Bus und Bahn verknüpft
Letzte Steine symbolisch eingehauen
Mittwoch, 19. August 2015, 11:21 Uhr
Wenn es um Inszenierungen geht, dann stehen die Harzer Schmalspurbahnen ganz dicke da. Heute mussten mehrere Personen in Niedersachswerfen bunte Pflastersteine einstampfen. Die nnz war Zuschauer...
Zugestoßen (Foto: nnz)
Das passte genau: Triebwagen und der Dampfzug zum Brocken dienen als willkommene Kulisse für das symbolische Einstampfen der letzten Pflastersteine
Die Gemeinde Harztor hat ihre in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) durchgeführten Sanierungsmaßnahmen zur Errichtung eines modernen NahverkehrsVerknüpfungspunktes am Bahnhof in Niedersachswerfen Ost vollständig abgeschlossen.
Das, was noch im Frühjahr wie eine Kraterlandschaft aussah, ist nun ordentlich hergerichtet. Sprich gepflastert. Es gibt Wartehäuschen und jede Menge Bänke, man kann bequem von Bus zu Bahn oder umgekehrt umsteigen. Fachleute sprechen von einem Verknüpfungspunkt.
Bereits seit dem vergangenen Herbst hatten die Gemeinde Harztor und die HSB mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Thüringen an der Umgestaltung des Bahnhofsareals in Niedersachswerfen Ost gearbeitet. Unter kommunaler Federführung entstand dabei ein moderner Verknüpfungspunkt zwischen dem regionalen Busverkehr und den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und.
Eingesetzt (Foto: nnz)
Bahnunternehmen sowie der zügigen Koordinierung aller Arbeiten mit dem Planungsbüro und den ausführenden Bauunternehmen konnten die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sogar ein Vierteljahr früher als geplant abgeschlossen werden.
Vom gelungenen Ergebnis der Umgestaltung konnte sich am Vormittag Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller persönlich überzeugen. Gemeinsam mit Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor, und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener befestigte sie symbolisch die letzten Pflastersteine und zeigte sich sehr beeindruckt: "Durch die Fertigstellung dieses Verknüpfungspunktes ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt mit einer großen Bedeutung für den ÖPNV und den touristischen Verkehr im Südharz geschaffen worden."
Bereits bis ins Jahr 1993 reichen die Bemühungen der vormaligen Gemeinde Niedersachswerfen zur Sanierung der Verkehrsflächen am Harzquerbahnhof zurück. Doch erst im Jahre 2014 konnte das Vorhaben durch die heutige Gemeinde Harztor im entsprechenden Förderprogramm erfolgreich angemeldet werden. Im Fokus stand hierbei die Errichtung eines ganzheitlichen ÖPNVVerknüpfungspunktes, der auch Anforderungen für mobiltätseingeschränkte Menschen einbezieht.
Im Dezember des vergangenen Jahres konnten die Arbeiten zur Gesamtmaßnahme dann beginnen. Die HSB startete in Abstimmung mit der Gemeinde Harztor die Sanierung ihres Bahnhofsgleises 1 auf einer Länge von rund 180 Metern. In der Folge begann die Kommune ab Januar dieses Jahres den grundhaften Ausbau des Bahnhofsvorplatzes, wobei neben neuen Bushaltestellen und Beleuchtungsanlagen auch Parkmöglichkeiten sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen wurden. Zwei Monate später setzte die HSB ihre anteiligen Maßnahmen mit der Sanierung des 120 Meter langen Hausbahnsteiges fort.
Neben neuen Bahnsteigkanten und -beleuchtungen sowie Sitzbänken kam dabei auch eine Pflasterung mit Blindenleitstreifen zum Einbau. Diese wurde bereits bei der Erneuerung des Mittelbahnsteiges, welche das kommunale Bahnunternehmen im Jahre 2006 vollzogen hatte, verwendet. Den bahnseitigen Abschluss der Gesamtmaßnahme bildete die kürzlich erfolgte farbliche Auffrischung des kleinen hölzernen Empfangsgebäudes aus der Anfangszeit der Harzquerbahn.
Der Bahnhof Niedersachswerfen Ost ist seit dem Jahre 2004 integraler Bestandteil des "Nordhäuser Modells". Im Rahmen dieses weithin beachteten Verkehrskonzepts, welches durch eine direkte Verbindung der Gleisinfrastrukturen von Nordhäuser Straßenbahn und Harzer Schmalspurbahnen ermöglicht wurde, wird zwischen der Kreisstadt und Ilfeid im Südharz ein attraktiver Taktfahrplan angeboten.
