Peter Blei unterwegs
Zerbst Stadt und Schloss
Donnerstag, 27. August 2015, 12:28 Uhr
Peter Blei war diesmal in Sachsen-Anhalt unterwegs in der Stadt Zerbst. Am alten Schloss hatten sich diverse Baumeister verewigt, doch der zweite Weltkrieg machte dem alten Bau und der Stadt fast ein Ende. Bis heute sind das Schloss und einige andere Ecken der Stadt eindrucksvolle Ruinen...
Vorgeschichtliche Funde im Gebiet der heutigen Stadt Zerbst weisen eine Besiedlungzeit etwa 3000–2000 v. Chr. nach. In späterer Zeit ist die wechselnde Besiedlung germanischer Stämme wie der Vandalen, Sueben und Hermunduren festzustellen.
Es entstand später eine Burgsiedlung mit der 1215 geweihten Bartholomäus-Kirche. 1506 kam es zu einem schweren Stadtbrand.1681 wurde mit dem Bau des repräsentativen Schlosses anstelle der Wasserburg begonnen.
Verschiedenen Baumeister bewiesen hier ihr können.
Für den ersten Bauabschnitt war der niederländischen Baumeister und Ingenieur Cornelis Ryckwaer verantwortlich, für den ersten Innenausbau der italienische Baumeister und Stukkateur Giovanni Simonetti. Der Hofbaumeister Giovanni Simonetti führte die Arbeiten zum Westflügel. Der aus Sachsen-Weißenfels stammende Baumeister Johann Christoph Schütze vollendete 1725 den Turm und erweiterte ab 1736 den Westflügel um einen Pavillonanbau nach Süden. Dieser Gebäudetrakt wurde bis 1738 im Rohbau fertig gestellt und 1743 im Innern vollendet.
Das Schlossmuseum wurde 1921 mit den Abteilungen Kunst- und Kulturgeschichte Anhalts sowie den naturwissenschaftlichen und vor geschichtlichen Sammlungen eröffnet.
Im Frühjahr 1945 standen amerikanische Truppen vor Zerbst und die Rote Armee hatte Berlin umzingelt. Die Amerikaner wollte schnellst möglichst auch dahin vorstoßen, aber die deutschen Truppen wollten nicht kampflos aufgeben.
Der Wehrmacht Oberst Paul Könsgen sagte mehrfach Nein! zur Übergabe der Stadt. Auch der Nachfolger, ein gewisser Major Busse verweigerte ebenfalls die Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Eine Frist der Übergabe bis zum 14. April 1945 wurde kategorisch abgelehnt. So entschloß sich die Führung zum Beschuß und die Bombadierung von Zerbst begann am 16. April.
Dabei wurde das Residenzschloss und die Stadt durch Bomben schwer getroffen. Das Schloss brannte vollständig aus. Bei den Angriffen kamen 574 Zerbster ums Leben. Eine zweite Bombardierung konnte durch Verhandlungen abgewendet werden.
Seit 2005 hat der Förderverein Schloss Zerbst mit Sicherungs - und Wiederaufbauarbeiten begonnen.
Für 2 Euro kann jeder eine kleine Führung durch das Schloss machen und sich vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten überzeugen.
Peter Blei
Autor: redVorgeschichtliche Funde im Gebiet der heutigen Stadt Zerbst weisen eine Besiedlungzeit etwa 3000–2000 v. Chr. nach. In späterer Zeit ist die wechselnde Besiedlung germanischer Stämme wie der Vandalen, Sueben und Hermunduren festzustellen.
Es entstand später eine Burgsiedlung mit der 1215 geweihten Bartholomäus-Kirche. 1506 kam es zu einem schweren Stadtbrand.1681 wurde mit dem Bau des repräsentativen Schlosses anstelle der Wasserburg begonnen.
Das Schloss
Fürst Carl Wilhelm (1652-1718) begann mit den Bau des Zerbster Schlosses. Am 31. Mai 1681 legte Carl Wilhelm den Grundstein für den Schlossbau, das Projekt sollte sich über vier Generationen hinziehen.Verschiedenen Baumeister bewiesen hier ihr können.
Für den ersten Bauabschnitt war der niederländischen Baumeister und Ingenieur Cornelis Ryckwaer verantwortlich, für den ersten Innenausbau der italienische Baumeister und Stukkateur Giovanni Simonetti. Der Hofbaumeister Giovanni Simonetti führte die Arbeiten zum Westflügel. Der aus Sachsen-Weißenfels stammende Baumeister Johann Christoph Schütze vollendete 1725 den Turm und erweiterte ab 1736 den Westflügel um einen Pavillonanbau nach Süden. Dieser Gebäudetrakt wurde bis 1738 im Rohbau fertig gestellt und 1743 im Innern vollendet.
Das Schlossmuseum wurde 1921 mit den Abteilungen Kunst- und Kulturgeschichte Anhalts sowie den naturwissenschaftlichen und vor geschichtlichen Sammlungen eröffnet.
Im Frühjahr 1945 standen amerikanische Truppen vor Zerbst und die Rote Armee hatte Berlin umzingelt. Die Amerikaner wollte schnellst möglichst auch dahin vorstoßen, aber die deutschen Truppen wollten nicht kampflos aufgeben.
Der Wehrmacht Oberst Paul Könsgen sagte mehrfach Nein! zur Übergabe der Stadt. Auch der Nachfolger, ein gewisser Major Busse verweigerte ebenfalls die Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Eine Frist der Übergabe bis zum 14. April 1945 wurde kategorisch abgelehnt. So entschloß sich die Führung zum Beschuß und die Bombadierung von Zerbst begann am 16. April.
Dabei wurde das Residenzschloss und die Stadt durch Bomben schwer getroffen. Das Schloss brannte vollständig aus. Bei den Angriffen kamen 574 Zerbster ums Leben. Eine zweite Bombardierung konnte durch Verhandlungen abgewendet werden.
Seit 2005 hat der Förderverein Schloss Zerbst mit Sicherungs - und Wiederaufbauarbeiten begonnen.
Für 2 Euro kann jeder eine kleine Führung durch das Schloss machen und sich vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten überzeugen.
Peter Blei






































