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Forstamt Bleicherode-Südharz

Zur Waldbrandübung ausgerückt

Freitag, 07. August 2015, 09:59 Uhr
Durch die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen, ist das Thema der Waldbrandgefahrenabwehr immer mehr in den Focus gerückt, denn aktuell besteht die Waldbrandstufe IV. Aus gegebenem Anlass übten die Auszubildenden des Forstamtes Bleicherode-Südharz im Revier Rothesütte den Ernstfall...

Waldbrandbekämpfung mit Hacke, Axt und Feuerpatsche, die Azubis Samuel Tettenborn, David Graf, Max Koch und Marcus Thannhäuser (von links) des Forstamts Bleicherode-Südharz üben für den Ernstfall. (Foto: Kohlmann) Waldbrandbekämpfung mit Hacke, Axt und Feuerpatsche, die Azubis Samuel Tettenborn, David Graf, Max Koch und Marcus Thannhäuser (von links) des Forstamts Bleicherode-Südharz üben für den Ernstfall. (Foto: Kohlmann)
Dabei wurde die defensive Waldbrandbekämpfung thematisiert. Mit Hilfe von Hacken und Schaufeln legten die angehenden Forstwirte eine Feuerschneise an.

Dazu trugen Sie leicht brennbaren, humosen Oberboden ab und entfernten Begleitwuchs, sodass ein ca. ein Meter breiter Wundstreifen entstand. Das Feuer soll somit am Weiterdringen gehindert werden. Diese Methode der defensiven Waldbrandbekämpfung kommt überwiegend in schwer zugänglichen Waldgebieten zum Einsatz, überall dort wo Löschfahrzeuge nicht zum Einsatzort gelangen können.

Die Auszubildenden achteten penibel auf die Bewuchsfreiheit des Feuerstreifens um im Ernstfall ein übergreifendes Bodenfeuer in den nächsten Baumbestand zu verhindern. Das Wurzelwerk wurde weitestgehend entfernt, da ein Bodenfeuer auch in die Tiefe gehen kann und sich über das Wurzelwerk von Bäumen und Sträuchern ausbreitet. In diesem Zusammenhang wurde das richtige Löschen von Glutherden geübt. Mit Feuerpatschen, Schaufeln und Hacken rückten die jungen Männer den imaginären Glutnestern zu Leibe.

Durch die seit mehreren Wochen anhaltenden hohen Temperaturen leidet der Wald, speziell brandgefährdete Fichtendickungen an Trockenstress. Die Bevölkerung wird deshalb verstärkt auf ein absolutes Rauchverbot im Wald hingewiesen, ebenso dürfen keine offenen Feuer im Wald entzündet werden (nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen z. B. Waldgaststätten oder Waldcampingplätzen). Weiterhin gilt ein striktes Befahrungsverbot mit Kraftfahrzeugen und Motorrädern. Nicht nur die Fichtenwälder des Harzes leiden unter der andauernden Trockenheit, auch die Buchenwälder der Hainleite sind betroffen.
Michael Böhme
Autor: red

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