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7. Treppenfest eröffnet

Trepp auf, Trepp ab

Sonntag, 13. September 2015, 14:25 Uhr
Traditionell wird zum Tag des offenen Denkmals auch das Treppenfest gefeiert. Heute gab es zwar keinen neuen Treppenkäfer einzuweihen, dafür konnte man eine Route zu Nordhausens Treppen vorstellen, die auch für Menschen zu bewältigen ist, die nicht gut zu Fuß sind...

Rund 1000 Stufen gibt es in Nordhausen. "Für eine Stadt dieser Größe ist das eine ganze Menge und früher waren es noch mehr", sagt Ines Gast, die für das Jugendsozialwerk seit Jahren die Treppenkäfer und auch das Treppenfest begleitet, "es sind so viele, verschiedene Treppen, das ist schon was einmaliges."

Einen neuen Käfer wird man in diesem Jahr nicht einweihen können, dafür wurde aber eine "Barrierearme" Route zu vielen der Käfer vorgestellt. Die Route, die von den Studentinnen der Heilpädagogik Sarah und Coline erarbeitet wurde, zieht sich um den Petersberg herum und so konzentriert sich das siebente Treppenfest auch auf dieses Areal. Auf die Idee waren die beiden gekommen als sie von der Hochschule die Aufgabe erhielten sich ehrenamtlich zu engagieren. Beim grübeln darüber was man machen könnte stießen sie auf "Findolin", den kleinen Treppenkäfer vor der Bibliothek der Hochschule. "Findolin" führte sie zu Ines Gast und damit zu den neuen Wegweisern.

Ines Gast und die Studentinnen Sarah und Colline eröffneten das 7. Treppenfest (Foto: Angelo Glashagel) Ines Gast und die Studentinnen Sarah und Colline eröffneten das 7. Treppenfest (Foto: Angelo Glashagel)

Sie haben versucht die Route möglichst ohne Hindernisse zu gestalten. "Wir haben aber hier eine sehr schöne Altstadt mit einem sehr schönen Pflaster und das kann leider für einen Rollstuhlfahrer schon eine Barriere sein", sagte Sarah. Deswegen auch Barrierearm und nicht Barrierefrei.

Die ersten beiden Wegweiser erhielten zwei Herren, welche die finanzielle Unterstützung des Projektes ermöglicht hatten: Gerd Busch, Vorsitzender des Kinderhilfsfonds der Allianz und Heiko Porada, lokaler Allianz-Vertreter. Und die beiden Herren von der Allianz hatten noch etwas mitgebracht: einen großen Scheck im Wert von 3.100 Euro.
Insgesamt unterstützt die Allianz in diesem Jahr 125 Inklusionsprojekte, also Aktionen, die es Menschen mit Behinderung ermöglichen sollen, am Alltag teilzunehmen wie alle andere auch.

Für kleine Besucher haben das Jugendsozialwerk und seine Partner wieder sechs Stationen aufgebaut, wer alle sechs meistert bekommt eine Urkunde. Eine weitere Möglichkeit mit einer Treppenauszeichnung nach Hause zu gehen ist an der Treppenwanderung auf der barrierearmen Route teilzunehmen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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