Rainer Krätzschel fielen diesmal nicht ins Gewicht. Normalerweise aber sind zwei zu viel. Da gibt es also noch Luft nach oben.
Dieter Werner 1:0 (508:371/4:0)
Karl-Heinz Meister 0:1 (444:485/1:3)
Rainer Krätzschel 1:0 (446:138/4:0)
Rainer Schubert 1:0 (545:440/4:0)
Uwe Tittel
Autor: redDenn auch die beiden Unterlegenen haben durchaus ordentliche Leistungen gebracht. Die Berichte zu den Spielen der NSV-Frauen und den Männern der SG Bleicherode/Sollstedt folgen noch.
Salzaer Frauen starten mit Bahnrekorden
Landesliga Frauen 120 WurfTSG Salza – KSV 1955 Gebesee 5:1 (2080:1873/11:5)
Zum Punktspielauftakt in der neuen Landesligasaison präsentierten sich die Frauen der TSG Salza in prächtiger Verfassung. War mit einem Sieg auf der Heimbahn gegen die Keglerinnen vom KSV 1955 Gebesee schon zu rechnen gewesen, so überraschten die Gastgeberinnen aber mit der Deutlichkeit des Sieges, der noch mit der Einstellung des Einzelbahnrekordes und einem neuen Mannschaftsbahnrekord gekrönt wurde.
In der ersten Runde legte Kapitän Steffi Boenki eine überragende Serie hin. Sie begann mit 149 Holz, ließ 145 und 142 Holz folgen. Und nach 99 Vollen auf der letzten Bahn schien nur noch die Höhe eines neuen Bahnrekordes die Frage zu sein.
Überragend: Steffi Boenki stellt den Bahnrekord ein. (Foto: Uwe Tittel)
Das aber schien sich auch in ihrem Kopf festgesetzt zu haben. Plötzlich waren die letzten Anwürfe nicht mehr so perfekt und sie brauchte zu viele Würfe, um die noch stehenden Kegel fallen zu lassen. Es reichte aber noch zur Einstellung des von Sabine Kleinert aus Wünschendorf seit dem 12. Februar 2012 gehaltenen Rekordes von 471 Holz. Herausragend! In ihrem Schatten quälte sich Toni Herrmann über die Distanz, leistete sich ungewöhnlich viele Fehlwürfe und musste die ersten beiden Bahnen abgeben. Die Steigerung danach reichte nicht mehr, um den Holzrückstand wett zu machen. 1:1 damit nach dem ersten Paar, aber ein riesiger Holzvorsprung von 150 Zählern. Noch ein Einzelsieg im zweiten Paar, und die ersten Punkte wären gebucht.
Um nichts anbrennen zu lassen, wurde die häufig mit ihren Nerven zu kämpfende Margot Helbing noch beim Einwerfen gegen Heike Hase getauscht. Die lieferte sich dann mit der besten Gästespielerin Regina Bärwolf einen harten Kopf-an-Kopf-Kampf bis zur letzten Kugel. Zwar haderte Heike über ihre insgesamt neun Fehlwürfe, doch das waren vier weniger als ihre Kontrahentin und letztlich entscheidend.
Denn bei geteilten Bahnsieger hatte die Salzaerin um acht mehr gefallene Kegel die bessere Holzbilanz und damit den Siegpunkt. Auf den Parallelbahnen hatte Ines Werner nur auf ihrer zweiten Bahn einen Hänger, ansonsten aber gegen Gebesees Kapitän Veronika Sauer, die sich eine Knieverletzung zugezogen hatte, wenig Mühe. Und zusammen mit Heike Hase gelang mit den letzten Würfen noch der neue Mannschaftsbahnrekord. Der von den Salzaerinnen selber erst vor einem knappen Jahr aufgestellte wurde um vier Punkte verbessert. Was für ein toller Auftakt!
Steffi Boenki 1:0 (571:410/4:0)
Toni Herrmann 0:1 (486:497/2:2)
MargotHelbing/Heike Hase 1:0 (508:500/2:2)
Ines Werner 1:0 (515:466/3:1)
Mit Können und etwas Glück – NSV gewinnt in Meiningen
Verbandsliga Senioren 100 WurfKV 1970 Meiningen – Nordhäuser SV 1754:1786
Die Meininger Erste hat nicht schwächer wie ihre Zweite vor Wochenfrist beim klaren Sieg gegen die Zweite des Nordhäuser SV gespielt. Das wurde schon in der Vorschau zu dieser Partie prognostiziert. Mit sehr guten 1754 Holz, 27 Zähler mehr als die besagte Zweite, forderte man die 1. Seniorenmannschaft des NSV zur Hergabe ihres ganzen Könnens heraus, um am Ende als Sieger die Bahnen in Meinigen verlassen zu können. Auch ein wenig Glück stand dabei den Nordhäusern zur Seite.
