Schülerverkehr wird für Schulstart vorbereitet
Freitag, 21. August 2015, 10:23 Uhr
In den Verkehrsbetrieben laufen die Drucker derzeit auf Hochtouren. Wenn das neue Schuljahr beginnt, wird man wieder rund 2700 Schülerinnen und Schüler um Landkreis befördern müssen. Dabei will man versuchen, den Schulverkehr möglichts effektiv mit dem Regionalverkehr zu verquicken, heißt es aus dem Landratsamt...
Schmale schwarz-weiße Streifen haben die kleinen Plastik-Chipkarten, die die Schüler als Fahrausweise nutzen, dieses Jahr. In jedem Schuljahr sind die Fahrausweise anders farblich gekennzeichnet – damit die Busfahrer gleich auf den ersten Blick sehen, ob die Fahrkarte gültig ist.
Momentan laufen die Drucker bei den Verkehrsbetrieben Nordhausen (VBN) quasi den ganzen Tag. Die Fahrausweise werden mit den Fotos und Daten der Schüler bedruckt und dann an die Schulen verteilt. Und das sind einige: Allein der Landkreis Nordhausen finanziert als Schulträger für rund 2.750 Schüler den Weg zur Schule hin und zurück - mit Bussen oder der Linie 10.
Die meisten von ihnen, nämlich rund 2.000 Mädchen und Jungen fahren im ganz regulären Linienverkehr zur Schule. Der Rest nutzt freigestellten Schülerverkehr. "Das bewegt sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres", sagt der Bildungsdezernent des Landkreises Stefan Nüßle. "Gerade für Grundschüler versuchen wir, die Zeit im Schulbus überschaubar zu gestalten, was durch unser Netz von zwölf Grundschulen weitestgehend auch gut gelingt. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben sind wir auf das neue Schuljahr vorbereitet."
Thorsten Schwarz und Stefan Nüßle vor einem Bus der Verkehrsbetriebe
Früh am Morgen und nachmittags sorgt der Schülerverkehr für eine starke Auslastung der Regionalbusse. Die Zeit dazwischen versuchen die Verkehrsbetriebe bestmöglich zu nutzen. "Wir verknüpfen immer den ÖPNV und den Schülerverkehr, damit die Busse möglichst wenig stillstehen", sagt Thorsten Schwarz, Betriebsleiter des Busverkehrs bei den Verkehrsbetrieben Nordhausen. "Jeder unserer Busse erfüllt die Anforderungen von Schulbussen, so dass wir hier flexibel sind." Das bedeute nicht, dass jeder Schüler Anspruch auf einen Sitzplatz hat.
Auch Stehplätze sind zulässig, dafür gibt es beispielsweise eigens mehr Haltevorrichtungen in Schulbussen. Die Fahrzeuge setzen die VBN maximal 15 Jahre ein. Im vergangenen Jahr haben die Verkehrsbetriebe fünf neue Regionalbusse angeschafft, in diesem Jahr werden es zwei. "Wir haben unsere Fahrzeugflotte jetzt soweit erneuert, dass es ausreicht, wenn wir zwei Regionalbusse im Jahr ersetzen", so Schwarz. Außerdem müsse jeder Bus jährlich zum TÜV, alle drei Monate steht eine Sicherheitsprüfung an. Die VBN stellen den größten Anteil der Busse für den Schülerverkehr, sie kooperieren aber auch mit einigen privaten Anbietern aus der Region.
In der ersten Schulwoche drücken die Busfahrer auch mal ein Auge zu, wenn ein Schüler seinen Fahrausweis noch nicht dabei hat. Der Fahrplan hat sich im Vergleich zum letzten Schuljahr kaum verändert. Dafür sind einige große Baustellen, die zu teils erheblichen Umleitungen geführt hatten, inzwischen fertiggestellt, so dass es jetzt an einigen Stellen zügiger geht. Geplant ist, dass ab Herbst auch wieder Schulbusbegleiter eingesetzt werden, gefördert über das neue Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt", für das das Jobcenter jetzt die Zusage bekommen hat. Dabei wird der Landkreis mit der Kreisverkehrswacht kooperieren. Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben und der Polizei qualifiziert die Kreisverkehrswacht die Schulbusbegleiter zu Verkehrs- und Ersthelfern, bevor sie dann im Schülerverkehr eingesetzt werden.
