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Startschuss in der Goldenen Aue

Zwei Millionen Euro für Neuordnung in der Aue

Donnerstag, 27. August 2015, 13:29 Uhr
Rund 50 Menschen waren heute an die Aumühle zwischen Görsbach und Auleben gekommen, um fünf Menschen zuzusehen, wie mit blitzblanken Spaten in der Erde herumstochern...

Blitzblanke Spaten (Foto: nnz) Blitzblanke Spaten (Foto: nnz)
Ereignisse wie der Start des Flurbereinigungsverfahrens Görsbach-Auleben haben immer wieder den Charme einer Inszenierung. Da werden hochoffizielle Reden gehalten, bei denen dann noch die wichtigen Gäste namentlich begrüßt werden.

Diese Part übernahm Görsbachs Bürgermeister Siegfried Junker. Der freute sich, dass die zuständige Ministerin Birgit Keller mit Redemanuskript und einem symbolischen Förderscheck höchstpersönlich in die Goldene Aue kam. Historisch betrachtet macht ein solch hoher Besuch sowie eine solch imposante Zuschauer- und Zuhörerkulisse auch Sinn, denn immerhin wurde seit fast 10 Jahren an dem Projekt geplant.

„Durch die finanzielle Förderung der Flurneuordnung an der Talsperre Kelbra setzen wir einen Impuls zur Stärkung des ländlichen Raums“, so Ministerin Keller. „Nur durch die ungehinderte Kooperation aller Akteure können auf dem Land die Wertschöpfungsketten entstehen, die es uns ermöglichen, dort auch die notwendige Daseinsvorsorge zu sichern. Wenn alle gemeinsam zusammen wirken, können wir dauerhaft lebendige ländliche Regionen erhalten.“

Doch nun kann es losgehen mit dem landwirtschaftlichen Wegebau auf 9,3 Kilometer Länge und mit der Profilierung von 14,5 Kilometer Grabensystemen, mit neun Durchlässen sowie Hecken und Streuobstwiesen. Profiteure dieses Vorhabens, für das jetzt seitens des Landes rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, sind eigentlich alle: Die Landwirte, die Kommunen und vielleicht auch der Tourismus, schließlich sollen die Wege asphaltiert werden und sind damit Bestandteil des Radwegesystems in der Goldenen Aue.

Heringens Bürgermeister Maik Schröter wird es freuen. Der berichtete der nnz von der ebenfalls historischen Förderquote von 90 Prozent. Ja, die gab es da vor knapp zehn Jahren. Wer heute einen Antrag stellt, dem helfe das Land mit 50 Prozent. Die notwendigen Eigenleistungen an den Kosten übernehmen die drei beteiligten Agrarunternehmen und der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt. Weitere Verfahrensbeteiligte waren die Bürgermeister der Gemeinden Görsbach und Auleben sowie private Grundstückseigentümer. Insgesamt wurden in dem Verfahren 1166 Flurstücke neu geordnet.

Gemeinsam in die vorbereitete Erde gestochen (Foto: nnz) Gemeinsam in die vorbereitete Erde gestochen (Foto: nnz)
Dann also der Stich mit dem Spaten, doch den Satz des Tages, den formulierte ein Mitarbeiter der bauausführenden Firma: "Wenn die, die heute hier alle feiern, vielleicht auch beim Arbeiten mit anpacken würden, dann wären wir in ein paar Tagen fertig."
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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