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Plötzlich ist Geld da

Zwei Millionen Euro für Flüchtlingsunterkünfte

Montag, 24. August 2015, 16:32 Uhr
Landrat Matthias Jendricke hat heute die Städte Nordhausen und Ellrich über Pläne des Landkreises schriftlich informiert, in ihren Kommunen weitere Flüchtlinge unterbringen zu wollen...


Der Landkreis beabsichtigt, zusätzlich zu den bereits bekannten zwei kreiseigenen Wohngebäuden in Nordhausen auch die ehemalige Berufsfachschule Bau in Nordhausen und das ehemalige Förderzentrum in Sülzhayn als Flüchtlingsunterkünfte umzubauen.

Da die Flüchtlingszahlen beim Land seit einigen Monaten weiter massiv steigen und die Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats überbelegt sind, erfolgt auch die Zuweisung der Asylsuchenden an die Landkreise schneller – mit ebenfalls steigenden Zahlen.

Angesichts des bereits angekündigten Zuwachses hatte Landrat Matthias Jendricke bereits vor seinem Urlaub Anfang August die Verwaltung beauftragt, in Frage kommende Gebäude in der Region auf ihre Eignung als Flüchtlingsunterkunft zu prüfen. Die Kreisverwaltung hat fünf größere Objekte auf ihre Brandschutz- und baurechtlichen Möglichkeiten hin untersucht. Im Ergebnis werden nun aufgrund notwendiger Investitionen, die sich in private Objekte oft schwieriger gestalten, eigene leerstehende Gebäude des Landkreises konkret ins Auge gefasst.

„Ich habe heute festgelegt, dass die ehemalige Förderschule in Sülzhayn ebenso wie die ehemalige Baufachschule in Nordhausen zur Flüchtlingsunterkunft umzubauen, sofern das Land uns die Fördermittel dafür zur Verfügung stellt", sagte Matthias Jendricke. Diese beiden Maßnahmen werden nun entsprechend beim Land angemeldet. Zudem hatte der Landkreis bereits angekündigt, zwei kreiseigene Wohngebäude in Nordhausen für eine Flüchtlingsunterbringung herzurichten. Insgesamt beantragt der Landkreis damit für den Umbau der vier kreiseigenen Objekte rund zwei Millionen Euro Fördermittel beim Freistaat.

Heute hat Matthias Jendricke bei einem Treffen mit Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold zudem abgestimmt, zeitnah die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, wenn das Land den Förderantragen zustimmt, um Fragen zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Förderschule in Sülzhayn zu beantworten. Der Landrat schloss zudem nicht aus, dass bei anhaltend steigenden Flüchtlingszahlen weitere zusätzliche Objekte erschlossen werden müssen.
Autor: red

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