Autor: redSchmale schwarz-weiße Streifen haben die kleinen Plastik-Chipkarten, die die Schüler als Fahrausweise nutzen, dieses Jahr. In jedem Schuljahr sind die Fahrausweise anders farblich gekennzeichnet – damit die Busfahrer gleich auf den ersten Blick sehen, ob die Fahrkarte gültig ist.
Momentan laufen die Drucker bei den Verkehrsbetrieben Nordhausen (VBN) quasi den ganzen Tag. Die Fahrausweise werden mit den Fotos und Daten der Schüler bedruckt und dann an die Schulen verteilt. Und das sind einige: Allein der Landkreis Nordhausen finanziert als Schulträger für rund 2.750 Schüler den Weg zur Schule hin und zurück - mit Bussen oder der Linie 10.
Die meisten von ihnen, nämlich rund 2.000 Mädchen und Jungen fahren im ganz regulären Linienverkehr zur Schule. Der Rest nutzt freigestellten Schülerverkehr. "Das bewegt sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres", sagt der Bildungsdezernent des Landkreises Stefan Nüßle. "Gerade für Grundschüler versuchen wir, die Zeit im Schulbus überschaubar zu gestalten, was durch unser Netz von zwölf Grundschulen weitestgehend auch gut gelingt. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben sind wir auf das neue Schuljahr vorbereitet."
Thorsten Schwarz und Stefan Nüßle vor einem Bus der Verkehrsbetriebe
Früh am Morgen und nachmittags sorgt der Schülerverkehr für eine starke Auslastung der Regionalbusse. Die Zeit dazwischen versuchen die Verkehrsbetriebe bestmöglich zu nutzen. "Wir verknüpfen immer den ÖPNV und den Schülerverkehr, damit die Busse möglichst wenig stillstehen", sagt Thorsten Schwarz, Betriebsleiter des Busverkehrs bei den Verkehrsbetrieben Nordhausen. "Jeder unserer Busse erfüllt die Anforderungen von Schulbussen, so dass wir hier flexibel sind." Das bedeute nicht, dass jeder Schüler Anspruch auf einen Sitzplatz hat.
Auch Stehplätze sind zulässig, dafür gibt es beispielsweise eigens mehr Haltevorrichtungen in Schulbussen. Die Fahrzeuge setzen die VBN maximal 15 Jahre ein. Im vergangenen Jahr haben die Verkehrsbetriebe fünf neue Regionalbusse angeschafft, in diesem Jahr werden es zwei. "Wir haben unsere Fahrzeugflotte jetzt soweit erneuert, dass es ausreicht, wenn wir zwei Regionalbusse im Jahr ersetzen", so Schwarz. Außerdem müsse jeder Bus jährlich zum TÜV, alle drei Monate steht eine Sicherheitsprüfung an. Die VBN stellen den größten Anteil der Busse für den Schülerverkehr, sie kooperieren aber auch mit einigen privaten Anbietern aus der Region.
In der ersten Schulwoche drücken die Busfahrer auch mal ein Auge zu, wenn ein Schüler seinen Fahrausweis noch nicht dabei hat. Der Fahrplan hat sich im Vergleich zum letzten Schuljahr kaum verändert. Dafür sind einige große Baustellen, die zu teils erheblichen Umleitungen geführt hatten, inzwischen fertiggestellt, so dass es jetzt an einigen Stellen zügiger geht. Geplant ist, dass ab Herbst auch wieder Schulbusbegleiter eingesetzt werden, gefördert über das neue Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt", für das das Jobcenter jetzt die Zusage bekommen hat. Dabei wird der Landkreis mit der Kreisverkehrswacht kooperieren. Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben und der Polizei qualifiziert die Kreisverkehrswacht die Schulbusbegleiter zu Verkehrs- und Ersthelfern, bevor sie dann im Schülerverkehr eingesetzt werden.