Combino begegnet Combino (Foto: nnz)
Dabei kommen in einem Mischbetrieb zum einen ZweisystemStadtbahnzüge vom Typ "Combino Duo" der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH (VBN) und zum anderen Eisenbahnfahrzeuge der HSB zum Einsatz. Die Fahrgastzahlen im Südharz sind seit der Einführung deutlich angestiegen.
Autor: red
Zugestoßen (Foto: nnz)
Das passte genau: Triebwagen und der Dampfzug zum Brocken dienen als willkommene Kulisse für das symbolische Einstampfen der letzten PflastersteineDie Gemeinde Harztor hat ihre in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) durchgeführten Sanierungsmaßnahmen zur Errichtung eines modernen NahverkehrsVerknüpfungspunktes am Bahnhof in Niedersachswerfen Ost vollständig abgeschlossen.
Das, was noch im Frühjahr wie eine Kraterlandschaft aussah, ist nun ordentlich hergerichtet. Sprich gepflastert. Es gibt Wartehäuschen und jede Menge Bänke, man kann bequem von Bus zu Bahn oder umgekehrt umsteigen. Fachleute sprechen von einem Verknüpfungspunkt.
Bereits seit dem vergangenen Herbst hatten die Gemeinde Harztor und die HSB mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Thüringen an der Umgestaltung des Bahnhofsareals in Niedersachswerfen Ost gearbeitet. Unter kommunaler Federführung entstand dabei ein moderner Verknüpfungspunkt zwischen dem regionalen Busverkehr und den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und.
Eingesetzt (Foto: nnz)
Bahnunternehmen sowie der zügigen Koordinierung aller Arbeiten mit dem Planungsbüro und den ausführenden Bauunternehmen konnten die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sogar ein Vierteljahr früher als geplant abgeschlossen werden.
Vom gelungenen Ergebnis der Umgestaltung konnte sich am Vormittag Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller persönlich überzeugen. Gemeinsam mit Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor, und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener befestigte sie symbolisch die letzten Pflastersteine und zeigte sich sehr beeindruckt: "Durch die Fertigstellung dieses Verknüpfungspunktes ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt mit einer großen Bedeutung für den ÖPNV und den touristischen Verkehr im Südharz geschaffen worden."
Bereits bis ins Jahr 1993 reichen die Bemühungen der vormaligen Gemeinde Niedersachswerfen zur Sanierung der Verkehrsflächen am Harzquerbahnhof zurück. Doch erst im Jahre 2014 konnte das Vorhaben durch die heutige Gemeinde Harztor im entsprechenden Förderprogramm erfolgreich angemeldet werden. Im Fokus stand hierbei die Errichtung eines ganzheitlichen ÖPNVVerknüpfungspunktes, der auch Anforderungen für mobiltätseingeschränkte Menschen einbezieht.
Im Dezember des vergangenen Jahres konnten die Arbeiten zur Gesamtmaßnahme dann beginnen. Die HSB startete in Abstimmung mit der Gemeinde Harztor die Sanierung ihres Bahnhofsgleises 1 auf einer Länge von rund 180 Metern. In der Folge begann die Kommune ab Januar dieses Jahres den grundhaften Ausbau des Bahnhofsvorplatzes, wobei neben neuen Bushaltestellen und Beleuchtungsanlagen auch Parkmöglichkeiten sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen wurden. Zwei Monate später setzte die HSB ihre anteiligen Maßnahmen mit der Sanierung des 120 Meter langen Hausbahnsteiges fort.
Neben neuen Bahnsteigkanten und -beleuchtungen sowie Sitzbänken kam dabei auch eine Pflasterung mit Blindenleitstreifen zum Einbau. Diese wurde bereits bei der Erneuerung des Mittelbahnsteiges, welche das kommunale Bahnunternehmen im Jahre 2006 vollzogen hatte, verwendet. Den bahnseitigen Abschluss der Gesamtmaßnahme bildete die kürzlich erfolgte farbliche Auffrischung des kleinen hölzernen Empfangsgebäudes aus der Anfangszeit der Harzquerbahn.
Der Bahnhof Niedersachswerfen Ost ist seit dem Jahre 2004 integraler Bestandteil des "Nordhäuser Modells". Im Rahmen dieses weithin beachteten Verkehrskonzepts, welches durch eine direkte Verbindung der Gleisinfrastrukturen von Nordhäuser Straßenbahn und Harzer Schmalspurbahnen ermöglicht wurde, wird zwischen der Kreisstadt und Ilfeid im Südharz ein attraktiver Taktfahrplan angeboten.
Combino begegnet Combino (Foto: nnz)
Dabei kommen in einem Mischbetrieb zum einen ZweisystemStadtbahnzüge vom Typ "Combino Duo" der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH (VBN) und zum anderen Eisenbahnfahrzeuge der HSB zum Einsatz. Die Fahrgastzahlen im Südharz sind seit der Einführung deutlich angestiegen.
