Nachwuchs für alternde Vereine
Mit Pfeil und Bogen für Körper und Geist
Mittwoch, 09. September 2015, 12:44 Uhr
Bogensport ist Breitensport und gut für Körper und Geist - diese Erkenntnis wollte Schießtrainerin Stefanie Prause heute den Schülerinnen und Schülern in Heringen vermitteln. Die altertümliche Waffe erfreut sich als Sportgerät wieder größerer Beliebtheit und könnte manch alten Verein vor dem Aussterben bewahren...
Die Vereine selbst sind manchmal schon hunderte Jahre alt, das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt heute bei rund 65 Jahren und lässt befürchten das manch Schützenverein demnächst aussterben wird. Als lebensrettende Maßnahmen wenden sich immer mehr Schützenkompanien deswegen Waffen zu, die eigentlich antiquiert sind: Pfeil und Bogen.
Auf die Jagd gehen darf man mit dieser Ausrüstung heute zwar nicht mehr, aber Sport kann man damit betreiben. Richtigen, physisch anstrengenden Sport. Denn wer den Bogen ein ums andere mal spannen will, braucht Kraft, sagt Schießtrainerin Stefanie Prause. Sie ist landauf, landab für Thüringer Schützenbund unterwegs, der 2010 eine Nachwuchsoffensive gestartet hat. Mit Pistole und Gewehr darf man aber erst mit 13 Jahren schießen, für den Bogen gibt es eine solche Begrenzung nicht.
Nachwuchswerbung mit Pfeil und Bogen. Stefanie Prause zeigte den Klassen der Geschwister Scholl Schule in Heringen wie man mit dem Bogen richtig umgeht (Foto: Angelo Glashagel)
Mit den klassischen Disziplinen der Schützen, dem "Kugelbereich", sei der Bogensport nicht zu vergleichen, meint Stefanie Prause. "Wir tranieren den Bauch, den Rücken und natürlich die Arme." erklärt die Trainerin, die selber professionelle Schützin ist, "wer ernsthaft mit dem Bogen schießt, kommt auch um Liegestütze und Seilspringen nicht herum. Außerdem hat das Bogenschießen starke therapeutische Aspekte. Man braucht Koordination, Konzentration und Kraft. Und der Sport erdet einen. Man muss sich das ein wenig wie autogenes Training vorstellen. Sie haben etwa sechs bis acht Sekunden Anspannung während des zielens, Entspannung und Reflexion zwischen den Schüssen, gefolgt von Konzentration und erneuter Anspannung".
Training mit Pfeil und Bogen an der Geschwister Scholl Schule in Heringen (Foto: Angelo Glashagel)
Ihre eigene Faszination für das schießen mit dem Bogen wollte sie heute auch den Kindern der Grund- und Regelschule "Geschwister Scholl" in Heringen begeistern. Den ganzen Tag zeigt sie einer Klasse nach der anderen, wie es geht. Am Anfang ist die Zielscheibe da noch ganz nah. Die Möglichkeit, selber im Verein zu schießen, bieten die Schützen im nahen Urbach, die seit längerem eine starke Bogentruppe haben.
Neuer Nachwuchs kann aber nie Schaden, deswegen wird man in Urbach am 23.9. um 16:30 auch einen Schnupperkurs anbieten. Wer sich dafür anmelden möchte kann Trainerin Prause kontaktieren unter 0170/3415548 oder via E-Mail an: prause@tsbev.de.
Autor: redDie Vereine selbst sind manchmal schon hunderte Jahre alt, das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt heute bei rund 65 Jahren und lässt befürchten das manch Schützenverein demnächst aussterben wird. Als lebensrettende Maßnahmen wenden sich immer mehr Schützenkompanien deswegen Waffen zu, die eigentlich antiquiert sind: Pfeil und Bogen.
Auf die Jagd gehen darf man mit dieser Ausrüstung heute zwar nicht mehr, aber Sport kann man damit betreiben. Richtigen, physisch anstrengenden Sport. Denn wer den Bogen ein ums andere mal spannen will, braucht Kraft, sagt Schießtrainerin Stefanie Prause. Sie ist landauf, landab für Thüringer Schützenbund unterwegs, der 2010 eine Nachwuchsoffensive gestartet hat. Mit Pistole und Gewehr darf man aber erst mit 13 Jahren schießen, für den Bogen gibt es eine solche Begrenzung nicht.
Nachwuchswerbung mit Pfeil und Bogen. Stefanie Prause zeigte den Klassen der Geschwister Scholl Schule in Heringen wie man mit dem Bogen richtig umgeht (Foto: Angelo Glashagel)
Mit den klassischen Disziplinen der Schützen, dem "Kugelbereich", sei der Bogensport nicht zu vergleichen, meint Stefanie Prause. "Wir tranieren den Bauch, den Rücken und natürlich die Arme." erklärt die Trainerin, die selber professionelle Schützin ist, "wer ernsthaft mit dem Bogen schießt, kommt auch um Liegestütze und Seilspringen nicht herum. Außerdem hat das Bogenschießen starke therapeutische Aspekte. Man braucht Koordination, Konzentration und Kraft. Und der Sport erdet einen. Man muss sich das ein wenig wie autogenes Training vorstellen. Sie haben etwa sechs bis acht Sekunden Anspannung während des zielens, Entspannung und Reflexion zwischen den Schüssen, gefolgt von Konzentration und erneuter Anspannung".
Training mit Pfeil und Bogen an der Geschwister Scholl Schule in Heringen (Foto: Angelo Glashagel)
Ihre eigene Faszination für das schießen mit dem Bogen wollte sie heute auch den Kindern der Grund- und Regelschule "Geschwister Scholl" in Heringen begeistern. Den ganzen Tag zeigt sie einer Klasse nach der anderen, wie es geht. Am Anfang ist die Zielscheibe da noch ganz nah. Die Möglichkeit, selber im Verein zu schießen, bieten die Schützen im nahen Urbach, die seit längerem eine starke Bogentruppe haben.Neuer Nachwuchs kann aber nie Schaden, deswegen wird man in Urbach am 23.9. um 16:30 auch einen Schnupperkurs anbieten. Wer sich dafür anmelden möchte kann Trainerin Prause kontaktieren unter 0170/3415548 oder via E-Mail an: prause@tsbev.de.
