Der Kampf um einen einzigen Satz
Mittwoch, 20. Juni 2001, 20:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Theater in Nordhausen soll als Drei-Sparten-Haus erhalten werden. Diese Willen bekundeten am Nachmittag die Nordhäuser Stadträte per Beschluß. Eine einfache Geburt war es jedoch nicht.
Zuvor erst einmal der Sachstand. Der ist nach Beratungen zwischen Vertretern der Träger mit dem zuständigen Ministerium in Erfurt kein anderer geworden. Neu ist, dass sich heute erstmals der Aufsichtsrat der Theater GmbH mit der künftigen Situation befasste. Einmütig sei dabei herausgestellt worden, dass man in Nordhausen nicht hinnehmen werde, dass der Theaterstandort Meiningen in voller Pracht erhalten bleibe, wie es Klaus Wahlbuhl (SPD) ausdrückte. In Nordhausen seien die Hausaufgaben schon längst erledigt. Wenn es keine Signale der Solidarität von den anderen Theatern gebe, dann werden die Gesellschafter der GmbH mit aller Macht um den Erhalt der drei Sparten in Nordhausen kämpfen. Wir werden keine Sparte im vorauseilenden Gehorsam abgeben, so Wahlbuhl.
Der Eilantrag der SPD-Fraktion (siehe nnz-Archiv) zum Erhalt des Nordhäuser Theaterstandortes fand dann zwar auch seine Zustimmung, doch im Detail konnte und wollte sich die CDU-Fraktion damit nicht abfinden. Konkret ging es den Christdemokraten um folgenden Satz: Es geht bei dieser Veränderung nicht nur um die Theater in Thüringen, nein es ist im Land mittlerweile erkennbar, dass in allen Bereichen eine absolute Konzentration auf die Landeshauptstadt stattfindet und es auch von den verschiedenen Ministerien hingenommen wird, wenn dazu die Regionen 'ausbluten' müssen. Das sei eine zu polemische Aussage, vor allem greife man damit die Landesregierung an. Und da hat ja die CDU mit absoluter Mehrheit das Sagen.
Also gab es eine Auszeit und die SPD nach, obwohl die sozialdemokratischen Fraktionäre den Kopf schüttelten. Der Satz wurde ersatzlos gestrichen und die anschließende Abstimmung war ziemlich deutlich. Es gab zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme - aus der SPD.
Autor: nnzZuvor erst einmal der Sachstand. Der ist nach Beratungen zwischen Vertretern der Träger mit dem zuständigen Ministerium in Erfurt kein anderer geworden. Neu ist, dass sich heute erstmals der Aufsichtsrat der Theater GmbH mit der künftigen Situation befasste. Einmütig sei dabei herausgestellt worden, dass man in Nordhausen nicht hinnehmen werde, dass der Theaterstandort Meiningen in voller Pracht erhalten bleibe, wie es Klaus Wahlbuhl (SPD) ausdrückte. In Nordhausen seien die Hausaufgaben schon längst erledigt. Wenn es keine Signale der Solidarität von den anderen Theatern gebe, dann werden die Gesellschafter der GmbH mit aller Macht um den Erhalt der drei Sparten in Nordhausen kämpfen. Wir werden keine Sparte im vorauseilenden Gehorsam abgeben, so Wahlbuhl.
Der Eilantrag der SPD-Fraktion (siehe nnz-Archiv) zum Erhalt des Nordhäuser Theaterstandortes fand dann zwar auch seine Zustimmung, doch im Detail konnte und wollte sich die CDU-Fraktion damit nicht abfinden. Konkret ging es den Christdemokraten um folgenden Satz: Es geht bei dieser Veränderung nicht nur um die Theater in Thüringen, nein es ist im Land mittlerweile erkennbar, dass in allen Bereichen eine absolute Konzentration auf die Landeshauptstadt stattfindet und es auch von den verschiedenen Ministerien hingenommen wird, wenn dazu die Regionen 'ausbluten' müssen. Das sei eine zu polemische Aussage, vor allem greife man damit die Landesregierung an. Und da hat ja die CDU mit absoluter Mehrheit das Sagen.
Also gab es eine Auszeit und die SPD nach, obwohl die sozialdemokratischen Fraktionäre den Kopf schüttelten. Der Satz wurde ersatzlos gestrichen und die anschließende Abstimmung war ziemlich deutlich. Es gab zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme - aus der SPD.
