nnz-online
Katja Mitteldorf im Thüringer Landtag

Ein Jahr danach

Montag, 14. September 2015, 11:08 Uhr
Es war die politische Sensation: Vor einem Jahr gewann Katja Mitteldorf für die LINKE das Direktmandat zur Landtagswahl in Nordhausen. Und das gegen eine Staatssekretärin. Heute nun, ein Jahr danach blickt Mitteldorf zurück...

Ein Jahr im Landtag: Katja Mitteldorf (Foto: nnz) Ein Jahr im Landtag: Katja Mitteldorf (Foto: nnz)
Für Katja Mitteldorf ist die Wahl immer noch überraschend gewesen. Nun, ein Jahr später, hat sie einen Flyer drucken lassen. „Ich will nicht nur vor der Wahl werben, sondern auch abrechnen. 20.000 Flyer sollen per Hand verteilt werden“, sagt Mitteldorf. Dort bilanziert sie das zurückliegende Jahr.

Unter dem Stichpunkt „Transparenz“ veröffentlicht die linke Abgeordnete ihre Einkünfte, aber auch ihre Ausgaben. Dass Katja Mitteldorf im Landtag sitzt, hat auch für Vereine in der Region keine unwesentliche Bedeutung, denn über die „Alternative 54“ flossen rund 2.500 Euro an sieben Vereine des gesamten Landkreises.

Von einer Landtagsabgeordneten der LINKE und dann noch in einem – für die professionelle Politik – jungen Alter von 30 Lebensjahren, hatte Katja Mitteldorf in den vergangenen Monaten versucht, neue Akzente in ihrem Wahlkreis zu setzen und wird es weiterhin versuchen. So wird für Mitte Oktober (17.10.) eine Diskussionsveranstaltung zur neuen Rechten und der AfD angeboten. Eine weitere Runde soll es zum Thema „Mein Haus – meine Ausgaben“ geben. Hier sind zwei Veranstaltungen (Ellrich und Nordhausen) geplant. Fortgesetzt wird darüber hinaus die Veranstaltungsreihe „Kunst trifft Politik“.

Jetzt, nach einem Jahr, rekapituliert Mitteldorf, dass Entscheidungen zwar relativ schnell herbeigeführt werden können, deren Umsetzung zum Teil immer noch ewig lange dauert. Natürlich fiel es ihr nicht leicht, die eigene Rolle in diesem gesamten Konstrukt zu finden. Nun aber haben sich einige Handlungsabläufe eingespielt.

Zur aktuellen Politik sagt die Linke: Flüchtlingsursachen bekämpfen, Flüchtlinge nicht. Das wichtigste Problem, das gelöst werden muss, ist die Integration der Menschen, die in unserem Land Schutz und Unterkunft suchen. Auch deshalb müsse man gegen Thügida-Aufmärsche angehen, selbst wenn die Autoreifen zerstochen werden, weil sie eine Gegendemo angemeldet hat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de