Zunächst aber schienen die Nordhäuser die Gastgeber in Grund und Boden spielen zu wollen. Vor allem Kapitän Reiner Hagemeier startete furios mit starken 158 Vollen und überragenden 105 Räumern. Zusammen mit Uwe Schmögner sorgte er beim Bahnwechsel für einen überaus deutliche Führung und die Meininger waren sichtlich geschockt. Doch auf der zweiten Bahn taten sich Beide dann unerklärlich sehr schwer. Uwe Schmögner musste sich sogar noch dem nun stark spielenden Klaus-Peter Wegner geschlagen geben. Reiner Hagemeier aber konnte von seinem großen Vorsprung zehren und gab dem zweiten Paar noch einen kleinen Vorsprung von 13 Holz mit auf den Weg. Der war aber bald aufgebraucht.
Carl Josef Gleitze spielte zwar gut, war mit 308 Holz sogar bester Nordhäuser in die Vollen, doch gegen den mit 478 Holz (335 Volle!) Tagesbestleistung spielenden Jens Keil war kein Kraut gewachsen. Aber wie schon erwähnt, Nordhausen hatte das Glück auf seiner Seite. Rainer Willes Kontrahent hatte im Räumen – nur 99 gefallene Kegel und 11 Fehlwürfe – einen rabenschwarzen Tag erwischt und musste dem sehr konstant gut spielenden Nordhäuser 59 Zähler überlassen. Hörbares Aufatmen beim Thüringer Vizemeister. Vom Neuling Meiningen aber wird man sicher noch viel Gutes hören.
Uwe Schmögner 431:447
Reiner Hagemeier 472:443
Carl-Josef Gleitze 438:478
Rainer Wille 445:386
Müheloser Auftakt für Salzas Senioren
Landesliga Senioren 120 WurfTSG Salza – TSV Motor Gispersleben II 5:1 (1945:1434/13:3)
Einmal gut, einmal sehr gut, zweimal ….. naja. Gegen den überraschend schwach spielenden Vorjahresstaffelsieger und zusätzlich vom Verletzungspech heimgesuchten Gast aus Gispersleben reichte es für die aus der Verbandsliga abgestiegenen Salzaer Senioren dennoch zu einem ungefährdeten Einstandssieg in der Landesliga. Dieter Werner, im ersten Paar aufgeboten, konnte nicht ganz an die starke Leistung vom Pokalspiel vor einer Woche anknüpfen. Die erste Bahn war dazu zu schlecht.
Danach lief es aber und gegen seine beiden durchweg zu schwachen Gegner, es wurde nach zwei Bahnen gewechselt, kam er noch zu einem guten Endergebnis und einem ungefährdeten Sieg. Dafür kam Karl-Heinz Meister über alle vier Bahnen überhaupt nicht in die Gänge und unterlag deutlich. Bei 1:1 Mannschaftspunkten aber dennoch ein hoher Holzvorsprung für Salza. Am Gesamtsieg gab es dann schon nach der ersten Bahn im zweiten Paar keinen Zweifel mehr. Obwohl Rainer Krätzschel noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, vor allem im Räumen die Sicherheit fehlt (16 Fehlwürfe!), stand schon vor Ende der zweiten Bahn sein Einzelsieg fest.
Sein Gegner musste verletzt aufgeben und die Wechselmöglichkeit hatte Gispersleben schon im ersten Paar ausgeschöpft. Die Aufmerksamkeit richtete sich deshalb allein noch auf Salzas Kapitän Rainer Schubert, denn der war auf dem Weg zu einem ganz starken Ergebnis. Begonnen mit 141 Holz, dann 131 und 139.
Das ließ noch einiges erwarten. Und 134 Holz zum Schluss waren auch nicht schlecht. Nur drei unnötige Frehlwürfe beim letzten Räumen verhinderten ein noch besseres Ergebnis als die schon starken 545 Holz. Endlich einmal keine schwache Bahn, freute sich der Käptn zu Recht. Die beiden schwachen Resultate von Karl-Heinz Meister und Rainer Krätzschel fielen diesmal nicht ins Gewicht. Normalerweise aber sind zwei zu viel. Da gibt es also noch Luft nach oben.
Dieter Werner 1:0 (508:371/4:0)
Karl-Heinz Meister 0:1 (444:485/1:3)
Rainer Krätzschel 1:0 (446:138/4:0)
Rainer Schubert 1:0 (545:440/4:0)
Uwe Tittel
