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Wacker 90 Nordhausen

Das Team

Samstag, 05. September 2015, 15:55 Uhr
Nach den Ereignissen von Mitte dieser Woche und dem Sieg im Pokalspiel in Siemerode kehrt nun wieder die gesunde Ruhe in den Fußballsportverein ein. Zeit also, noch einmal Details bei Präsidium und neuem Trainerteam nachzufragen...


Andreas Seipel (links) und Martin Hauswald sind das Trainerteam (Foto: nnz) Andreas Seipel (links) und Martin Hauswald sind das Trainerteam (Foto: nnz)
Andreas Seipel und Martin Hauswald - sie sind das Trainerteam der ersten Mannschaft von Wacker Nordhausen. Und dieser heutige Samstag im VIP-Zelt auf dem Albert-Kuntz-Sportpark ist sozusagen das vorläufige und notwendige Ende einer Kette von Ereignissen, die seit Beginn der Saison waberten und die am Mittwochabend einen temporären Showdown erlebte.

Spätestens seit dem Start in die nun dritte Saison in der Regionalliga merkte Nico Kleofas, dass es irgendwo nicht stimmte. Dass da irgendwo in diesem sensiblen Getriebe irgendwas störte. Die Signale, die der Präsident dann aus dem Mannschaftsrat, dem Ältestenrat empfing, die deckten sich mit dem eigenen Erlebten und Wahrgenommenen. Und dann verschwand Nils Pfingsten-Reddig aus dem Kader, wurde suspendiert. Vom Trainer Jörg Goslar.

Letztere Nachricht drang zu Kleofas, als er dienstlich in Iphofen zu tun hatte, sie brachte das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen. Also zurück nach Nordhausen und das Gespräch mit Jörg Goslar gesucht. Das Präsidium war mit dabei. "Zwei Stunden lang haben wir Jörg Goslar eine Brücke gebaut. Er wollte nicht darüber gehen, also mussten sich unsere Wege trennen", beschrieb Nico Kleofas die Situation des Mittwochs.

Schon einen Tag später stand fest, dass Andreas Seipel und Martin Hauswald das Training der ersten Mannschaft übernehmen werden. Nicht als Interimslösung, sondern als Team. Lange Bedenkzeit gab es nicht. Brauchte es auch nicht. "Ich habe noch kurz mit meiner Frau gesprochen, dann war klar, dass ich zusage. Es erfüllt mich schon mit etwas Stolz, dass man mir eine solche Aufgabe zutraut.

Ähnlich sieht es auch Andreas Seipel: "Die Chance, eine solche Mannschaft in der Regionalliga zu trainieren, bekommt man nicht häufig im Leben." Wacker-Präsident Kleofas hatte gefühlte 50 Bewerbungen seit der Verkündung der Beurlaubung, allein in der Geschäftsstelle liegen zehn dieser Schreiben. "Wenn ich die Namen nennen würde, da steht die gesamte Liga auf dem Kopf", verriet Kleofas. Mehr nicht.

Wacker-Präsident Kleofas (Foto: Bernd Peter) Wacker-Präsident Kleofas (Foto: Bernd Peter) Für ihn stimmte es im Team nicht mehr. "Ich musste konstatieren, dass sich die Mannschaft nicht weiterentwickelt hatte. Trotz der Neuen im Kader." Kleofas fordert Erfolge, von einer goldenen Ananas habe man nichts. Will heißen: Platz drei bis fünf machen nicht glücklich, nicht auf Dauer. Entwicklung heißt nach oben zu schauen. Wenigstens auf den Pokal in diesem kleinen Land und den damit verbundenen Einnahmen.

Andreas Seipel sieht im Kader eine große Qualität, warum also nicht Platz 1 in der Tabelle. Dieses Ziel muss eine Mannschaft wie Wacker haben. Sie muss dann aber am kommenden Sonntag das Spiel gegen Zwickau gewinnen. "Wir haben nichts zu verlieren, haben alle Spiele gegen die Sachsen zu Null verloren, also müssen wir den Bock umstoßen", geben Hauswald und Seipel die Marschrichtung vor.

Beim Marschieren in Richtung des 13. September wird ein alter Bekannter helfen. Torsten Last wird sich wieder um das Konditionelle der Mannschaft kümmern. "Ich finde es toll, dass Torsten sofort zugesagt hat", freut sich Kleofas und auch Martin Hauswald freut sich, aber aus einem anderen Grund: "Gott sei Dank muss ich das als Spieler nicht mehr mitmachen."

Es kann also spannend werden an diesem 13. September. Nico Kleofas erwartet bis zu 3.500 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark. Den beiden Trainern sei ein Erfolg gegönnt. Und nicht nur ihnen, sondern dem Verein samt den Fans. Es wird also spannend...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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